Wenn die Beine beim Gehen schmerzen, Wunden schlecht heilen, die Halsschlagader verengt ist oder ein Gefäß akut verschlossen ist, kann eine gefäßmedizinische Behandlung notwendig werden. Die Klinik für Gefäßchirurgie am AMEOS Klinikum Eutin bietet ein umfassendes Spektrum moderner Diagnostik und Therapie bei Erkrankungen der Arterien und Venen.

Behandelt werden unter anderem Durchblutungsstörungen der Arme und Beine (pAVK), Erkrankungen der Hauptschlagader, Verengungen der Halsschlagadern zur Schlaganfallvorbeugung sowie akute Gefäßverschlüsse. Auch venöse Erkrankungen, chronische Wunden und das diabetische Fußsyndrom gehören zum Spektrum. Zum Einsatz kommen dabei sowohl moderne kathetergestützte und minimalinvasive Verfahren als auch klassische Operationen. Je nach Erkrankung können die Verfahren miteinander kombiniert werden.

 

Behandlung von Aortenaneurysmen
Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Behandlung von Aortenaneurysmen. Dabei handelt es sich um Aussackungen der Hauptschlagader, die je nach Größe und Entwicklung ein gesundheitliches Risiko darstellen können. In Eutin kommen moderne endovaskuläre Verfahren zum Einsatz, bei denen die betroffene Gefäßstelle über einen vergleichsweise kleinen Zugang versorgt wird.

Bei Aneurysmen der Bauchaorta kann hierfür das Verfahren EVAR (Endovascular Aortic Repair), bei Erkrankungen der Brustschlagader TEVAR (Thoracic Endovascular Aortic Repair) eingesetzt werden. Bei geeigneter Gefäßanatomie ermöglichen diese Verfahren eine schonende Behandlung.

„Wir können Patientinnen und Patienten mit sehr unterschiedlichen Gefäßerkrankungen behandeln und die Therapie individuell auf ihre Situation abstimmen. Gerade bei älteren Menschen oder Patientinnen und Patienten mit mehreren Begleiterkrankungen sind schonende, minimalinvasive Verfahren häufig eine wichtige Möglichkeit“, sagt Dr. med. Parham Damirchi, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie.

 

Behandlung von Dialysepatienten
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die Versorgung von Menschen mit chronischer Nierenerkrankung und Dialysepflicht. Die Gefäßchirurgie kümmert sich um die Anlage und den Erhalt der benötigten Gefäßzugänge. Dazu gehören beispielsweise sogenannte Shunts, die für die regelmäßige Dialyse benötigt werden. Auch wenn ein bestehender Zugang verengt, verschlossen oder anderweitig beeinträchtigt ist, kann die Gefäßchirurgie tätig werden.

„Ein gut funktionierender Dialysezugang ist für die betroffenen Menschen von großer Bedeutung. Deshalb arbeiten wir eng mit der Nephrologie und Dialyse zusammen, um Gefäßzugänge möglichst langfristig zu erhalten“, so Dr. Damirchi.

 

Die enge Zusammenarbeit mit weiteren Fachbereichen wie Radiologie und Anästhesiologie ermöglicht eine fachübergreifende Versorgung auch von komplex erkrankten und mehrfach vorerkrankten Patientinnen und Patienten.

Mit ihrem breiten Leistungsspektrum richtet sich die Klinik an Menschen mit arteriellen und venösen Gefäßerkrankungen aus Eutin und der gesamten Region – von chronischen Durchblutungsstörungen und schlecht heilenden Wunden über Erkrankungen der Aorta bis hin zu akuten gefäßchirurgischen Notfällen und der Versorgung von Dialysezugängen.