Anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai macht das AMEOS Klinikum Bremerhaven auf die gravierenden gesundheitlichen Folgen des Rauchens aufmerksam. Unter dem diesjährigen Motto der Weltgesundheitsorganisation (WHO) „Geben Sie jedem Tag eine Chance, zum Nichtrauchertag zu werden“ rückt das Klinikum insbesondere die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) sowie Lungenkrebs in den Fokus - zwei der häufigsten und schwerwiegendsten durch Rauchen verursachten Erkrankungen.

„Rauchen ist der mit Abstand wichtigste Risikofaktor für die Entstehung einer COPD. Rund 80 bis 90 Prozent aller COPD und Lungenkrebs-Erkrankungen stehen in direktem Zusammenhang mit Tabakkonsum“, erklärt Dr. med. Christoph Schaudt, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Intensiv- und Beatmungsmedizin. Die langfristigen Folgen des Rauchens werden dabei von vielen Patientinnen und Patienten oft unterschätzt. „Die COPD entwickelt sich oft schleichend und wird daher häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert“, so der Mediziner.  

Die Erkrankung führt zu einer dauerhaften Verengung der Bronchien und einer zunehmenden Einschränkung der Lungenfunktion. Betroffene leiden häufig unter chronischem Husten, Auswurf und Atemnot, zunächst bei Belastung, später oft schon in Ruhe. 

Weltweit zählen COPD und Lungenkrebs zu den häufigsten Todesursachen. In Deutschland erkranken jährlich ca. 25.000 Frauen und ca. 34.000 Männer an Lungenkrebs. Pro Jahr sterben über 35.000 Menschen an dieser Erkrankung. 

Da zerstörtes Lungengewebe nicht regeneriert werden kann, ist Prävention von zentraler Bedeutung. Der wirksamste Schutz vor COPD und Lungenkrebs ist daher der Verzicht auf das Rauchen beziehungsweise der frühzeitige Rauchstop. Bereits kurze Zeit nach dem Rauchverzicht beginnt der Körper mit Regenerationsprozessen. Dadurch kann eine Erkrankung deutlich verlangsamt und das Risiko weiterer schwerer Komplikationen gesenkt werden.

Die Klinik für Pneumologie, Intensiv- und Beatmungsmedizin am AMEOS Klinikum Bremerhaven bietet Patientinnen und Patienten ein umfassendes Spektrum moderner diagnostischer und therapeutischer Verfahren zur Früherkennung, Abklärung und Behandlung von COPD und Lungenkrebs sowie weiterer Atemwegs- und Lungenerkrankungen. 

Gemeinsam mit der Sektion für Thoraxchirurgie steht dabei eine interdisziplinäre Versorgung auf höchstem medizinischem Niveau zur Verfügung, von der modernen Lungenfunktionsdiagnostik über minimalinvasive Eingriffe bis hin zur operativen Behandlung komplexer Erkrankungen der Lunge und des Brustkorbs. Ziel der individuell zugeschnittenen Behandlung ist stets, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig zu verbessern. 

Patientinnen und Patienten mit Beschwerden der Atemwege oder Fragen zur Lungengesundheit können sich jederzeit zur Terminvereinbarung an das Sekretariat der Klinik für Pneumologie, Intensiv- und Beatmungsmedizin unter der Telefonnummer 0471 182 - 1236 wenden.