Ein Krankenhausaufenthalt ist für viele Menschen eine belastende Zeit. Umso schwerer wiegt es, wenn Angehörige fehlen oder Besuche nicht möglich sind. Im AMEOS Klinikum Ueckermünde setzt nun ein neuer ehrenamtlicher Besuchsdienst genau hier an: Er schenkt Zeit, Aufmerksamkeit und menschliche Nähe.

„Der Besuchsdienst ist eine wertvolle Ergänzung unserer Versorgung“, sagt Stefan Fiedler, Krankenhausdirektor der AMEOS Klinika Anklam, Pasewalk und Ueckermünde. „Dass sich so viele Menschen ehrenamtlich engagieren und ihre Zeit unseren Patientinnen und Patienten schenken, freut uns sehr und ist von großer Bedeutung für die Atmosphäre und das Wohlbefinden in unseren Klinika.“

Die Ehrenamtlichen des Besuchsdienstes wurden von den Krankenhausseelsorgerinnen Birgitta Protzky und Inke Pötter ausgebildet und ergänzen die medizinischen, pflegerischen, aber auch seelsorgerlichen Angebote. In Ueckermünde engagieren sich aktuell sechs Ehrenamtliche, die ungezwungen Zeit mit den Patientinnen und Patienten verbringen, Gespräche führen, Gesellschaftsspiele spielen oder – sofern möglich – gemeinsam spazieren gehen.

„Viele der Ehrenamtlichen engagieren sich aus dem Wunsch heraus, etwas zurückzugeben und Menschen in einer schwierigen Situation nicht allein zu lassen. Für viele Patientinnen und Patienten sind diese Begegnungen ein wichtiger Lichtblick im Krankenhausalltag – besonders für Menschen, die sich allein fühlen oder keine Angehörigen in der Nähe haben“, so Inke Pötter, die evangelische Krankenhausseelsorgerin am AMEOS Klinikum Ueckermünde. Einsamkeit sei ein Thema, das sich zunehmend auch im Klinikalltag widerspiegele. Der Besuchsdienst wolle hier bewusst Nähe schaffen, zuhören und den Alltag für einen Moment leichter machen, so die Krankenhausseelsorgerin weiter.

Der Besuchsdienst ergänzt die bestehenden Angebote am Standort und ist Ausdruck eines ganzheitlichen Verständnisses von Versorgung, das neben medizinischer und pflegerischer Kompetenz auch die menschliche Zuwendung in den Blick nimmt.