Am Dienstag, 4. Oktober 2016 war es soweit: 44 Schülerinnen und Schüler starteten in die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger am AMEOS Institut West.
32 junge Frauen und 12 junge Männer haben nun ihre dreijährige Ausbildung vor sich. Im AMEOS Klinikum Hildesheim lernen die Schülerinnen und Schüler durch das Praxisanleitersystem den Arbeitsalltag eines Gesundheits- und Krankenpflegers kennen. Auf jeder Station im Haus fungieren erfahrene Mitarbeiter als Mentor für die angehenden Pflegenden. „Für die Auszubildenden ist das eine ideale Möglichkeit zu sehen, wie die Theorie in der Praxis umgesetzt wird“, weiß auch Petra Konitzer-Nieder, Leiterin des AMEOS Instituts West.
Die Männer und Frauen haben durch das Ausbildungsprogramm die Möglichkeit, Erfahrungen im somatischen und psychiatrischen Bereich zu sammeln. Besonders attraktiv für die jungen Menschen ist dabei das breit gefächerte Einsatzgebiet des AMEOS Instituts: Praktische Einsätze erfolgen nicht nur im eigenen Haus, sondern auch in den Außenstellen Alfeld und Hameln. Aber auch in den benachbarten Krankenhäusern in Hildesheim, einer Reha-Einrichtung in Wolfenbüttel und in sechs verschiedenen Sozialstationen im Landkreis können die Schülerinnen und Schüler Praxisluft schnuppern.
Besonders spannend ist für die angehenden Pflegekräfte stets ein spezielles Seminar, in dem sich die Auszubildenden mit der würdevollen Begleitung schwer kranker und sterbender Menschen auseinander setzen. Aber auch die Lerneinheit „kulturspezifische Pflege“ liegt weit oben im Beliebtheits-Ranking der jungen Menschen. „Wir berücksichtigen hier auch die Wünsche und Vorschläge der Auszubildenden, die in anderen Häusern beispielsweise auch mit Palliativpflege in Berührung kommen. Es ist uns ein besonderes Anliegen, die Schüler langsam auf die komplexen und herausfordernden Situationen vorzubereiten, die der Beruf mit sich bringt“, erklärt Konitzer-Nieder.
Die Ausbildung hat in Hildesheim bereits eine lange Tradition. Seit 1973 wird am Standort Hildesheim ausgebildet. Seit 2015 ist das AMEOS Klinikum Hildesheim zudem Akademisches Lehrkrankenhaus für Pflege der FOM Hochschule Essen. Gute Noten vorausgesetzt, kann es schon während des dritten Lehrjahres mit einem Studium weitergehen, oder aber nach Abschluss der Ausbildung. So können die Gesundheits- und Krankenpfleger/innen ihren Bachelor im „Gesundheits- und Sozialmanagement“ und „Gesundheitspsychologie & Pflege“ machen und schließlich mit dem Master in „Public Health“ ihr Studium abschließen. „Wir unterstützen unsere Absolventen, wenn sie die Ausbildung abgeschlossen haben und nicht gleich wissen, wo es beruflich hingehen soll“, erklärt Konitzer-Nieder.
