09.11.2018  | AMEOS Klinikum Kaiserstuhl

Medizinforum: Vogtsburger Herzseminar 2018

Bekannte Kardiologen und Herzchirurgen sprechen auf Vogtsburger Herzseminar. Auch in diesem Jahr lädt das AMEOS Klinikum Kaiserstuhl gemeinsam mit der Stadt Vogtsburg, der Deutschen Herzstiftung und dem Verein der Freunde und Förderer des Krankenhauses Dr. Lay in die Festhalle nach Vogtsburg-Bischoffingen ein. Das Herzseminar 2018 findet am 23.11.2018 ab 19 Uhr in der Festhalle, Sinnweg 1 in Vogtsburg-Bischoffingen statt. Als eine von deutschlandweit über 1000 Aufklärungsveranstaltungen, die im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung jährlich stattfinden, bietet es hochwertige und laienverständliche Vorträge über Herzerkrankungen, Behandlung und Prävention an. Das Motto des diesjährigen Herzseminars lautet: „Herz außer Takt“. Der Eintritt ist frei.

„Das Herzseminar ist eine wichtige Informations- und auch Bildungsveranstaltung für die interessierte Bevölkerung der Region. Die hochkarätigen Referenten, sprechen für die erfolgreiche Vernetzung des AMEOS Klinikums Kaiserstuhl zur Universitätsklinik in Freiburg und des Universitären Herzzentrums Freiburg-Bad Krozingen“, betont Benjamin Bohn, Bürgermeister Vogtsburg im Kaiserstuhl im Vorfeld der Veranstaltung.

Das wesentliche Element einer erfolgreichen kardiologischen Patientenbehandlung ist ein gutes Zusammenspiel von hausärztlicher Versorgung und spezialisierter weiterführender Diagnostik und Therapie im Schwerpunktzentrum. Das Herzseminar soll insbesondere interessierten Patienten und ihren Angehörigen helfen, ein Verständnis für die Entstehung, Vermeidung und Behandlung von Herzerkrankungen zu gewinnen und den Gästen die Möglichkeit geben, persönliche Fragen zum Vorhofflimmern oder zu anderen bekannten Herzerkrankungen, im direkten Dialog mit den Zentrumsmedizinern zu diskutieren.

Nach einem Grußwort des Bürgermeisters, folgt die Begrüßung der Gäste durch Dr. Rengshausen, Chefarzt am AMEOS Klinikum Kaiserstuhl, mit einem Resümee des vergangenen Jahres und einem kurzen Ausblick in die Zukunft des seit 60 Jahren bestehenden Krankenhauses.

Im ersten Vortrag informiert Univ.-Prof. Dr. Franz-Josef Neumann, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie II am Universitäts-Herzzentrum Freiburg-Bad Krozingen über eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen, das Vorhofflimmern. Diese Erkrankung bleibt immer noch bei zu vielen Betroffenen zu lange unbemerkt und damit unbehandelt. Dabei drohen ohne Therapie ernste Folgen wie beispielsweise Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die Behandlungsstandards entwickeln sich stetig weiter. Große Übersichtsstudien bringen neue Ergebnisse. Prof. Dr. Neumann zeigt den aktuellen Stand der Behandlungsmöglichkeiten. Die aktuellen Therapiestrategien zur Blutgerinnungshemmung stehen im Mittelpunkt seines Vortrages.

Im zweiten Vortrag spricht Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Friedhelm Beyersdorf, Ärztlicher Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am Universitäts-Herzzentrum Freiburg-Bad Krozingen über die Rolle der Herzklappen als Ursache für Herzrhythmusstörungen. Hier sind in erster Linie degenerative Erkrankungen der Herzklappen, insbesondere der Mitralklappe zu bedenken, aber auch bei schweren entzündlichen Erkrankungen des Herzmuskels oder der Aortenklappe können Herzrhythmusstörungen auftreten. Im Vortrag werden sowohl die zugrunde liegenden Ursachen als auch die Diagnostik und Therapie besprochen.

Der dritte Vortrag des Abends wird demonstrieren, was die moderne Herzkatheterdiagnostik- und therapie heute leisten kann. Prof. Dr. Constantin von zur Mühlen, Stellvertreter des Ärztlichen Direktors und Leiter der Interventionellen Kardiologie der Klinik für Kardiologie und Angiologie I des Universitäts-Herzzentrum Freiburg-Bad Krozingen, zeigt auf, welche Behandlungsoptionen heutzutage mit modernster Herzkatheter-Technik möglich sind, um verengte oder verschlossene Herzkranzgefäße zu öffnen, damit das Herz wieder ausreichend durchblutet wird. Auch die Therapie von Herzklappen-Erkrankungen oder der Verschluss von Löchern in der Herzscheidewand sind mittlerweile ein gängiges Behandlungsverfahren.

Hier finden Sie den Veranstaltungshinweis mit dem Programmposter.