Eutin. Das AMEOS Klinikum Eutin heißt Prof. Dr. med. Georg Royl herzlich als neuen Chefarzt der Klinik für Neurologie und Frührehabilitation willkommen. Mit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung sowie besonderer Expertise in der Behandlung von neurovaskulären Erkrankungen leitet er ab dem 1. Oktober das Team vor Ort.
Neurovaskuläre Erkrankungen betreffen die Blutgefäße, die das Gehirn und andere Bereiche des Nervensystems versorgen. Dazu zählen insbesondere Schlaganfälle, die durch eine Durchblutungsstörung oder eine Blutung im Gehirn entstehen. Auch Verengungen der Halsschlagader, Hirnvenenthrombosen und Entzündungen der Blutgefäße gehören zu diesen Krankheitsbildern. Darüber hinaus deckt die Klinik das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen ab – von Multipler Sklerose über Parkinson und Epilepsie bis hin zu Demenz- und neuromuskulären Erkrankungen.
Nach Studium und Facharztausbildung an der Charité Berlin war Prof. Royl dort als Oberarzt an der Klinik für Neurologie tätig und habilitierte sich in der Schlaganfallforschung. 2013 wechselte er an das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein am Campus Lübeck. Dort baute er als Leiter der Schlaganfallstation das neurovaskuläre Zentrum sowie das Schlaganfallnetzwerk Schleswig-Holstein Süd auf. Er verfügt zudem über umfangreiche Erfahrung in der Intensivmedizin und der Behandlung neurologischer Krankheitsbilder.
„Professor Royl ist ein großer Gewinn für die Klinik der Neurologie sowie für den Standort Eutin. Er und unser erfahrenes Team werden die Entwicklung der Neurologie konsequent vorantreiben“, betont Lena Radtke, Krankenhausdirektorin der AMEOS Klinika Holstein Somatik. Die Fachrichtung ergänze den Standort ideal: „Dass die Neurologie nun vor Ort ist, erleichtert die Abstimmung und schafft kurze Wege für unsere Patientinnen und Patienten.“
Auch Professor Royl freut sich darauf, den Fachbereich der Neurologie im AMEOS Klinikum Eutin weiter auszubauen. „Besonders reizvoll ist für mich die Möglichkeit, Akutneurologie, Schlaganfallversorgung und neurologische Frührehabilitation eng miteinander zu verbinden,“ sagt Royl. „Gleichzeitig bietet der Standort mit seinen unterschiedlichen Fachdisziplinen sehr gute Voraussetzungen für eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit.“
Zugleich feiert das Klinikum einen bedeutenden Meilenstein für die Gesundheitsversorgung in der Region: Ende September ist die Klinik für Neurologie und neurologische Frührehabilitation vollends vom AMEOS Klinikum Oldenburg nach Eutin umgezogen. Gemeinsam mit dem neuen Chefarzt ist ein rund 50-köpfiges Team aus Ärztinnen und Ärzten, Pflege- sowie Therapiekräften von Oldenburg nach Eutin gewechselt. Dadurch bleiben gewachsene Strukturen und langjährige Erfahrungswerte vollumfänglich erhalten.
Durch die Verlagerung der Akutneurologie und Frührehabilitation nach Eutin erweitert das AMEOS Klinikum sein Angebot um die Versorgung von Schlaganfällen und neurologischen Notfällen. Patienten werden künftig von der Akutphase bis zur Reha nahtlos unter einem Dach behandelt. Dies ist ein weiterer Schritt von AMEOS, die medizinische Versorgung in Holstein gebündelt und zukunftssicher aufzustellen.
