Ausbildung zur Pflegefachfrau/ zum Pflegefachmann

Eine Ausbildung zur Pflegefachfrau/ zum Pflegefachmann lohnt sich! In der Ausbildung erlangen Sie nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch soziale und personale Kompetenzen. Diese sind, wie z.B. die Kommunikations- und Teamfähigkeit, auch im persönlichen Leben von hohem Nutzen. Sie gewinnen Einfühlungsvermögen im Umgang mit Menschen.

Generalistische Pflegeausbildungen: Ausbildung zur Pflegefachfrau/ zum Pflegefachmann

  • Stationäre Langzeitpflege
  • Stationäre Akutpflege
  • Ambulante Akut-/Langzeitpflege

Pflege ist ein eigenständiger und menschennaher Beruf. Die Pflegenden begegnen Menschen in unterschiedlichen Pflege- und Lebenssituationen.

Das Ziel der Pflege ist die Wiedererlangung, Verbesserung, Erhaltung und Förderung der körperlichen und seelischen Gesundheit der zu betreuenden Menschen. Gesundheits- und Krankenpflege schließt auch die Förderung der Gesundheit mit ein. Die Pflegenden arbeiten dabei interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen zusammen. Pflege stützt sich auf pflegewissenschaftliche, medizinische und weitere bezugswissenschaftliche Erkenntnisse.

Informationen & Kontakt

Informationen & Kontakt

AMEOS Institut Nord

Wiesenhof
23730 Neustadt

 +49 4561 611 4343

  +49 4561 611 4274

 info.institutnord(at)holstein.ameos.de

Voraussetzungen und Ausbildungsbeginn

Voraussetzungen und Ausbildungsbeginn

Ausbildungsbeginn ist jeweils zum 1. April und zum 1. September eines Jahres.

Voraussetzungen für den Zugang zur genralistischen Pflegeausbildung gem. § 11 Pflegeberufegesetz:

1. der mittlere Schulabschluss oder ein anderer als gleichwertig anerkannter Abschluss

oder

2. der Hauptschulabschluss oder ein anderer als gleichwertig anerkannter Abschluss, zusammen mit dem Nachweis

  • einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer,
  • einer erfolgreich abgeschlossenen landesrechtlich geregelten Assistenz- oder Helferausbildung in der Pflege von mindestens einjähriger Dauer, die die von der Arbeits- und Sozialministerkonferenz 2012 und von der Gesundheitsministerkon-ferenz 2013 als Mindestanforderungen beschlossenen „Eckpunkte für die in Länderzuständigkeit liegenden Ausbildungen zu Assistenz- und Helferberufen in der Pflege“ (BAnz AT 17.02.2016 B3) erfüllt,
  • einer bis zum 31. Dezember 2019 begonnenen, erfolgreich abgeschlossenen landesrechtlich geregelten Ausbildung in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe von mindestens einjähriger Dauer oder
  • einer auf der Grundlage des Krankenpflegegesetzes vom 4. Juni 1985 (BGBl. I S. 893), das durch Artikel 18 des Gesetzes vom 16. Juli 2003 (BGBl. I S. 1442) aufgehoben worden ist, erteilten Erlaubnis als Krankenpflegehelferin oder Krankenpflegehelfer,

oder

3. der erfolgreiche Abschluss einer sonstigen zehnjährigen allgemeinen Schulbildung

Ausbildungsinhalte

Ausbildungsinhalte

Der theoretische und praktische Unterricht findet an der staatlich anerkannten Pflegeschule statt und hat einen Umfang von 2.100 Stunden. Ihm liegt ein schulinternes Curriculum zugrunde.

Die Unterrichtsstunden verteilen sich auf verschiedene Themenbereiche:

  • Pflegeprozesse und Pflegediagnostik in akuten und dauerhaften Pflegesituationen verantwortlich planen, organisieren, gestalten, durchführen, steuern und evaluieren (1000 Stunden)
  • Kommunikation und Beratung personen- und situationsorientiert gestalten (280 Stunden)
  • Intra- und interprofessionelles Handeln in unterschiedlichen systemischen Kontexten verantwortlich gestalten und mitgestalten (300 Stunden)
  • Das eigene Handeln auf der Grundlage von Gesetzen, Verordnungen und ethischen  Leitlinien reflektieren und begründen (160 Stunden)
  • Das eigene Handeln auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen und berufsethischen Werthaltungen und Einstellungen reflektieren und begründen (160 Stunden)
  • zur freien Verteilung (200 Stunden)

Stundenverteilung im Rahmen der praktischen Ausbildung der beruflichen Pflegeausbildung

Erstes und zweites Ausbildungsdrittel

I. Orientierungseinsatz beim Träger der praktischen Ausbildung (400 Std.)

II. Plichteinsatz in den drei Versorungsbereichen     

  1. Stationäre Aktupflege (400 Std.)
  2. Stationäre Langzeitpflege (400 Std.)
  3. Ambulante Akut-/Langzeitpflege (400 Std.)

III. Plichteinsatz in den drei Versorungsbereichen    

  • Pädiatrische Versorgung (120 Std.)

Summe erstes und zweites Ausbildungsdrittel: 1.720 Std.

Letztes Ausbildungsdrittel      

IV.  Pflichteinsatz in der psychiatrischen Versorgung       

  1. Allgemein-, geronto-, kinder- oder jugendpsychiatrische Versorgung (120 Std)
  2. Bei Ausübung des Wahlrechts nach § 59 Absatz 2 PflBG: nur kinder- oder jugendpsychiatrische Versorgung
  3. Bei Ausübung des Wahlrechts nach § 59 Absatz 3 PflBG: nur gerontopsychiatrische Versorgung  

V. Vertiefungseinsatz im Bereich eines Pflichteinsatzes (500 Std.)

  1. Im Bereich eines Pflichteinsatzes nach II. bis IV.1. Im Bereich des Pflichteinsatzes nach II.3. auch mit Ausrichtung auf die ambulante Langzeitpflege      
  2. Für das Wahlrecht nach § 59 Absatz 2 PflBG: Im Bereich eines Pflichteinsatzes nach III.
  3. Für das Wahlrecht nach § 59 Absatz 3 PflBG: Im Bereich eines Pflegeeinsatzes nach II.2. oder II.3. mit Ausrichtung auf die ambulante Langzeitpflege

VI. Weitere Einsätze/Stunden zur freien Verteilung (80 Std)

  1. Weiterer Einsatz (z. B. Pflegeberatung, Rehabilitation, Palliation)
  • bei Ausübung des Wahlrechts nach § 59 Absatz 2 PflBG: nur in Bereichen der Versorgung von Kindern und Jugendlichen
  • bei Ausübung des Wahlrechts nach § 59 Absatz 3 PflBG: nur in Bereichen der Versorgung von alten Menschen

        2. Zur freien Verteilung im Versorgungsbereich des Vertiefungseinsatzes (80 Std.)

Summe letztes Ausbildungsdrittel (780 Std.)

Gesamtsumme: 2.500 Std.

 

 

Karriere und Perspektiven

Karriere und Perspektiven

Nach dem Examen haben Sie in den AMEOS Einrichtungen viele Möglichkeiten Ihren Beruf auszuüben. An den neun Standorten zwischen Kiel und Lübeck beschäftigt AMEOS 1.900 Mitarbeiter*innen.

Nach dem Examen können Pflegefachfrauen/Pflegefachmänner in unterschiedlichen stationären und ambulanten Einrichtungen des Gesundheitswesen tätig werden, z.B.:

  • Krankenhäuser
  • Ambulante und stationäre Rehabilitationskliniken
  • Ambulante Pflegeeinrichtungen
  • Psychiatrische Facheinrichtungen
  • Dialysezentren
  • Hospiz
  • Alten- und Pflegeheime
  • Heime für behinderte Menschen
  • Beratungsstellen
  • Krankenkassen
  • Medizinischer Dienst der Krankenkassen
  • Kreuzfahrtschiffe

Es stehen vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten offen, z.B.:

  • Fachpflegekraft für Psychiatrie, Onkologie, Intensiv und Anästhesie
  • Weiterbildung zum Hygienebeauftragten
  • Leitung einer Pflegeeinheit oder zur Praxisanleitung. Studiengänge in den Bereichen Pflegepädagogik. Pflegemanagement, Pflegewissenschaft oder Bachelor of nurse sind möglich