Der Förderverein Palliative Versorgung e. V. hat die Fortbildung Psychoonkologie finanziell mit über dreitausend Euro unterstützt. An der Fortbildung, die von der Akademie für Psycho-Onkologie München durchgeführt wird und von der Deutschen Krebsgesellschaft anerkannt ist, nahm Anne Kohler-Hoffmann, Pastoralreferentin, Leitung der Klinikseelsorge im AMEOS Klinikum St. Elisabeth Neuburg teil. Die Psychoonkologie beschäftigt sich mit den seelischen und sozialen Folgen einer Krebserkrankung und mit der Frage, wie Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige bestmöglich unterstützt werden können.
Die Betreuung von Krebserkrankten und deren Angehörigen erfordert hohe fachliche und kommunikative Fähigkeiten und emotionale Belastbarkeit. Klinikseelsorgerinnen und Klinikseelsorger sind täglich mit dem Leid der Patientinnen und Patienten konfrontiert und müssen gleichzeitig souveräne und empathische Experten sein. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist es wichtig, spezifische psychoonkologische Interventionen umsetzen zu können.
„Schwere körperliche Erkrankungen sind oftmals mit erheblichen psychischen Belastungen verbunden. Eine Krebsdiagnose kann auch psychisch stabile Personen aus dem seelischen Gleichgewicht bringen“, betont Anne Kohler-Hoffmann, Leitung Klinikseelsorge. „Durch Beratung, Psychotherapie und Entspannungsverfahren möchten wir unsere Patientinnen und Patienten in allen Phasen der Erkrankung von der Diagnose bis zur Nachsorge unterstützen, ihre psychische Stabilität fördern und Ängste verringern sowie die Lebensqualität verbessern.“
„Gerade der Umgang mit krebserkrankten Patientinnen und Patienten stellt Fachkompetenz und zwischenmenschliche Anforderungen an unser ärztliches und medizinisches Personal. Die betroffenen Personen müssen ihre Krankheit verarbeiten und Schmerzen bewältigen“, so Florian Kern, Krankenhausdirektor. „Daher danken wir dem Förderverein Palliative Versorgung e. V. sehr für die Unterstützung dieser wichtigen Fortbildung. Unsere Klinikseelsorge ist nun bestens geschult, um Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige während einer schweren Erkrankung zu unterstützen und zu begleiten.“
Der Förderverein Palliative Versorgung e. V. fördert die palliative Versorgung im Raum Ingolstadt, den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen an der Ilm.
