AMEOS Gruppe

Vor allem Gesundheit

Wo andere aufgeben, da fangen wir an.

Krankenhäuser haben es zunehmend schwer gut zu wirtschaften. In den meisten Fällen decken die Ausgaben schlichtweg nicht die Einnahmen. Schuld sind Fallpauschalen, die nicht die tatsächlich entstehenden Kosten abdecken. Der Investitionsstau der Bundesländer verhindert wichtige Neuerungen in der Infrastruktur oder Medizintechnik.

Als AMEOS Gruppe haben wir es uns zum Ziel gesetzt, die von uns erworbenen Einrichtungen fit für die Zukunft zu machen. Denn eines ist sicher: Einmal erworbene Einrichtungen geben wir nicht wieder auf. Wir erarbeiten mit unseren Mitarbeitenden aus der Medizinentwicklung, aus Bau und Technik und vielen weiteren Fachbereichen ein langfristiges Konzept, um auf dem Gesundheitsmarkt bestehen zu können.

Zur AMEOS Gruppe gehören mehr als 95 Einrichtungen an über 50 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dieses grosse Netzwerk an medizinischen Fachkräften, an unterschiedlichen Dienstleistungen und an Erfahrungen bietet immens viele Vorteile. Wir sind erfahren darin, medizinische „Leuchttürme“ aufzubauen und überregional zu stärken. Wir stehen für unsere Konzepte ein und überzeugen mit Beharrlichkeit Ministerien und Kostenträger. Wir bleiben stets im Dialog mit politischen Entscheidern. Unser gemeinsames Ziel ist es, den Standort zu stärken. Nur durch diese Bausteine gelingt es uns, die Zukunft der Einrichtungen langfristig zu sichern. Und damit auch die medizinische Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten und Arbeitsplätze in der Region zu schaffen.  

Wir gewinnen durch Synergieeffekte: zum Beispiel im Einkauf. Über ein Dutzend Mitarbeitende kümmert sich zentral um strategische Verhandlungen, um Rahmenverträge und ihre Umsetzung. Und besticht mit einer Durchsetzungskraft, die einzelne Häuser nicht realisieren können. Weiterhin setzen wir auf ein weitsichtiges Medizincontrolling, um unsere Erlöse nachhaltig zu sichern und damit die wirtschaftlichen Ziele zu erreichen.

Beim Erwerb neuer Einrichtungen richten wir unser Augenmerk auf die Integration und die Kommunikation mit den Mitarbeitenden. Wir haben ein strukturiertes 100-Tage-Programm ausgearbeitet und an vielen Standorten erfolgreich umgesetzt. Bestehende Mitarbeitende werden in Arbeitsgruppen eingebunden in die neue strategische Ausrichtung des Hauses. Es stehen jederzeit Ansprechpartner für Fragen zur Integration zur Verfügung.

Wir zögern nicht, sondern stellen uns Herausforderungen. Sprechen Sie uns an.

 

Dr.

Christoph Arnold

Generalbevollmächtigter Beteiligungserwerb, Integration und Revision

Um unsere Arbeit für Sie greifbarer zu machen, haben wir ein paar Beispiele zusammengestellt. Unter diesem Link zeigen wir Ihnen, welche erfolgreichen Konzepte wir in unserem Regionen schon umgesetzt haben. Es handelt sich um exemplarische Beispiele aus allen Regionen. 

Lesen Sie nachfolgend über ein Beispiel der besonderen Trägerschaft in Lemgo oder ein konkretes Beispiel der psychiatrischen Versorgung in Niedersachsen: 

Besondere Trägerschaft – Kommunal und privat unter einem Dach

Im nordrhein-westfälischen Lemgo gibt es seit 2017 eine Tagesklinik für Psychiatrie und Psychosomatik. Bis Ende 2019 bestand die Trägerschaft aus dem Kreis Lippe, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Lippischen Nervenklinik Dr. Spernau. Mit der Übernahme der Lippischen Nervenklinik Dr. Spernau durch die AMEOS Gruppe Ende 2019 ist AMEOS als Rechtsnachfolger in die gemeinschaftliche Trägerschaft eingetreten und hat die Gesellschafteranteile der Tagesklinik von der Lippischen Nervenklinik Dr. Spernau übernommen. Dadurch kam eine Kooperation zwischen einem kommunalen und einem privaten Träger zustande. Das ist (noch) eine Besonderheit in der deutschen Krankenhauslandschaft.

Nach über einem Jahr erfolgreicher Zusammenarbeit haben wir mit den Geschäftsführern der Tagesklinik Lemgo – Michael Dieckmann (AMEOS) und Karl-Eitel John (Gemeindepsychiatrisches Zentrum Lippe) – gesprochen und sind der besonderen Trägerkooperation nachgegangen.

Herr Dieckmann, Sie teilen sich mit Herrn John die Geschäftsführung der Tagesklinik Lemgo. Wie erleben Sie diese doch eher ungewöhnliche Form der dualen Trägerschaft?

Michael Dieckmann: Überaus positiv. Herr John und ich haben nach dem Einstieg in die Trägerschaft der Tagesklinik einige Gespräche geführt und festgestellt, dass wir vergleichbare berufliche Wurzeln haben. Wir verfügen beide über eine Ausbildung im sozialen Bereich und haben beide viele Jahre im sozialen Bereich und im Gesundheitswesen gearbeitet, auch in Leitungspositionen mit psychiatrischem Kontext. Solche Lebens- und Berufserfahrungen verbinden natürlich, und im Zuge unserer Gespräche hat sich viel gegenseitiges Vertrauen entwickelt, weil wir viele Dinge ähnlich sehen und einschätzen.

Mögen Sie uns ein Beispiel nennen?

Dieckmann: Gern. Vor allem geht es natürlich um die medizinische Ausrichtung der Einrichtung. Hier in Lemgo ist großartiges aufgebaut worden. Die Tagesklinik hat deshalb in der Region eine enorme Akzeptanz und Strahlkraft. Das kommt nicht von allein und zeigt, dass die handelnden Personen sowohl bei der Personalauswahl als auch in der Führung und Positionierung der Einrichtung in den zurückliegenden Jahren richtig gute Arbeit geleistet haben.

Herr John, gab es zu Anfang Vorbehalte, mit einem solch großen Träger wie AMEOS zusammenzuarbeiten?

Karl-Eitel John: „Natürlich gab es ganz zu Übernahmebeginn der ehemaligen LNK-Anteile an der Tagesklinik Lemgo durch die AMEOS Gruppe viele Fragezeichen, wie eine solche besondere Träger-Konstellation erfolgreich funktionieren kann. Nach einigen vertrauensvollen Gesprächen mit Herrn Dieckmann wichen diese Fragezeichen aber sehr schnell, zumal er sehr gut erreichbar ist, einrichtungsnah und schnell entscheidet. Stück für Stück haben wir beide alle notwendigen Rahmenbedingungen vertrauensvoll und in beiderseitiger Verständigung abgearbeitet, bis alle Fragen geklärt waren und führen seitdem die Tagesklinik gemeinsam.

Dieckmann: Ich habe von Anfang an fest an eine gute trägerübergreifende Zusammenarbeit geglaubt. Insbesondere wenn frei von Vorbehalten vertrauensvoll, gegenseitig verlässlich und offen kommuniziert wird, kann eine solche Trägerkonstellation für beide Partner zu einer Win-win-Situation führen. Wir lernen voneinander durch Akzeptanz und in dem festen Verständnis des gemeinsamen Zieles, die Tagesklinik für Mitarbeitende als Arbeitsplatz attraktiv und für die Patientinnen und Patienten zu einer Institution der Genesung zu machen. Das steht im Mittelpunkt unserer Arbeit.

John: Ganz genau. Und das zeichnet unsere Kooperation aus. Auch im täglichen Therapiealltag spüren weder die Mitarbeitenden noch die zu uns kommenden Erkrankten etwas von der besonderen Konstellation der Trägergemeinschaft. Das bringt Ruhe in die Einrichtung und insbesondere die ärztlichen und therapeutischen Mitarbeitenden können sich wie gewohnt voll auf ihre Patientinnen und Patienten konzentrieren, ohne dass sie unterschiedlichen Anweisungen verschiedener Träger unterliegen. Wichtige Themen klären Herr Dieckmann und ich im Vorfeld ab und sprechen dann mit einer Stimme in Richtung der Mitarbeitenden. Das kommt bei unseren Beschäftigten sehr gut an.

Dieckmann: Und dies ermöglicht es uns, dem Team der Tagesklinik einen besonderen Spielraum bei der Gestaltung der therapeutischen und personellen Ressourcen zu geben. AMEOS hat in seiner gut 19-jährigen Unternehmensgeschichte eine Vielzahl unterschiedlicher Einrichtungen von unterschiedlichsten Trägern übernommen. Von öffentlichen Trägern, konfessionellen oder freigemeinnützigen Trägern oder von privaten Trägern. Wir stellen dabei immer wieder fest, dass wir einen deutlichen Gewinn an Kompetenzen und Fähigkeiten erhalten, wenn wir, neben der Einführung gewisser Standardprozesse insbesondere im Personal- und Finanzwesen, den neuerworbenen Einrichtungen ein hohes Maß an Eigenständigkeit lassen, ihre Geschichte anerkennen und dies als Teil der betrieblichen Historie verstehen und begreifen. Auch bei der Tagesklinik Lemgo haben wir neue Dinge kennen und auch schätzen gelernt. Da wir uns ganz bewusst auf diese Prozesse einlassen, lernt AMEOS von jeder neu erworbenen Einrichtung dazu. Wir wollen nicht überstülpen, sondern das Vorhandene gemeinsam weiterentwickeln. Das macht jedes Integrationsprojekt einzigartig.

Auch im nördlichen Schleswig-Holstein funktioniert die privat-öffentliche Partnerschaft hervorragend. Dort betreibt AMEOS in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Kiel eine gemeinsame und gemeinnützige Eingliederungseinrichtung. Die Eingliederungseinrichtung mit dem Namen AMEOS Eingliederung Horizon Kiel arbeitet in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern der Suchthilfe mit suchtmittelgefährdeten und -abhängigen Jugendlichen, Erwachsenen und deren Angehörigen. Angeboten werden differenzierte Beratungs-, Betreuungs- und Wohnangebote. Diese sind kombinierbar mit Beschäftigungs-, Qualifizierungs- und Ausbildungsmöglichkeiten.

Hier finden Sie weitere Informationen:
www.tk-lemgo.de/
www.ameos.eu/horizon-kiel
www.gpz-lippe.de/
www.ameos.eu/bad-salzuflen

Autor: Gerald Baehnisch, Leiter Kommunikation und Marketing AMEOS West

Psychiatrische Versorgung in Stadt und Land

Fast jede dritte Klinik in Deutschland schreibt rote Zahlen. Rund 13 Prozent sind von Insolvenz bedroht. Das ist Ergebnis des jüngsten Krankenhaus Rating Reports. Grosse Krankenhäuser stehen meist besser da, als kleine Einheiten mit hohen Vorhaltekosten. Insbesondere auf dem Land sind kluge und neue Konzepte gefragt, die den Patient*innen entgegenkommen. Dies gilt vor allen Dingen für die psychiatrische Versorgung, denn die Häufigkeit psychischer Erkrankungen nimmt rapide zu. Sich in Behandlung zu begeben, ist für viele Betroffene ein grosser Schritt. Lokale Angebote werden dabei bevorzugt. Wie eine wohnortnahe psychiatrische Versorgung funktionieren kann, zeigt die AMEOS Gruppe im Landkreis Hildesheim.

Wir schreiben das Jahr 2007: Die AMEOS Gruppe bewirbt sich um die Übernahme des Landeskrankenhauses Hildesheim und überzeugt mit einem guten Behandlungskonzept. Nach einer Analyse der Patient*innenströme und -bedarfe wird schnell klar, dass viele psychisch erkrankte Menschen gerade in der ländlich geprägten Region Schwierigkeiten haben, die vorhandenen ambulanten, tagesklinischen oder stationären Behandlungsangebote im AMEOS Klinikum Hildesheim aufzusuchen. Zu groß sind die Entfernungen, zu komplex mitunter die Einschränkungen der Patient*innen aufgrund ihrer Erkrankung, um das entfernte Klinikum in der Großstadt Hildesheim zu erreichen.

Ein Expertenstab unter der Leitung von Michael Dieckmann, Mitglied des Vorstandes der AMEOS Gruppe, nimmt sich des Themas an und entwickelt ein Konzept zur dezentralen psychiatrischen Versorgung des Landkreises Hildesheim sowie der angrenzenden Landkreise. Dieses Konzept wird mit grossem Einsatz und jahrelanger Beharrlichkeit erfolgreich mit Ministerium und Kostenträgern verhandelt. Die Vorteile dezentraler psychiatrischer Angebote liegen auf der Hand: kurze Wege für die Patient*innen und ihre Angehörigen, schnelle Hilfe bei akuten psychiatrischen Krisen und Vermeidung stationärer Aufenthalte, um nur einige zu nennen. Ministerium und Kostenträger sind überzeugt und segnen die Planungen ab.

Das Ergebnis: 2012 wird das AMEOS Klinikum Hameln mit psychiatrischer Institutsambulanz und Tagesklinik als erster dezentraler Standort des AMEOS Klinikums Hildesheim eröffnet. Die Nachfrage ist von Beginn an hoch, die Patient*innen nehmen die neuen Behandlungsangebote hervorragend an. Kein Wunder:  das multiprofessionelle Team, bestehend aus Ärzt*innen, Psycholog*innen, Pflegekräften und Therapeut*innen kommt ihnen sozusagen entgegen.

Was folgt ist eine echte Erfolgsgeschichte. Weitere gemeindenahe Einrichtungen werden zur Versorgung der Patient*innen vor Ort eröffnet: Alfeld 2013, Goslar 2015, Holzminden 2018. Im Jahr 2019 wird mit der Eröffnung des AMEOS Klinikums Cuxhaven der Wachstumspfad im nördlichen Niedersachsen ausgebaut. 2020 ist die Institutsambulanz in Osterholz-Scharmbeck eröffnet worden, eine psychiatrische Tagesklinik folgt im nächsten Jahr. Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Wir arbeiten für Ihre Gesundheit.

 

Autor: Gerald Baehnisch, Leiter Kommunikation AMEOS West

Adresse:
AMEOS Gruppe
Bahnhofplatz 14
CH-8021 Zürich