Als die 86-jährige Patientin nach einem ihrer Eingriffe langsam wieder zu sich kommt, erkennt sie auf Station 6 mehrere vertraute Gesichter. Fast zwei Jahrzehnte lang hat die gelernte Krankenschwester und Hebamme genau in diesem Haus gearbeitet, bevor sie in den Ruhestand ging. Jetzt liegt sie selbst als Patientin dort, wo sie einst Kolleginnen und Kollegen zur Seite stand, und genau das gibt ihr von der ersten Minute an ein Gefühl von Sicherheit.
Zurück ans AMEOS Klinikum St. Elisabeth Neuburg
Dass die heute 86-Jährige sich am AMEOS Klinikum St. Elisabeth Neuburg behandeln lässt, hat mehrere Gründe. Sie wohnt in der Nähe, kennt das Haus aus ihrer Zeit als Pflegekraft und weiß daher, worauf es dort ankommt. Ausschlaggebend war aber vor allem, wie ihr Chefarzt Dr. Peter M. Reil ihre Herzerkrankung erklärt hat, verständlich, ruhig und ohne dass komplizierte Fachbegriffe im Raum stehen blieben. Der Herzspezialist leitet die Klinik für Kardiologie, Innere Medizin und internistische Intensivmedizin am AMEOS Klinikum St. Elisabeth Neuburg und begleitet die Seniorin seither durch mehrere Behandlungsetappen.
Wenn die Herzschwäche das Pumpen erschwert
Begonnen hat alles 2024 vergleichsweise unauffällig. Iris B. kommt ambulant ans AMEOS Klinikum St. Elisabeth Neuburg, ist zu diesem Zeitpunkt noch beschwerdearm, und ihre Medikamente werden angepasst. Ein Jahr später verschlechtert sich ihr Zustand deutlich, sodass sie stationär aufgenommen werden muss. Die Pumpleistung ihres Herzens ist hochgradig reduziert, gleichzeitig schließt eine ihrer Klappen, die Mitralklappe, nicht mehr richtig. Durch diese Schwäche staut sich Flüssigkeit in der Lunge, sodass die 86-Jährige zusätzlichen Sauerstoff braucht und sich davon selbst unter Medikamenten zunächst nicht entwöhnen lässt. Ein Herzkatheter zeigt zwar, dass keine koronare Herzerkrankung vorliegt, doch das Team um Dr. Reil entscheidet sich für einen Dreikammerschrittmacher, der die Kammern wieder im Takt und synchron schlagen lässt. Nach der Implantation kann sie nach Hause zurückkehren, spürbar gebessert.
Eine undichte Herzklappe wird über die Halsvene repariert
Weil die Mitralklappe auch unter Therapie nicht vollständig schließt, folgt der nächste Schritt: eine Mitralklappenanuloplastie. Dabei wird der Klappenring über einen Katheter gestrafft, der über die Halsvene eingeführt wird, ganz ohne offene Operation am Herzen. Für die 86-Jährige ist genau dieser Eingriff einer der Momente, die ihr aus ihrer Zeit als Patientin am AMEOS Klinikum St. Elisabeth Neuburg am meisten in Erinnerung geblieben sind. Vor allem ein Herzkatheter-Team ist Iris B. im Gedächtnis geblieben, das ihr während der örtlichen Betäubung spürbar zugewandt war und immer wieder nachgefragt hat, wie es ihr geht. Auch sonst hat sie bei ihren Aufenthalten nichts vermisst: Ärzte, Pflege und die Atmosphäre auf der Station empfand sie als rundum stimmig, und dass sie dabei immer wieder auf frühere Kolleginnen und Kollegen von Station 6 traf, machte die Zeit dort für sie noch persönlicher. Im Anschluss an die Anuloplastie ist sie klinisch beschwerdefrei und wieder voll belastbar und kann zurück zu ihrem Alltag mit Familie, Garten und ihren beiden Enkelinnen.
Ein neuer Rückschlag: Der Rhythmus gerät erneut aus dem Takt
Zwei Jahre bleibt es ruhig, dann macht das Herz von Iris B. 2026 erneut Probleme, diesmal schlägt es unrhythmisch und zu schnell. Die Ärzte diagnostizieren Vorhofflimmern, eine Herzrhythmusstörung, die so ausgeprägt ist, dass die Patientin auf der Intensivstation behandelt werden muss. Eine Lungenvenenisolation, bei der über einen Katheter jene Stellen im Herzen verödet werden, von denen die Störsignale ausgehen, bringt den Rhythmus wieder in Ordnung. Seitdem ist sie beschwerdefrei.
Wieder fast alles möglich
Heute lebt Iris B. wieder so, wie sie es vor ihrer Behandlung am AMEOS Klinikum St. Elisabeth Neuburg getan hat. Sie geht einmal im Monat zum Damenstammtisch, trifft sich mit ihrem Kegelclub zum Essen und spaziert im Englischen Garten und durch Neuburg. Zwei Kinder und zwei Enkelinnen, dreizehn und neun Jahre alt, gehören zu ihrem Alltag, den sie sich zurückerobert hat. Auf die Frage, was sie anderen Menschen in ihrer damaligen Situation raten würde, sagt sie: „Dem Doktor und seinem Team kann man einfach vertrauen, die Oberärzte sind spitze und sehr nett." Neben diesem Vertrauen weiß sie inzwischen auch: Sie muss selbst auf sich achtgeben, und ihre Familie unterstützt sie dabei voll. Gefragt, wie es ihr heute geht und was für sie wieder möglich ist, hat sie eine klare Antwort: „Fast alles."
