Seit 2018 steht Dr. med. Wolfgang Franz als Chefarzt der Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Kardiologie und Angiologie am AMEOS Klinikum Aschersleben für eine klare Entwicklung: moderne Herzmedizin auf hohem Niveau – direkt in der Region. Sein Ziel war von Beginn an eindeutig: Herzpatientinnen und -patienten sollen rund um die Uhr optimal versorgt werden. Mit dem Aufbau eines durchgängigen 24-Stunden-Dienstsystems und der gezielten Weiterentwicklung der technischen Ausstattung ist es gelungen, eine leistungsfähige Kardiologie zu etablieren. Heute können viele komplexe Erkrankungen direkt vor Ort behandelt werden. „Mein Anspruch war es immer, moderne Kardiologie für die Menschen hier zugänglich zu machen“, erklärt Dr. med. Wolfgang Franz.
High-Tech-Medizin in der Region
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung aus moderner Technik und eingespielten Abläufen. Als Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Magdeburg A. ö. R. arbeitet das AMEOS Klinikum Aschersleben eng mit spezialisierten Zentren zusammen. Gleichzeitig kann ein Großteil der Patientinnen und Patienten direkt vor Ort versorgt werden.
Dabei kommen Verfahren zum Einsatz, die noch vor wenigen Jahren nur in großen Zentren verfügbar waren. Dazu gehören unter anderem mechanische Unterstützungssysteme bei Herzschock oder spezielle Verfahren zur Behandlung stark verkalkter Gefäße. Auch moderne Kathetertechnologien wie die sogenannte Schockwellenbehandlung finden bereits Anwendung.
Für Dr. med. Wolfgang Franz ist das kein Selbstzweck. Entscheidend ist, dass diese Technologien die Behandlung sicherer und erfolgreicher machen. „Der Fortschritt muss immer beim Patienten ankommen“, betont er.
Schnelle Hilfe entscheidet über Leben
Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören weiterhin zu den häufigsten Todesursachen. Umso wichtiger ist es, Symptome frühzeitig ernst zu nehmen. Brustschmerzen, Luftnot oder Herzrhythmusstörungen sollten immer ärztlich abgeklärt werden.
Am AMEOS Klinikum Aschersleben spielt dabei die zertifizierte Chest Pain Unit (CPU) eine zentrale Rolle. Hier können Patientinnen und Patienten mit akuten Beschwerden schnell untersucht und überwacht werden. Klare Abläufe und moderne Diagnostik ermöglichen es, innerhalb kurzer Zeit zwischen harmlosen Ursachen und lebensbedrohlichen Situationen zu unterscheiden.
Ein entscheidender Faktor ist zudem die 24-Stunden-Bereitschaft des Herzkatheterlabors. „Für Herzinfarktpatienten zählt jede Minute“, erklärt Dr. med. Wolfgang Franz. Die schnelle Versorgung verbessert nicht nur die Überlebenschancen deutlich, sondern reduziert auch langfristige Folgeschäden.
Moderne Verfahren für mehr Lebensqualität
Ein Beispiel für die kontinuierliche Weiterentwicklung ist der Zugang über die Armarterie bei Herzkatheteruntersuchungen. Diese Methode ist für viele Patientinnen und Patienten deutlich angenehmer und reduziert das Risiko von Komplikationen. Gleichzeitig ermöglicht sie eine schnellere Mobilisation nach dem Eingriff.
Auch im Bereich der Herzschrittmacher gibt es Fortschritte. Kabellose Systeme eröffnen neue Möglichkeiten, auch wenn sie aktuell noch nicht für alle geeignet sind. Für Dr. med. Wolfgang Franz ist dabei entscheidend, Nutzen und Risiko individuell abzuwägen.
Neben technischen Verfahren spielt die medikamentöse Therapie weiterhin eine zentrale Rolle, insbesondere bei Herzschwäche. Neue Wirkstoffe und individuell angepasste Behandlungsstrategien tragen dazu bei, die Lebensqualität vieler Betroffener deutlich zu verbessern.
Auch bei Herzrhythmusstörungen setzt das Team auf moderne Verfahren. So wird die sogenannte Kryoablation eingesetzt, um Vorhofflimmern gezielt zu behandeln – oft zu einem Zeitpunkt, an dem noch gute Erfolgsaussichten bestehen.
Vertrauen als Grundlage der Behandlung
Bei aller Technik bleibt für Dr. med. Wolfgang Franz ein Aspekt entscheidend: das Gespräch mit den Patientinnen und Patienten. Gerade in der Kardiologie sind viele Menschen verunsichert. Umso wichtiger ist eine verständliche und ehrliche Aufklärung.
„Nur mit Offenheit und Transparenz entsteht Vertrauen“, betont er. Dazu gehört auch, mögliche Risiken klar anzusprechen und gemeinsam die beste Entscheidung zu treffen.
Dieses Vertrauen spielt auch bei älteren Patientinnen und Patienten eine große Rolle. Moderne Medizin ermöglicht heute viele Behandlungen unabhängig vom Alter. Gleichzeitig ist eine sorgfältige Abwägung entscheidend. Nicht jede medizinisch mögliche Maßnahme ist auch sinnvoll. Hier setzt Dr. med. Wolfgang Franz bewusst auf individuelle Beratung, oft auch gemeinsam mit Angehörigen.
Enge Vernetzung für die Region
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten. Für Dr. med. Wolfgang Franz ist ein enger Austausch selbstverständlich. Viele Fälle werden direkt besprochen, oft auch kurzfristig.
Diese Vernetzung sorgt dafür, dass Patientinnen und Patienten lückenlos betreut werden und keine wichtigen Informationen verloren gehen. Das AMEOS Klinikum Aschersleben versteht sich dabei als ein zentraler Ansprechpartner für die kardiologische Versorgung in der Region.
Ein persönlicher Rat
Am Ende bleibt für Dr. med. Wolfgang Franz eine einfache Botschaft: Herzgesundheit beginnt im Alltag. Bewegung, bewusste Ernährung und ein positiver Umgang mit Stress spielen eine entscheidende Rolle.
Oder, wie er es selbst formuliert: „Treppe statt Fahrstuhl, Gemüse statt Eisbein – und den Humor nicht vergessen.“
