Hilfsangebote für Familien

Wenn Eltern psychisch erkrankt sind oder mit einer Suchterkrankung leben, entstehen für Kinder und Jugendliche häufig besondere Belastungssituationen. Um sie frühzeitig zu unterstützen und passende Hilfsangebote zugänglich zu machen, ist eine enge Abstimmung der verschiedenen Akteure entscheidend – insbesondere in einer Flächenregion wie Vorpommern-Greifswald.

Auftakttreffen der KipsFam-Regionen Wolgast, Greifswald, Anklam und Pasewalk

Auf Initiative der KipsFam-Regio-Stelle Vorpommern-Greifswald fand im AMEOS Klinikum Ueckermünde ein erstes gemeinsames Netzwerktreffen der KipsFam-Regionen Wolgast, Greifswald, Anklam und Pasewalk statt. KipsFam (Kinder aus psychisch und / oder suchtbelasteten Familien) ist ein bundesweites Netzwerk, das Akteure unterschiedlicher Professionen, beispielsweise aus Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Eingliederungshilfe, Suchthilfe und Frühen Hilfen erfasst, bündelt und zusammenbringt. Im Mittelpunkt des Auftakttreffens standen der fachliche Austausch sowie die Weiterentwicklung und bessere Abstimmung bestehender Unterstützungsangebote, um Versorgungslücken frühzeitig zu erkennen.

Über 60 Fachkräfte tauschten sich aus

„Viele dieser Kinder und Jugendlichen brauchen verlässliche Ansprechpartner und frühzeitige Unterstützung“, sagt Dr. med. Manfred Blütgen, Gastgeber des Auftakttreffens und Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, in seinem Vortrag. „Wir verstehen es als unsere Aufgabe, neben der Behandlung von Kindern und Jugendlichen auch die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren aktiv zu fördern. Nur gemeinsam lassen sich tragfähige Unterstützungsstrukturen entwickeln.“ Auch Kathrin Seemann, Leiterin der KipsFam-Regio-Stelle Vorpommern-Greifswald, Nadine Krutki, Ombudsstelle Mecklenburg-Vorpommern und Dr. Kristin Pomowski, Landesfachstelle KipsFam Mecklenburg-Vorpommern sprachen vor den über 60 Fachkräften zu Themen wie Beratungs- und Beschwerdemöglichkeiten, intersektoraler Zusammenarbeit und der Weiterentwicklung zielgruppenspezifischer Angebote.

Gesellschaftliche Verantwortung im Umgang mit psychischen Erkrankungen

Stefan Fiedler, Krankenhausdirektor der AMEOS Klinika Anklam, Pasewalk und Ueckermünde, betonte die gesellschaftliche Verantwortung im Umgang mit psychischen Erkrankungen. Es gehe besonders darum, Lebenssituationen ganzheitlich zu betrachten und Angebote so zu gestalten, dass sie Familien in unterschiedlichen Lebenslagen erreichen.

 

Mit der Ausrichtung des Treffens unterstreicht das AMEOS Klinikum Ueckermünde die Bedeutung einer eng abgestimmten Zusammenarbeit in der Region. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche frühzeitig zu erreichen und ihnen gemeinsam verlässliche Unterstützung zu bieten.

 

KipsFam auf einem Blick

Landesfachstelle: Kinder aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien

E-Mail: kipsfam@sozialpsychiatrie-mv.de

Tel.: 0381 8739423 0

 

KipsFam VG

Fachambulanz für Alkohol- und Drogenkranke Vorpommern

E-Mail: kipsfamregio-vg@web.de

Tel.: 03834 4122080