Am 1. September 1976 begann Iris Torau ihre berufliche Laufbahn in der Psychiatrie in Haldensleben. Seitdem hat sie die Entwicklung der Pflege und Psychiatrie über fünf Jahrzehnte miterlebt. Und ans Aufhören denkt sie noch lange nicht. 

50 Jahre sind schnell vergangen

„Es ist schon Wahnsinn. 50 Jahre und die Zeit ist so schnell vergangen“, sagt Iris Torau. Als 17-Jährige kam sie ins Krankenhaus. Nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester arbeitete sie zunächst auf der Neurologie, später auf verschiedenen psychiatrischen Stationen.

Besonders gern erinnert sie sich an die Zeit, in der die Patienten noch viel stärker in den Stationsalltag eingebunden waren. Es gab Werkstätten und eine Gärtnerei, Patienten übernahmen Aufgaben in der Küche und es gab regelmäßig gemeinsame Veranstaltungen. „Wir hatten alle 14 Tage einen Patientenkranz im Kulturhaus. Das war immer ganz schön“, erzählt Torau. Auch Gartenfeste, gemeinsames Grillen oder eine Ergotherapeutin, die mit dem Akkordeon über die Stationen ging und mit den Patienten sang, sind ihr bis heute in Erinnerung.

Wissen weitergeben

Ihr Wissen hat Iris Torau nicht nur im Arbeitsalltag weitergegeben. Einige Jahre war sie als Lehrausbilderin tätig und begleitete Schülerinnen und Schüler während ihrer Ausbildung. Heute würde man diese Aufgabe als Praxisanleitung bezeichnen.

Auch heute noch gibt sie ihre Erfahrungen gerne weiter. Regelmäßig besucht sie mit Auszubildenden das Psychiatrie-Museum und erzählt ihnen, wie die Arbeit und das Leben in der Psychiatrie früher aussahen. „Das ist mir wichtig, weil man diese Geschichte sonst irgendwann nicht mehr kennt.“

Dabei blickt sie selbst mit einer gewissen Gelassenheit auf die Veränderungen zurück. Auch nach 50 Jahren hat sie ihre Freude an der Arbeit nicht verloren. 

Noch kein Abschied

An den Ruhestand denkt Torau deshalb noch nicht. Auch nach 50 Jahren arbeitet sie weiterhin in Vollzeit. Wenn sie fit bleibt, möchte sie gerne weiterarbeiten, möglicherweise später mit reduzierter Stundenzahl.

Wie sie die Arbeit nach einem Dienst hinter sich lässt, hat sie dabei für sich längst entschieden: „Wenn ich die Tür zumache, beginnt mein Privatleben.“ Gedanken aus der Klinik nimmt sie nicht mit nach Hause. Dort wartet ihr Hund.

Und so lautet ihr persönlicher Blick auf die kommenden Jahre: „Solange ich gebraucht werde und es mir gut geht, mache ich eben weiter.“

Das AMEOS Klinikum Haldensleben gratuliert Iris Torau herzlich zu ihrem 50-jährigen Dienstjubiläum und bedankt sich für fünf Jahrzehnte Engagement, Erfahrung und Verbundenheit mit den Patientinnen und Patienten.

Foto: AMEOS

 

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