Das Medizinforum „Gesund an der Peene“ geht in die Sommerpause. Bis die beliebte Veranstaltungsreihe im September mit neuen Gesundheitsthemen zurückkehrt, gibt Dr. med. Claudia Koehler, Fachärztin für Allgemeinmedizin am AMEOS Poliklinikum Anklam, Hitze-Tipps für Jung und Alt – denn die erste Hitzewelle ist zwar überstanden, doch es wird nicht die letzte für diesen Sommer gewesen sein.
Während viele den Sommer genießen, beobachten Hausärztinnen und Hausärzte in dieser Zeit regelmäßig ein anderes Bild: Menschen mit Schwindel, Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen oder ausgeprägter Erschöpfung. Oft steckt dahinter kein akuter Infekt, sondern schlicht die Belastung durch die Hitze. „Viele Patientinnen und Patienten merken erst spät, wie stark hohe Temperaturen den Körper beanspruchen können“, sagt die Allgemeinmedizinerin. Besonders betroffen seien ältere Menschen, kleine Kinder, Schwangere sowie Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder anderen chronischen Leiden.
Damit es gar nicht erst zu gesundheitlichen Problemen kommt, empfiehlt die Hausärztin die sogenannten fünf H-Regeln. Dahinter verbergen sich keine komplizierten medizinischen Maßnahmen, sondern einfache Verhaltensweisen für den Alltag. Wer ausreichend trinkt, körperliche Belastungen in die kühleren Morgenstunden verlegt und die Wohnung möglichst kühl hält, entlastet den Kreislauf bereits erheblich. Auch helle, luftige Kleidung kann helfen, die Körpertemperatur zu regulieren.
Besonders aufmerksam sollte man auf Warnsignale des Körpers achten. „Schwindel, Verwirrtheit, starke Schwäche oder Atemnot sind keine Beschwerden, die man einfach aussitzen sollte“, betont Dr. Koehler. Dann gelte die wichtigste der fünf H-Regeln: Hilfe holen. Gerade bei älteren Menschen zeigten sich hitzebedingte Beschwerden oft schleichend. Nicht selten seien Angehörige oder Nachbarn die Ersten, denen Veränderungen auffallen. „Deshalb gehört zum Hitzeschutz auch, aufeinander zu achten“, sagt die Medizinerin. Ein kurzer Anruf oder ein Besuch könne manchmal mehr bewirken als jede Wetter-App.
Die fünf H-Regeln fassen die wichtigsten Empfehlungen zusammen: ausreichend Hydrieren, Hitze meiden, das Haus kühl halten, helle Kleidung tragen und bei Warnzeichen rechtzeitig Hilfe holen. „Das klingt erstmal einfach“, sagt Dr. Koehler. „Aber genau diese einfachen Maßnahmen verhindern jedes Jahr viele gesundheitliche Probleme.“
Mit den Hitze-Tipps überbrückt AMEOS die Pause des Medizinforums und unterstreicht seinen Anspruch, als regionaler Gesundheitsversorger medizinisches Wissen verständlich, alltagsnah und niedrigschwellig zu vermitteln. Das Medizinforum „Gesund an der Peene“ kehrt am 16. September mit Dr. med. Susanne Letzel, Leitende Oberärztin der Klinik für Neurologie am AMEOS Klinikum Ueckermünde zum Thema „Mit einem Schlag ist alles anders – einen Schlaganfall erkennen und richtig handeln“ zurück.
