Knieschmerzen beim Treppensteigen. Eine Hüfte, die nachts nicht zur Ruhe kommt. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man merkt: So kann es nicht weitergehen. Genau für diesen Moment steht das AMEOS Klinikum Warendorf. Als Chefarzt der Orthopädie hat Dr. med. Philipp Ronstedt einen klaren Anspruch: Patientinnen und Patienten nicht einfach zu operieren, sondern ihnen etwas zurückzugeben. Bewegung. Freiheit. Lebensqualität.

Was das in der Praxis bedeutet, überrascht viele, die zum ersten Mal in die Klinik kommen.

Erst das Gelenk, dann die Prothese

„Wir denken nicht in Prothesen, wir denken in Gelenken.“ So bringt Dr. med. Philipp Ronstedt seine Philosophie auf den Punkt. Dieser Satz klingt selbstverständlich. Er ist es nicht. Denn in der Orthopädie entscheidet genau diese Haltung, ob jemand zu früh unters Messer kommt oder erst dann, wenn es wirklich sinnvoll ist.

Am AMEOS Klinikum Warendorf beginnt die Behandlung nicht im Operationssaal, sondern mit einem ehrlichen Gespräch. Bevor überhaupt über einen Eingriff nachgedacht wird, werden alle konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft: Physiotherapie, Medikamente, Injektionstherapien, Kooperationen mit niedergelassenen Orthopädinnen und Orthopäden in der Region. Das Ziel ist klar: Wer hierher kommt, soll das Gefühl haben, dass hier wirklich jemand hinschaut.

Erst wenn diese Maßnahmen nicht mehr ausreichen, kommt der operative Schritt. Und dann mit dem vollen Spektrum: von arthroskopischen Eingriffen, Knorpeltherapien und gelenkkorrigierenden Korrekturen bis hin zu komplexen Revisions- und Wechseloperationen an Hüfte, Knie und Schulter. Leistungen, die man früher fast ausschließlich an Universitätskliniken finden konnte.

Zu alt für eine neue Hüfte? Das stimmt nicht

„Ich bin zu alt für eine neue Hüfte.“ Diesen Satz hört Dr. med. Philipp Ronstedt regelmäßig. Und er stimmt schlicht nicht. In Deutschland gibt es keine Altersgrenze für den Gelenkersatz. Wer Schmerzen hat, soll keine Schmerzen haben müssen. Ob mit 65 oder 85.

Der entscheidende Vorteil bei planbaren Eingriffen ist die Zeit. Hausärztliche Abklärungen, kardiologische Checks, internistische Vorsorge. Je gründlicher die Vorbereitung abläuft, desto geringer das Komplikationsrisiko. Was bei einem Sturz mit Hüftbruch keine Rolle mehr spielt, kann bei einem geplanten Eingriff den Unterschied machen.

Auch jüngere Patientinnen und Patienten sind zunehmend von Gelenkverschleiß betroffen, etwa durch Sport, Überbelastung oder genetische Veranlagung. Die Klinik setzt hier konsequent auf den gelenkerhaltenden Erstansatz. So lange wie möglich. Aber wenn nicht mehr, dann mit dem besten verfügbaren Verfahren.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Diese Frage beschäftigt fast jeden, der mit anhaltenden Gelenkschmerzen zum Arzt geht. Dr. med. Philipp Ronstedt nennt drei klare Signale, die auf einen dringenden Handlungsbedarf hinweisen: Schmerzen, die trotz Physiotherapie und Medikamenten nicht nachlassen. Eine Gehstrecke, die auf wenige hundert Meter zusammengeschrumpft ist. Und Nachtschmerzen, die den Schlaf rauben und den nächsten Tag belasten.

Wer alle drei kennt, sollte nicht länger warten. „Eine zu späte Operation kann bedeutende Nachteile mit sich bringen“, sagt der Orthopäde. Muskeln bauen ab, Fehlhaltungen entstehen, der Gesamtzustand verschlechtert sich. Der Gelenkersatz wird dann nicht einfacher, er wird schwerer. Die gute Nachricht: Wer früh genug kommt, hat mehr Optionen. Und das AMEOS Klinikum Warendorf nutzt sie alle.

Schonend operieren, schnell wieder auf den Beinen

Moderne Orthopädie klingt oft nach großem Eingriff. Am AMEOS klingt sie nach kleinem Schnitt. Wo immer es geht, operiert das Team gewebeschonend und minimalinvasiv. Ob an Hüfte, Knie oder Schulter: muskelschonende Zugänge schonen das umliegende Gewebe so weit wie möglich. Das Ergebnis ist direkt spürbar: weniger Schmerzen danach, schnellere Mobilisierung, kürzerer Krankenhausaufenthalt.

In der Arthroskopie, der sogenannten Schlüssellochtechnik, lässt sich heute ein Großteil der gelenkerhaltenden Behandlungen durchführen. Meniskusrefixationen, Kreuzbandoperationen und Knorpeltherapien am Knie, Stabilisierungen und Sehnenrefixationen an der Schulter. Was früher einen großen offenen Schnitt bedeutete, ist heute oft ein präziser Eingriff durch kleine Zugänge mit Kamera und Spezialinstrumenten.

Die Vorbereitung beginnt früh: Schon vor der Operation werden Patientinnen und Patienten umfassend informiert und auf den Eingriff vorbereitet. Direkt danach setzen Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten zweimal täglich an, ein eigener Trainingsbereich auf Station ergänzt die Arbeit. Das Ziel ist eine möglichst rasche Mobilisierung, damit Patientinnen und Patienten so schnell wie möglich wieder auf die Beine kommen.

Sport ist kein Wunschtraum

Ski fahren nach dem Gelenkersatz? Bergsteigen mit künstlichem Knie? Für viele klingt das unrealistisch. Dr. med. Philipp Ronstedt sieht es anders: „Sport ist absolut möglich, und auch sinnvoll.“ Die Frage ist nicht ob, sondern wie und wann.

Entscheidend ist das persönliche Ausgangsniveau vor dem Eingriff. Wer vorher sportlich war, kann nach einer erfolgreichen Endoprothetik in den meisten Fällen wieder sportlich sein. Manche wechseln zu gelenkschonenderen Bewegungsformen wie Radfahren oder Schwimmen. Andere kehren auf die Piste oder in die Berge zurück.

Bewegung fördert nicht nur das neue Gelenk. Sie wirkt sich positiv auf den gesamten Organismus aus. Die Nachsorge am AMEOS Klinikum Warendorf ist genau darauf ausgelegt: eng verzahnt mit Schmerztherapeuten, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sowie Reha-Einrichtungen im Münsterland. Was im Operationssaal beginnt, wird konsequent zu Ende begleitet.

Qualität, die jedes Jahr neu bewiesen wird

Ein künstliches Gelenk ist eine Entscheidung fürs Leben. Deshalb verdient sie ein Zentrum, das sich messen lässt. Als zertifiziertes Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung wird die Klinik am AMEOS Klinikum Warendorf jährlich von unabhängigen Fachleuten geprüft: Behandlungsergebnisse, Abläufe, Teamqualifikation, Komplikationsraten. Alles kommt auf den Prüfstand.

Jeder Operateur muss eine festgelegte Mindestanzahl an Eingriffen pro Jahr nachweisen. Jede Operation wird von einem besonders erfahrenen Hauptoperateur durchgeführt oder direkt begleitet. Die Ergebnisse fließen anonymisiert in bundesweite Register, die frühzeitig Auffälligkeiten erkennen lassen, bei Implantaten ebenso wie bei Behandlungsverläufen.

Das mag nach Bürokratie klingen. Für Patientinnen und Patienten bedeutet es vor allem eines: Gewissheit. Nicht das Versprechen, dass alles gut wird, sondern den belegbaren Nachweis, dass alles dafür getan wird. Wer sich am AMEOS Klinikum Warendorf behandeln lässt, ist in einem Zentrum, das seine Qualität nicht nur verspricht, sondern jährlich neu belegt. Mitten im Münsterland. Mit dem Anspruch, den man sonst eher an Universitätskliniken erwartet.

Hier finden Sie alle Infos zum Fachbereich Orthopädie I, Endoprothetik & Arthroskopie.