Wer sich einer Operation stellen muss, will vor allem eines wissen: Bin ich hier in guten Händen? Am AMEOS Klinikum Warendorf leitet Dr. med. Barbara Schulze Eilfing die Chirurgie. An ihrer Seite: ihr Ehemann Dr. Lothar Biermann, der die Bauchchirurgie verantwortet. Ihr Versprechen klingt einfach: Jeden Menschen so behandeln, wie man es sich für die eigene Familie wünschen würde. Was das im Alltag bedeutet, zeigt ein Blick hinter die Kulissen.

Drei Disziplinen, ein Team

Am AMEOS Klinikum Warendorf arbeiten drei chirurgische Fachrichtungen unter einem Dach: die Allgemeinchirurgie, die Bauchchirurgie (Viszeralchirurgie) und die Gefäßchirurgie. Der Vorteil für Patientinnen und Patienten: Wenn während einer Behandlung zum Beispiel ein Gefäßspezialist gebraucht wird, ist er sofort verfügbar. Es muss niemand in ein anderes Krankenhaus verlegt werden.

Dr. med. Barbara Schulze Eilfing beschreibt die Zusammenarbeit im Haus als familiär. Man kenne sich, die Wege seien kurz. Genau darin sieht sie den Schlüssel für eine sichere Behandlung.

Schlüssellochtechnik statt großer Schnitt

Am AMEOS Klinikum Warendorf ist die sogenannte Schlüssellochtechnik heute Standard. Dabei operieren die Chirurgen durch kleine Hautschnitte von wenigen Millimetern, statt den Bauch großflächig zu öffnen. Das gilt für Eingriffe an der Gallenblase und am Blinddarm genauso wie bei Leistenbrüchen oder Darmkrebsoperationen. Selbst bei Magenkrebs setzt das Team auf diese schonende Methode.

Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: weniger Schmerzen nach der Operation, kleinere Narben und eine schnellere Rückkehr in den Alltag.

Zusätzlich nutzt das AMEOS Klinikum Warendorf einen speziellen Leuchtfarbstoff (ICG). Er macht während der Operation sichtbar, ob das Gewebe gut durchblutet ist. Das ist besonders wichtig, wenn zum Beispiel Darmnähte sicher heilen sollen.

Zertifiziertes Hernienzentrum am AMEOS Klinikum Warendorf

Hernien sind Brüche in der Bauchwand, also Leistenbrüche, Nabelbrüche oder Narbenbrüche. Viele Menschen kennen das Problem. Am AMEOS Klinikum Warendorf gibt es dafür ein zertifiziertes Hernienzentrum. Das bedeutet: Die Qualität der Behandlung wird regelmäßig von außen überprüft. Die Ärzte bilden sich gezielt fort und können aus verschiedenen Operationsmethoden die passende für jeden Einzelfall auswählen.

Darmkrebszentrum: Viele Fachrichtungen, ein Behandlungsplan

Die Diagnose Darmkrebs ist für Betroffene ein Schock. Am AMEOS Klinikum Warendorf arbeitet deshalb ein ganzes Netz aus Fachleuten zusammen: Chirurgen, Krebsspezialisten (Onkologen), Magen-Darm-Ärzte (Gastroenterologen) und Strahlentherapeuten. Gemeinsam bilden sie ein zertifiziertes Darmkrebszentrum.

Jeder Fall wird in einer sogenannten Tumorkonferenz besprochen. Dort legen die Experten gemeinsam fest, welche Behandlung am besten passt. Manchmal ist eine Chemotherapie oder Bestrahlung vor der Operation sinnvoll, manchmal nicht. Diese Entscheidung wird für jeden Patienten einzeln getroffen.

Was viele Betroffene besonders schätzen: Neben der rein medizinischen Behandlung gibt es am AMEOS Klinikum Warendorf ein Unterstützungsteam. Physiotherapeuten, Ernährungsberater, Psychologen und ein Casemanagement begleiten Patientinnen und Patienten von der Diagnose an, bündeln Befunde und sind Ansprechpartner bei Sorgen und Fragen.

Wenn der Fall besonders komplex ist, etwa weil der Krebs auch die Leber betroffen hat, arbeitet das AMEOS Klinikum Warendorf eng mit den spezialisierten Leberchirurgen des Universitätsklinikums Münster zusammen.

Schilddrüsen-OP: Maximale Schonung der Stimme

Bei Eingriffen an der Schilddrüse sorgen sich viele um ihre Stimme. Verständlich, denn in unmittelbarer Nähe der Schilddrüse verläuft ein feiner Nerv, der die Stimmbänder steuert. Er ist nicht dicker als eine Bleistiftmine.

Am AMEOS Klinikum Warendorf wird deshalb grundsätzlich mit Lupenbrille operiert, um diesen Nerv sicher zu erkennen. Zusätzlich kommt ein sogenanntes Neuromonitoring zum Einsatz: Der Nerv wird während der Operation mit einem kleinen elektrischen Impuls angeregt und gibt daraufhin ein akustisches Signal. Solange dieses Signal stabil bleibt, weiß das Operationsteam, dass der Nerv unverletzt ist.

Adipositas-Zentrum: Individuelle Therapie statt Stigma

Starkes Übergewicht, medizinisch Adipositas, betrifft in Deutschland rund 30 Prozent der Bevölkerung. Trotzdem erleben viele Betroffene, dass ihre Erkrankung nicht ernst genommen oder als persönliches Versagen abgetan wird.

Das Adipositas-Zentrum am AMEOS Klinikum Warendorf geht einen anderen Weg. Gemeinsam mit der Klinik für Diabetologie entwickelt das Team für jeden Betroffenen ein individuelles Behandlungskonzept. Dazu gehören Ernährungsberatung, die Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen und regelmäßige Informationsveranstaltungen. Am Ende steht nicht immer eine Magenverkleinerung. Das Ziel ist ein gesünderes Leben mit weniger Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes.

Hilfe bei Enddarmerkrankungen

Probleme am Enddarm wie Hämorrhoiden oder Inkontinenz sind für Betroffene oft mit großer Scham verbunden. Manche ziehen sich sogar aus dem sozialen Leben zurück. Dabei gibt es heute viele Möglichkeiten zu helfen.

Am AMEOS Klinikum Warendorf kümmert sich Dr. Minke Barendse-Hofmann um diese Patientinnen und Patienten. Neben Medikamenten und Operationen kommt unter anderem die sogenannte Sakralnervenstimulation zum Einsatz. Dabei wird eine Art kleiner Schrittmacher eingesetzt, der den Schließmuskel unterstützt.

Persönliche Betreuung vom Erstgespräch bis zur Entlassung

Der erste Kontakt findet oft in der Sprechstunde statt. Das Team nimmt sich Zeit, Patientinnen und Patienten kennenzulernen, auch über die eigentliche Erkrankung hinaus: Welche Vorerkrankungen gibt es? Welche Medikamente werden eingenommen? Wie sieht das häusliche Umfeld aus?

Am Tag der Operation kommen die meisten Patientinnen und Patienten erst direkt zum Eingriff, damit sie die Nacht davor noch zu Hause in gewohnter Umgebung verbringen können. Vorher gibt es ein persönliches Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt. Nach der Operation werden auf Wunsch die Angehörigen telefonisch informiert.

Nachwuchsförderung mit Haltung

Chirurgie ist ein Handwerk. Am AMEOS Klinikum Warendorf werden junge Ärztinnen und Ärzte deshalb früh an Operationen herangeführt, zunächst unter Anleitung, dann mit zunehmender Eigenverantwortung. Dr. med. Barbara Schulze Eilfing setzt sich besonders dafür ein, dass junge Mütter in Teilzeit nicht benachteiligt werden. Ebenso wichtig ist ihr eine offene Fehlerkultur: Wer etwas bemerkt, muss es ansprechen dürfen, egal ob Assistenzarzt oder Chefarzt.

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