Bereits zum 15. Mal hat das Ueckermünder Parkinson-Treffen Betroffene, Angehörige und Fachkräfte zusammengebracht. Die erneut große Beteiligung zeigt: Der Bedarf an niedrigschwelligen Informations- und Austauschangeboten für Menschen mit Parkinson und ihr Umfeld ist ungebrochen. Was vor vielen Jahren als Informationsveranstaltung begann, hat sich längst zu einem festen Bestandteil der regionalen Versorgungslandschaft entwickelt.

Dabei wurde auch in diesem Jahr deutlich, dass die Teilnehmenden weit mehr als medizinisches Fachwissen mit nach Hause nahmen. Viele Betroffene und Angehörige kennen sich inzwischen über Jahre hinweg – neue Kontakte entstehen ebenso selbstverständlich wie Gespräche über Herausforderungen, die der Alltag mit der Erkrankung mit sich bringt.

Eine besondere Stärke des Ueckermünder Parkinson-Treffens liegt seit jeher in der Verbindung unterschiedlicher Perspektiven: Medizinische Expertise trifft auf therapeutische Erfahrung und die gelebte Realität von Betroffenen und Angehörigen. Die langjährige Zusammenarbeit zwischen der Klinik für Neurologie am AMEOS Klinikum Ueckermünde und der Parkinson-Selbsthilfe in Mecklenburg-Vorpommern trägt wesentlich dazu bei, dass die Veranstaltung weit über eine klassische Patienteninformation hinausgeht.

„Viele Menschen kommen seit Jahren zu diesem Treffen – nicht nur wegen der Vorträge“, sagt Thomas Krüger, Chefarzt der Klinik für Neurologie am AMEOS Klinikum Ueckermünde. „Sie kommen, weil sie erleben, dass andere ähnliche Erfahrungen machen, weil sie Fragen stellen können und weil sie neue Anregungen und Zuversicht mit nach Hause nehmen. Gerade bei einer chronischen Erkrankung wie Parkinson sind Vernetzung und gegenseitige Unterstützung von unschätzbarem Wert. Diese Verbindung von medizinischem Wissen und menschlichem Austausch macht die Veranstaltung für mich so besonders.“

Auch die praxisnahen Angebote stießen erneut auf großes Interesse. Die Workshops der Ergo-, Physio- und Logopädie vermittelten konkrete Hilfestellungen für den Alltag und machten deutlich, wie wichtig ein interdisziplinärer Blick auf die Erkrankung ist. Die Teilnehmenden erhielten nicht nur Informationen, sondern konnten Übungen ausprobieren und Strategien kennenlernen, die ihnen im täglichen Leben Orientierung und Sicherheit geben.

Dass das Parkinson-Treffen mittlerweile auf eine 15-jährige Geschichte zurückblicken kann, ist für Chefarzt Krüger Ausdruck eines kontinuierlichen Engagements für die Menschen in der Region: „Parkinson begleitet Betroffene und ihre Familien oft über viele Jahre. Umso wichtiger sind Orte, an denen Wissen verständlich vermittelt wird, Begegnung möglich ist und niemand das Gefühl haben muss, mit seinen Fragen allein zu sein.“

Das Ueckermünder Parkinson-Treffen wird von der Gesundheitsregion Vorpommern organisiert – einem gemeinsamen Projekt der AMEOS Einrichtungen in Vorpommern und des Ärztenetzes HaffNet. Die anhaltend positive Resonanz zeigt, dass solche Formate einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Versorgung, Selbsthilfe und persönliche Unterstützung miteinander zu verbinden.