Das AMEOS Klinikum Aschersleben hat sich in den vergangenen Jahren konsequent als leistungsstarker Standort für viszeralmedizinische Versorgung weiterentwickelt und setzt dabei besonders auf moderne Diagnostik, komplexe interventionelle Endoskopie und eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt dieses Prozesses stehen der kontinuierliche Ausbau technischer Möglichkeiten, die Etablierung neuer Verfahren und eine patientenorientierte Betreuung, die von der ersten Abklärung über die Therapie bis zur Nachsorge eng begleitet wird. Dr. med. Reinhard Kalinski, Zentrumsleiter Gastroenterologie, beschreibt den Standort als spezialisiertes Klinikum, in dem insbesondere bei Pankreaserkrankungen ein umfassendes diagnostisches und therapeutisches Spektrum zur Verfügung steht.
Der Befund
Am AMEOS Klinikum Aschersleben stehen für Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse moderne Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Ultraschalluntersuchungen, spezielle endoskopische Verfahren sowie Schnittbilduntersuchungen wie MRT oder CT. Wenn nötig, können dabei auch direkt Gewebeproben entnommen oder weitere medizinische Maßnahmen durchgeführt werden. Außerdem werden bei bestimmten Erkrankungen kleine Röhrchen eingesetzt, um verengte oder blockierte Gänge offen zu halten und Beschwerden zu lindern. Das kann sowohl zur Vorbereitung auf eine Operation als auch zur schonenden Therapie in fortgeschrittenen Krankheitsstadien beitragen. Dr. med. Reinhard Kalinski betont, dass die ärztliche Expertise in der Abteilung auch Verfahren wie PTCD (minimalinvasives interventionell-radiologisches Verfahren) sowie transgastrale Gallengangsdrainagen umfasst und damit selbst komplexe Situationen minimalinvasiv behandelt werden können.
Neue Standards
Eine wichtige Entwicklung der letzten eineinhalb Jahre ist, dass am Standort mehrere neue, sehr spezialisierte Methoden fest im Klinikalltag eingeführt wurden und bereits erfolgreich zum Einsatz kamen. So können zum Beispiel Flüssigkeitsansammlungen, die nach einer schweren Entzündung der Bauchspeicheldrüse entstehen, heute oft schonend von innen abgeleitet werden. Auch Veränderungen an einer kleinen Öffnung im Bereich der Gallen- und Bauchspeicheldrüse können nach genauer Untersuchung direkt endoskopisch behandelt werden, ohne dass in vielen Fällen sofort eine große Operation nötig ist. Diese Verfahren werden in enger Abstimmung mit der Viszeralchirurgie umgesetzt und zeigen, wie gezielt und strukturiert das AMEOS Klinikum Aschersleben seine Expertise ausbaut. Dr. med. Reinhard Kalinski weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass das Halten dieser hohen Standards einen erhöhten apparativen Aufwand bedeutet, der durch die Geschäftsführung aktiv unterstützt wird.
Breites Spektrum
Auch bei Erkrankungen des Dickdarms hat sich das Spektrum am Standort deutlich erweitert. Am AMEOS Klinikum Aschersleben können größere auffällige Veränderungen im Darm inzwischen oft schonend entfernt werden – auch dann, wenn sie sehr breit sind und eine Größe von bis zu zehn Zentimetern erreichen. Im Bereich der Speiseröhre liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Früherkennung von Veränderungen, die langfristig ein Risiko darstellen können. Dafür kommen moderne Untersuchungsmethoden zum Einsatz, mit denen verdächtige Stellen an der Schleimhaut genauer sichtbar gemacht werden. Auffällige Bereiche können in vielen Fällen direkt während der Abklärung gezielt entfernt oder schonend behandelt werden, sodass oft kein größerer Eingriff nötig ist. Dr. med. Reinhard Kalinski betont, dass das Team auch bei komplexeren Situationen über viel Erfahrung verfügt und spezielle endoskopische Verfahren in Speiseröhre und Magen sicher anwenden kann.
Mehr Endosono
Parallel dazu ist die Endosonografie in den vergangenen 18 Monaten deutlich ausgebaut worden. Die Anzahl der Untersuchungen im Bereich von Speiseröhre, Magen, Gallenwegen und Zwölffingerdarm hat sich nahezu verdoppelt, wobei neben der reinen Diagnostik auch Interventionen und Punktionsverfahren genutzt werden. Das AMEOS Klinikum Aschersleben bietet damit eine Versorgung, die nicht nur in der Breite, sondern auch in der Tiefe deutlich gestärkt wurde. Dr. med. Reinhard Kalinski ergänzt außerdem, dass auch Langzeitkomplikationen nach PEG-Anlage, wie etwa ein sogenannter Buried Bumper, minimalinvasiv und mit hoher Expertise betreut werden können. Dabei rutscht ein Teil der Sonde in die Magenwand und sitzt dort fest.
Onkologie-Fokus
In der Onkologie und Gastroenterologie zählen am Standort insbesondere Tumorerkrankungen des Verdauungstraktes zu den häufigsten Behandlungsanlässen. Dazu gehören unter anderem das kolorektale Karzinom, Magenkarzinome, Pankreaskarzinome, Leberkarzinome sowie Gallengangskarzinome, ebenso wie Ösophaguskarzinome, bei denen operative Eingriffe in Kooperation mit dem Klinikum Magdeburg erfolgen. Gerade bei diesen komplexen Erkrankungen zeigt sich, wie entscheidend die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist, die am AMEOS Klinikum Aschersleben fest im Alltag verankert ist. Dr. med. Reinhard Kalinski beschreibt endoskopische Untersuchungen als dynamische Prozesse, bei denen ein Bild oft mehr aussagt als viele Worte und dass die direkte Demonstration endoskopischer Befunde für die Viszeralchirurgie ein besonders wertvoller Bestandteil der gemeinsamen Entscheidungsfindung ist.
Hand in Hand
Patientinnen und Patienten profitieren ganz konkret davon, dass Gastroenterologie, Onkologie und Chirurgie eng verzahnt arbeiten. Eine fachübergreifende Planung chirurgischer Maßnahmen und ein abgestimmtes Vorgehen führen zu einem traumaarmeren und komplikationsärmeren Setting, das im besten Fall eine schnellere Genesung und frühere Entlassung ermöglicht. Dr. med. Reinhard Kalinski erklärt, dass durch gemeinsames intraoperatives Handeln sogar eine Kombination aus minimalinvasiver Schlüsselloch-Technologie von innen und außen möglich wird, wodurch die Eingriffe für die Betroffenen besonders schonend umgesetzt werden können. Das Haus setzt damit konsequent auf moderne Medizin, die nicht nur hoch spezialisiert, sondern auch effizient und patientenorientiert gestaltet ist.
Tumorkonferenz
Damit die Therapie, insbesondere bei onkologischen Erkrankungen, interdisziplinär abgestimmt und leitliniengerecht getroffen werden, spielt die wöchentliche Tumorkonferenz eine zentrale Rolle. Hier arbeiten Gastroenterologie, Viszeralchirurgie, Onkologie sowie Strahlentherapie eng zusammen, wobei auch endoskopische Bildbefunde gemeinsam diskutiert werden. Gleichzeitig tragen kurze Wege und eine jederzeitige Ansprechbarkeit zwischen den Abteilungen dazu bei, dass Entscheidungen nicht verzögert werden und Patientinnen und Patienten von einem strukturierten, vorausschauenden Behandlungsverlauf profitieren. Das AMEOS Klinikum Aschersleben stellt dabei sicher, dass histologische Befunde zeitnah gesichtet und notwendige Informationen unmittelbar in die Versorgung eingebunden werden.
Blick nach vorn
Neben aller Technik bleibt für die Zukunft ein zentraler Gedanke bestehen: Qualität entsteht nicht nur durch modernes Equipment, sondern vor allem durch Wissen, Erfahrung und Teamkultur. Das AMEOS Klinikum Aschersleben möchte die interventionelle Gastroenterologie daher weiter vorantreiben, indem neue Entwicklungen wie Cholangioskopie (Spezial-Untersuchung der Gallenwege) oder innovative Instrumente wie das Hybridknife geprüft und dort eingesetzt werden, wo sie die Behandlung weiter verbessern. Gleichzeitig sagt Dr. med. Reinhard Kalinski, dass kontinuierliche Fortbildung, Freude an der täglichen Arbeit und ein professioneller, respektvoller Umgang im Team entscheidende Voraussetzungen für medizinische Hochleistung sind. Denn nur ein zufriedenes Team kann dauerhaft Höchstleistungen erbringen und Patientinnen und Patienten auch bei schweren Erkrankungen nicht nur medizinisch, sondern auch menschlich zuverlässig begleiten.
