Bad Aussee im Steirischen Salzkammergut

Bad Aussee hat eine bewegte Geschichte. Bis ins 15. Jahrhundert war das Salzkammergut und damit auch Bad Aussee direktes Eigentum des Kaisers, des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“. Nachhaltige Bekanntheit erringt Bad Aussee mit der Hochzeit der Ausseer Postmeisterstochter Anna Plochl und dem Bruder des Kaisers, Erzherzog Johann, der als Visionär das Ausseerland in Ackerbau, Viehzucht, Politik und Gemeinwesen bis heute nachhaltig prägte.

Das weiße Gold des Salzbergs brachte Bad Aussee Identität und Wohlstand. Was zu Kaisers Zeiten das Salz war ist heute der nachhaltige Gesundheitstourismus .

So gilt das Salzkammergut, und speziell Bad Aussee mit seinem kreativen Kulturangebot, seit langem als Ort des Rückzugs und der Erholung. Berühmte Komponisten wie Richard Strauss, Johannes Brahms und Gustav Mahler fanden den Weg hierher, um sich von der Natur zu ihren Werken inspirieren zu lassen. Auch bekannte Dirigenten wie Herbert von Karajan und Karl Böhm verbrachten immer wieder lange Zeit im Ausseerland – hier fanden sie die Ruhe sich auf neue Aufgaben vorzubereiten.

Weitere prominente Gäste waren unter anderem der Philosoph Sir Karl Popper, der Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud, sowie die Schriftsteller Adalbert Stifter, Stefan Zweig, Carl Zuckmayer und der „Jedermann“-Autor Hugo von Hofmannsthal.

Wie damals ist der Luftkurort Bad Aussee auch heute vor allem ein Ort der Regeneration und der Inspiration. Die mächtigen Gipfel der Berge, die Frische der Seen und die Ruhe der Wälder laden in jeder Jahreszeit zu einer Vielzahl von Aktivitäten ein. Sie geben aber auch Raum zu Selbstfindung und Selbstreflektion und bilden daher ein hervorragendes Panorama für ein Klinikum der Psychosomatik und der Psychotherapie.

 

Franz Frosch, Bürgermeister