Projekte

Als Gesundheitsversorger möchten wir uns auch über die Medizin hinaus engagieren und Verantwortung übernehmen. Wir bringen uns gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten ein - einige Beispiele finden Sie nachfolgend.

Gruppenweite Projekte

Eppendorfer - Zeitung für Psychiatrie

Eppendorfer - Zeitung für Psychiatrie

Die AMEOS Gruppe ist Mitherausgeber des Eppendorfers - einer Zeitung für Psychiatrie und Soziales, die monatlich erscheint. Die Zeitung richtet sich an Betroffene und Angehörige, wie auch an das Fachpublikum. Medien dieser Art helfen die Wahrnehmung psychisch erkrankter Personen dauerhaft zu verbessern, Verständnis zu wecken. Unwissenheit in der Öffentlichkeit führt des Öfteren zu Vorurteilen. AMEOS engagiert sich, dieses noch häufig tabuisierte Thema der breiten Bevölkerung zugänglich zu machen. 

Der Eppendorfer berichtet monatlich über Themen aus der Psychiatrie, der Psychotherapie, der Gerontopsychiatrie, der Suchthilfe und Jugendpsychiatrie. Die Zeitung steht Ihnen in all unseren psychiatrischen Einrichtung zur Verfügung und richtet sich sowohl an Betroffene, als auch Angehörige und das Fachpublikum mit Hinweisen zu aktuellen Veranstaltungen und medizinischen Fortbildungen.

Hier können Sie den Eppendorfer abonnieren.

 

 

Unterbringung von Flüchtlingen

Unterbringung von Flüchtlingen

Ein bisher nicht genutztes Gebäude am Rande des Krankenhausareals des AMEOS Klinikums Bernburg wurde auf die Bedürfnisse von Flüchtlingen vorbereitet. Insgesamt stehen auf drei Etagen maximal 180 Plätze zur Verfügung. Die Asylsuchenden sollen dort drei bis vier Wochen wohnen, bis sie landesweit anderweitig untergebracht werden und neue Geflüchtete kommen. Es handelt sich hauptsächlich um Familien mit Kindern sowie alleinstehende Mütter mit minderjährigen Kindern. 

Anlässlich der Inbetriebnahme der Flüchtlingsunterkunft besuchten die Justizministerin des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Angela Kolb, der Schirmherr des Projektes, Minister a.D. Dr. Manfred Püchel, und Vertreter des Finanz- und Innenministeriums den Standort. 

Im Frühjahr wurde auf dem Gelände des Klinikums ein Spielplatz für die Flüchtlingskinder eingeweiht - die Klinikumsleitung spendete Schaukeln, Wippfiguren und eine Kletterspielanlage mit Rutsche - die Kinder haben sich sichtlich darüber gefreut. 

Auf Grund deutlich gesunkener Flüchtlingszahlen wurde die Unterbringung zum Jahresende 2016 geschlossen.

Kunstpreis

Kunstpreis





Alle zwei Jahre ruft die AMEOS Gruppe all ihre künstlerisch tätigen Bewohner und Patienten mit seelischen Erkrankungen auf, am AMEOS Kunstpreis teilzunehmen.

Die Idee dazu entwickelte sich aus einem seit 2003 jährlichen stattfindenden Bilderwettbewerb, den das Hans-Ralfs-Haus mit den Arbeiten der künstlerisch tätigen Bewohnern und Patienten der AMEOS Einrichtungen in Holstein durchführte.

Ab 2008 wurde der Kunstpreis dann in der heutigen Form für alle AMEOS Einrichtungen deutschlandweit geöffnet. Er richtet sich an Patienten mit seelischen Erkrankungen. Die Anzahl der Teilnehmer/innen am Wettbewerb hat sich im Verlauf der Jahre stetig gesteigert. 

Im Anschluss an die Preisverleihung wird eine Auswahl der Werke auf eine Wanderausstellung durch die verschiedene AMEOS Einrichtungen geschickt.


Projekte aus der Region Nord

Mahnmal für Euthanasie-Opfer

Mahnmal für Euthanasie-Opfer

Namenlos starben sie einen grausamen Tod - namenlos blieben sie bis zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2016. Das Mahnmal auf dem Areal des AMEOS Klinikums Neustadt erinnert an die dortigen "Euthanasie"-Opfer im Nationalsozialismus. 

 

Minutenlang hallten während der Zeremonie Namen durch den vollbesetzten Saal des Hans-Ralfs-Hauses. Die Namen gehören 206 Patienten, die in der damaligen Landesheilanstalt lebten. Ihnen nahmen die Nazis erst die Würde und dann das Leben. Das NS-Regime betrachtete die psychisch kranken, behinderten, alten oder verwirrten Menschen als „nutzlose Esser“ und liess sie systematisch vergasen, zu Tode spritzen oder verhungern.

Sylvia Blankenburg vom Arbeitskreis Cap Arcona zeichnete den steinigen Weg bei der Recherche der Namen nach, die jetzt auf den grossen Tafeln der drei Stelen zu lesen sind. "Das Landesarchiv Schleswig verweigerte anfänglich die Akteneinsicht zur Namensermittlung. Nach Anrufung eines Schiedsgerichtes durften die Transportlisten dann doch eingesehen werden. Das Kopieren oder Fotografieren der Listen wurde jedoch untersagt, so dass die Mitglieder des Arbeitskreises die knapp 1.000 Namen abschreiben mussten. Zudem wies das schleswig-holsteinische Kultusministerium darauf hin, dass auf die vollständige Namensnennung der Opfer – im „Interesse der heute lebenden Angehörigen am Nichtwissen“ zu verzichten sei und nur die Namen genannt werden dürften, denen Todesdaten zuzuordnen seien", berichtete Sylvia Blankenburg. Nach Durchsicht von Archiven im In- und Ausland, Gedenkstätten der Tötungsanstalten und den Findbüchern des Klinikums gelang dies bei 206 Opfern. 725 weitere Patientinnen und Patienten waren nachweislich aus Neustadt deportiert worden, aber ihr Schicksal liess sich nicht aufklären. Unterlagen, insbesondere aus Polen und Tschechien, wurden während des Krieges oder danach vernichtet. „Während unserer dreijährigen Recherche habe wir gelernt, dass die öffentliche Benennung dieser Opfergruppe noch immer ein Tabu ist“, so Sylvia Blankenburg. Weder in Schleswig-Holstein noch in anderen Bundesländern sei man auf ein Denkmal mit Namensnennung gestossen. Somit ist ein bisher einzigartiges Mahnmal entstanden, das aber ohne die ideelle und finanzielle Unterstützung des AMEOS Klinikums nicht hätte realisiert werden können, führte sie weiter aus.

Für einen Träger psychiatrischer Krankenhäuser und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung seien die stetige Erinnerung an die Gräueltaten der Nationalsozialisten und die Aufarbeitung der Geschehnisse und deren Veröffentlichung wichtig, betonte Michael Dieckmann, Mitglied des Vorstandes der AMEOS Gruppe. Vor einigen Jahren liess das AMEOS Klinikum Neustadt die Geschehnisse durch Professor Friedrich-Ernst Struwe aufarbeiten und veröffentlichte die Ergebnisse in einem Buch.

Das Mahnmal wurde an zentraler Stelle auf dem Neustädter Areal neben dem Gedenkstein errichtet. Michael Dieckmann und Regionalgeschäftsführer Frank-Ulrich Wiener hatten den Arbeitskreis darin bestärkt, nicht zwischen Ermordeten und Deportierten zu unterscheiden, sodass heute die Namen aller 931 Opfer der NS-Euthanasie aufgeführt sind, die vor 76 Jahren auf diesem Gelände lebten.

Radio Sonnengrau

Radio Sonnengrau

Eine Radiosendung speziell für Menschen mit Depressionen - die Idee kam bei den AMEOS Einrichtungen in Holstein sehr gut an. Sie unterstützen das ehrenamtliche Team aus Lübeck daher gerne mit einer Spende. 

„Angsterkrankungen oder Depressionen sind in der Öffentlichkeit immer noch ein Tabu“, berichtet Tanja Salkowski, Projektleiterin und Moderatorin. Mit ihrem ehrenamtlichen Team will sie das ändern und sendet seit Mitte 2014 einmal im Monat erfolgreich gegen das Tabu an. Parallel betreibt sie den Internet-Blog "Sonnengrau – Ich habe Depressionen, na und?" und ist Autorin des gleichnamigen Buches.

Das bundesweit einzigartige Projekt wurde 2015 von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem startsocial-Bundespreis 2015 ausgezeichnet. Tanja Salkowski , Hanna Lyth und Michael Freudenberg erreichen mit ihrer Sendung Betroffene, Angehörige und Experten gleichermassen und lassen diese zu Wort kommen. Sie informieren, klären auf und zeigen Wege und Möglichkeiten der Behandlung und Hilfestellung auf. „Radio Sonnengrau leistet einen grossen Beitrag zur Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen, sehr gern unterstützen wir ihre Arbeit“, sagte Erken Schröder, Regionalleiterin Kommunikation AMEOS Nord bei der Spendenübergabe.

Jeden 1. Mittwoch im Monat sendet Radio Sonnengrau live von 19-21 Uhr im Programm des Offenen Kanal Lübeck (98,8 Mhz über Antenne - 106,5 Mhz im Kabelnetz). Sendegebiet: Lübeck, Bad Segeberg und Kreis Herzogtum Lauenburg.


Projekte aus der Region West

Unterstützung für die Bürgerschule Alfeld

Unterstützung für die Bürgerschule Alfeld

Das AMEOS Klinikum Alfeld unterstützt die Bürgerschule finanziell im Projekt "Klasse2000".

Mit Hilfe der Spende wird im Jahrgang 2 der Bürgerschule dieses Projekt fortgeführt. Begonnen hat es bereits im letzten Jahr, dennoch wurden noch dringend Sponsoren benötigt. Rektor Heiko Lanclée war sehr froh, dass sich das AMEOS Klinikum Alfeld auf Anfrage spontan als diesjähriger Sponsoringpartner bereit erklärte.

Mit dem Projekt Klasse 2000 und seiner Symbolfigur KLARO erfahren Kinder, was sie selbst tun können, damit es ihnen gut geht und sie sich wohlfühlen. Frühzeitig und kontinuierlich lernen die Kinder mit Klasse2000 das 1x1 des gesunden Lebens – aktiv, anschaulich und mit viel Spass. Lehrkräfte und speziell geschulte Gesundheitsförderer informieren die Kinder unterrichtsbegleitend oder in Projektarbeit zu den wichtigsten Gesundheits- und Lebenskompetenzen. So sollen die Kinder Kenntnisse, Haltungen und Fertigkeiten entwickeln, mit denen sie ihren Alltag so bewältigen können, dass sie sich wohlfühlen und gesund bleiben.

Typisierungsaktion

Typisierungsaktion

 

 

 

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) leisteten Mitarbeitende des AMEOS Klinikums Hildesheim schnelle und unbürokratische Hilfe für ein an Leukämie erkranktes Mitarbeiterkind. Binnen kürzester Zeit konnte eine Typisierungsaktion umgesetzt werden, um die Familie bei der Suche nach einem passenden Stammzellenspender zu unterstützen. 

Spendenaktion für Geflüchtete

Spendenaktion für Geflüchtete

Schülerinnen und Schüler des AMEOS Instituts West - Osnabrück haben eine grosse Sachspendenaktion zugunsten von Geflüchteten auf die Beine gestellt. 

 

Als im September 2015 deutlich wurde, dass viele Menschen in Aufnahmeeinrichtungen in und um Osnabrück dringend Hilfe benötigen, war für die beiden Auszubildenden Nadja Pantke und Selena Mally klar, dass sie nicht untätig bleiben konnten. Ihr kleiner Spendenaufruf im Intranet des AMEOS Klinikums Osnabrück hatte ungeahnte Folgen: Schon nach kurzer Zeit benötigten die Schülerinnen neue Räumlichkeiten, um die Kartons, Tüten, Koffer und Spielsachen zu lagern. 

Wochenlang begutachteten, sortierten und verpackten die beiden mit Unterstützung ihrer Mitschüler Kleidung, Spielsachen, Sportutensilien und vieles mehr. Anfang Dezember brachte dann der LKW vom DRK die Sachspenden in die Aufnahmeeinrichtung nach Bramsche. Gemeinsam mit den Mitschülern wurde der LKW in Rekordgeschwindigkeit beladen. In Bramsche wurden die Spenden weiter sortiert: Nadja Pantke und Selena Mally waren beeindruckt von der ehrenamtlichen Arbeit der vielen Freiwilligen. "Das ist ja riesig hier", so die erstaunte Nadja. Damit meinte sie nicht nur die Halle, in der die Spenden meterhoch aufgetürmt und akribisch sortiert waren, sondern auch das Engagement der vielen Helfer vor Ort. 

Die Flüchtlinge kommen oft nur mit Flip Flops und kurzer Hose bekleidet im Auffanglager an. Der Aufwand, allen angemessene und passende Kleidung anzubieten, ist enorm. 

"Spenden macht wirklich glücklich - die Zusammenarbeit der vielen Freiwilligen motiviert unglaublich!" resümierten die beiden Auszubildenden. 

Medizinische Hilfsgüter für Gambia

Medizinische Hilfsgüter für Gambia

Das AMEOS Klinikum Mitte Bremerhaven schickte im Frühjahr 2015 einen Container voll mit medizinischen Geräten sowie weiterer Krankenhausausstattung ins westafrikanische Gambia. Diese Hilfsgüter erweisen der dort lebenden Bevölkerung und den Ärzten bei ihrer täglichen Arbeit wertvolle Dienste. 

 

Angefangen hatte alles durch die Kontaktaufnahme des Schweizer Fördervereins Humanitas, der die AMEOS Gruppe um Unterstützung bat. Da die medizinischen Gerätschaften im AMEOS Klinikum St. Joseph Bremerhaven im Zuge der Weiterentwicklung stetig auf den modernsten Stand erneuert werden, gab es für viele voll funktionsfähige Geräte vor Ort keine Verwendung mehr. Kurzerhand wurde dem FHV die gewünschte Unterstützung zugesagt und ein grosser Container bis zum Rand mit medizinischen Gerätschaften beladen. Von der Nordsee ging es schliesslich an die westafrikanische Küste, wo der Container nach über einem Monat Reisezeit bereits sehnlichst erwartet wurde. 

In Gambia gibt es bisher kein funktionierendes staatliches Gesundheitssystem. Jede medizinische Leistung müssen Patienten selbst bezahlen, doch aufgrund der herrschenden Armut können sich nur die wenigsten therapeutische Massnahmen leisten. Die Säuglings- und Kindersterblichkeitsrate ist enorm hoch. Die Krankenhäuser in Gambia sind daher auf Unterstützung aus aller Welt angewiesen. 

Die Verantwortlichen des FHV und des Ministeriums für Gesundheit und Soziales in Gambia zeigten sich begeistert über die Hilfsgüter aus Bremerhaven. "Es war ein langer Weg, bis die Geräte hier angekommen sind, aber die Freude in Gambia ist gross und wir hoffen, einen Grundstein für weitere Transporte gelegt zu haben", sagte Ron Smit, Vorstandsmitglied des FHV. 

 

Das lokale Ministerium für Gesundheit und Soziales arrangierte für die Übergabe spontan eine Zeremonie mit Lokalpresse und Politikern und einer anschliessenden Feier. Dr. Lars Timm, Regionalgeschäftsführer der Region AMEOS West, machte Hoffnung auf weitere Hilfslieferungen: "Wir wollen perspektivisch auch weiterhin medizinisches Gerät nach Gambia zur Unterstützung und zum Aufbau des dortigen Gesundheitssystems schicken."


Projekte aus der Region Ost

Sternenkinder in Aschersleben

Sternenkinder in Aschersleben

"Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten."

Diese Worte auf einem Grabstein des Friedhofs in Aschersleben erklären eindrucksvoll, worum es bei den Sternenkindern geht: Um das Gedenken an stillgeborene Kinder, die zu früh und nicht lebensfähig mit einem Gewicht von weniger als 500 Gramm geboren wurden.

Fehl- und Totgeburten umhüllt ein mysteriöses Schweigen. Kaum jemand redet über die Sternenkinder. Es ist eines der Tabuthemen. Denn der Gedanke, dass Tod und Leben so nah beieinander liegen, ist für die betroffenen Familien kaum zu ertragen. Für sie sind die Kinder bereits zu einem Teil ihres Lebens geworden. Der Abschied braucht deshalb Zeit und einen Ort zum Trauern. Auf dem Friedhof in Aschersleben ist so ein Ort entstanden.

Die Entbindungsstation des AMEOS Klinikums Aschersleben ermöglicht gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern eine Grabstelle, die den Sternenkindern ein Platz gibt. Jedes Jahr findet zudem eine kostenfreie und anonyme Beisetzung statt. So kann jede Familie individuell trauern: Zusammen, allein oder bei der Trauerfeier.

Trotz der grossartigen Unterstützung der Kooperationspartner des Klinikums − der Friedhofsverwaltung der Stadt Aschersleben, dem Bestattungsinstitut Hans-Jürgen Müller, der Pfarrerin Anne Bremer, dem Blumengeschäft Blütenzauber und dem Steinmetzbetrieb Stein-Kaiser –ist das Projekt Sternenkinder nur über Spenden möglich. Diese werden für den Blumenschmuck am Grab sowie zur Finanzierung der Grabplatte genutzt. Spenden können auf das Spendenkonto des Klinikums: Deutsche Apotheker- und Ärztebank Düsseldorf BLZ 300 606 01 Kto 1 039 296 IBAN DE39300606010001039296 SWIFT/BIC DAAEDEDDXXX Verwendungszweck: Sternenkinder

In diesem Flyer finden Sie zusätzliche Informationen zu den Sternenkindern. 

Operationskurse in Georgien

Operationskurse in Georgien

Der Ärztliche Direktor am AMEOS Klinikum Halberstadt, Prof. Dr. Klaus Begall, kooperiert bereits seit mehr als einem Jahrzehnt mit Ärzten in Tiflis in Georgien. 

Zuletzt flog der Chefarzt der Klinik für HNO-Heilkunde im Frühjahr 2016 gemeinsam den Oberärzten Dr. Jörg Langer und Dr. Wolfram Pethe sowie der OP-Schwester Margret Wagner für eine Woche in die Hauptstadt Georgiens. Vor Ort führten sie 16 teilweise sehr anspruchsvolle Operationen gemeinsam mit den georgischen Kollegen durch. Darüber hinaus wurde für weitere interessierten Ärzten die Operation auf einer Leinwand live übertragen. Bei diesem Besuch stand die Mikrochirurgie des Ohres im Fokus. 

Ausserdem untersuchten die Ärzte viele Patienten mit Ohrerkrankungen und diskutierten die weiteren Behandlungsschritte.

Im vergangenen Jahr spiegelte sich die Kooperation in der Hilfe für den damals einjährigen Gabriel wieder. Der Junge aus der zweitgrössten Stadt Georgiens, Kutaisi, war taub auf die Welt gekommen. Durch eine Cochlea-Implantat-Operation in Halberstadt konnte er zum ersten Mal in seinem Leben hören. Gabriel war vor kurzem wieder in Deutschland, um die Behandlungserfolge zu überprüfen. Die Entwicklung erfolgt altersgemessen - seine Eltern freuen sich, dass er die Welt nun mit allen Sinneseindrücken wahrnehmen kann. 

Für Prof. Begall ist es eine Freude die medizinische Entwicklung während der Kooperation zu beobachten: "Die Ohrchirurgie hat sich hier enorm weiterentwickelt. Aus unserer Sicht hat sich dafür auch das Gesundheitssystem verbessert. Davon profitieren natürlich vor allem die Patienten."

Innerhalb des nächsten Jahres werden sich Ärzte aus Tiflis während Hospitationen in Halberstadt weiterbilden, bis dann 2017 der nächste gemeinsame OP-Kurs ansteht. 

Patenschaft für einen Luchs

Patenschaft für einen Luchs

 

 

 

 

Das Team der Chirurgie 1 am AMEOS Klinikum Bernburg, bestehend aus Ärzten und Pflegepersonal, hat sich zusammengetan und privat eine Patenschaft für einen Luchs übernommen - bereits das zweite Jahr in Folge. Dieser lebt im Bernburger Tierpark. 

Engagement für die Organspende

Engagement für die Organspende

Das AMEOS Klinikum Halberstadt wurde 2015 für „aussergewöhnliche Leistungen und Engagement für die Organspende" ausgezeichnet. Die Transplantationsbeauftragten Gernot Ritter und Julia Bolze nahmen das Zertifikat gemeinsam mit einigen Kollegen entgegen.

Ritter hat in den letzten Jahren gemeinsam mit seinem Team einige Anstrengungen unternommen, um auf die Brisanz der Organspende hinzuweisen. Mitarbeitende werden laufend ausgebildet und mit dem Ethikkomitee wird eng zusammengearbeitet. Ausserdem wurde ein Organ- und Gewebespendepreis etabliert, der regelmässig verleihen wird.

Dieses Engagement ist sehr wichtig, denn die Zahlen sind erschreckend: Gut 10.000 Menschen warten heute in Deutschland auf ein Spenderorgan. Demgegenüber stehen nur 50 bis 80 übertragene Organe pro Monat. „Die Zahlen waren schon vor dem Spendenskandal im Jahr 2012 rückläufig. Seit kurzem vermerken wir aber einen leichten Anstieg“ teilte die Deutsche Stiftung Organtransplantation mit. 


Projekte aus der Region Süd

Finanzielle Unterstützung der AMEOS Klinika Simbach für Outdoor-Kletterturm

Finanzielle Unterstützung der AMEOS Klinika Simbach für Outdoor-Kletterturm

Zwischen den AMEOS Klinika in Simbach und der DAV-Sektion Simbach besteht eine jahrelange Zusammenarbeit. Kinder und Jugendliche, die als Patienten im psychosomatischen Klinikum sind, können bereits seit 2012 im Kletterparcours unter therapeutischer Anleitung klettern. Dabei lernen sie ihren Körper bewusst wahrzunehmen und mit den eigenen psychischen und physischen Grenzen und Ängsten umzugehen.

„Therapieklettern stärkt insbesondere das Selbstbewusstsein, die Fähigkeit Selbstverantwortung und Mitverantwortung zu übernehmen und unterstützt damit die individuelle Beziehungsfähigkeit der jungen Menschen“ erklärt Rudolf Schnauhuber, Regionalgeschäftsführer AMEOS Süd.

Die Kooperation der AMEOS Klinika in Simbach und der DAV-Sektion Simbach beinhaltet zudem seit 2013 die Ausbildung der Mitarbeiter zu Klettertherapeuten unter der Leitung von Dr. med. Thomas Lukowski, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Berg- und Höhenmedizin.

Für den 14 Meter hohen Outdoor-Kletterturm, der für 2017 geplant ist, konnten Dr. Andreas Hartung (COO), Vorstandsmitglied der AMEOS Gruppe und Rudolf Schnauhuber, Regionalgeschäftsführer AMEOS Süd diesen Herbst zusammen einen Scheck in Höhe von 5.000 € an Martin Koppmann, dem 1. Vorsitzenden der DAV-Sektion Simbach überreichen.

Für die finanzielle Unterstützung dieses ganz besonderen Projekts bedankte sich Martin Koppmann und freute sich, dass die AMEOS Klinika in Simbach eine weitere Therapiegruppe im Kletterzentrum etablieren werden. Zudem betonte er, dass eine zukünftige enge Kooperation herzlich willkommen sei.

Suchtprävention für Jugendliche

Suchtprävention für Jugendliche

Mehrmals im Jahr kommen Schulklassen der Hans-Jakob Realschule in Freiburg mit ihren Klassenlehrern und einem Schulsozialarbeiter zu einem Projekttag für Suchtprävention in das AMEOS Klinikum Kaiserstuhl. Die Gruppen bestehen in der Regel aus 30 Schülerinnen und Schülern im Alter von 14-15 Jahren.

Vorbereitet wird diese Veranstaltung im Rahmen einer Projektwoche in der Schule. Hierbei erarbeiten die Jugendlichen Risiken und Hintergründe zu verschiedenen Substanzen mit Abhängigkeitspotential. Neben Nikotin, Cannabis und Spielsucht nimmt auch der Alkohol einen wichtigen Stellenwert innerhalb dieser Projektwoche ein. Die Jugendlichen erhalten im Anschluss an diese Projektwoche die Möglichkeit, ihre Fragen direkt an die klinischen Experten zu richten und sich einen persönlichen Eindruck von einem modernen Behandlungskonzept für Alkoholabhängige im AMEOS Klinikum Kaiserstuhl zu machen.

„Die Schüler sprechen noch lange über die Erfahrungen und Eindrücke aus diesem Projekttag. Es ist schön, dass die Experten aus dem Krankenhaus so individuell auf die Fragen und Bedürfnisse der Jugendlichen eingehen und zu einem risikoarmen Umgang mit Alkohol beitragen“, erklärt Frank Seeling, Schulsozialarbeiter der Hans-Jakob Realschule bei der Verabschiedung in Bischoffingen.

Spende für Flutopfer

Spende für Flutopfer

Starkregen, Sturzflut und Hochwasser richteten in Simbach am Inn am 1. Juni 2016 eine wahre Flutkatastrophe an. Von den gewaltigen Ausmassen der Flut waren auch einige Mitarbeiter der beiden Simbacher AMEOS Klinika teilweise stark betroffen. „In unserer Verantwortung als Arbeitgeber hatten wir uns deshalb in den Tagen nach der Flutwelle entschieden schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten“, erläuterte Dr. Andreas Hartung, operativer Vorstand der AMEOS Gruppe für die Regionen Süd und Ost, bei der Veranstaltung. „Jeder dieser Mitarbeiter erhielt eine einmalige finanzielle Unterstützung als Spende, insgesamt wurden 6.600 € ausgeschüttet und die Flutbetroffenen konnten unmittelbar nach der Katastrophe Sonderurlaub nehmen.“ Dank des hohen Engagements aller Mitarbeiter war es trotz der erschwerten Bedingungen, wie z. B. Strom- und Wasserausfall, in den Tagen nach der Katastrophe möglich, den Krankenhausbetrieb für die Patienten aufrecht zu erhalten.

Der Regionalgeschäftsführer AMEOS Süd, Rudolf Schnauhuber, überreichte im August Simbachs Bürgermeister Klaus Schmid und Christa Kick (3. Bürgermeisterin) einen symbolischen Scheck in Höhe von 4.000 € für die Opfer der Flutkatastrophe vom 1. Juni. „Als ortsansässige Klinika halten wir es für unsere gesellschaftliche Verpflichtung unseren Teil zur Unterstützung der Flutopfer beizutragen. Der Vorstand hat deshalb beschlossen, die Betroffenen finanziell zu unterstützen und für sie und die Helfer, die unter anhaltenden psychischen Belastungen leiden, zusätzliche Therapieplätze für eine Kriseninterventionsbehandlung zur Verfügung zu stellen“, erklärte Rudolf Schnauhuber bei der Scheckübergabe. „Ich danke der AMEOS Gruppe und speziell den Simbacher AMEOS Klinika für die finanzielle Unterstützung zugunsten der Simbacher Flutopfer“, sagte Bürgermeister Klaus Schmid und fuhr fort: „Ebenso wichtig erachte ich die therapeutischen Hilfen der AMEOS Klinika, denn viele Menschen in Simbach sind schwer traumatisiert, sei es durch das persönliche Erleben der Flut am 1. Juni oder durch die aktuelle Situation, in der viele nicht wissen, wie es für sie weitergehen wird.“  

 

Flutopfer und Helfer, mit anhaltenden psychischen Belastungen können sich für eine therapeutische Unterstützung direkt an Dr. Margarete Liebmann wenden, Telefonnummer: +49 (0) 176 300 63 453. Eine ärztliche Überweisung ist nicht erforderlich. Die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Leitende Oberärztin und Teamleiterin der Transkulturellen Akutstation im AMEOS Klinikum Inntal wird sich persönlich der Behandlungsanfrage annehmen und ein zeitnahes Erstgespräch vereinbaren.

 

Bildunterschrift: v.l.n.r: Rudolf Schnauhuber, Regionalgeschäftsführer AMEOS Süd; Christa Kick, 3. Bürgermeisterin der Stadt Simbach; Klaus Schmid, Bürgermeister der Stadt Simbach und Regionalbeirat AMEOS Süd; Dr. Andreas Hartung, operativer Vorstand der AMEOS Gruppe für die Regionen Süd und Ost.

Akutbehandlung für Flutopfer mit psychischen Belastungen

Akutbehandlung für Flutopfer mit psychischen Belastungen

Die Ambulanz des AMEOS Instituts Süd für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie stellt ab sofort für Flutopfer, die unter anhaltenden psychischen Belastungen leiden, zahlreiche Therapieplätze für akute Kriseninterventionsbehandlungen bereit. Das Angebot richtet sich an betroffene Erwachsene aus Simbach und der näheren Umgebung. Eine ärztliche Überweisung ist nicht erforderlich. Zum ersten Behandlungstermin ist lediglich die Krankenversicherungskarte mitzubringen. 

 

Betroffene wenden sich bitte an: Dr. Margarete Liebmann, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie.

Die Fachärztin wird sich persönlich Ihrer Behandlungsanfrage annehmen und mit Ihnen zeitnah ein Erstgespräch vereinbaren. 

Bündnis gegen Depression

Bündnis gegen Depression

Das AMEOS Klinikum Inntal ist Gründungsmitglied im Bündnis gegen Depression des Landkreises Rottal Inn. Das Bündnis setzt sich für die gesellschaftliche Akzeptanz der Krankheit ein. Die Leitende Oberärztin Frau Dr. Margarete Liebmann sensibilisiert durch öffentliche Vorträge und Schulungen die Bevölkerung für das Thema und klärt gleichzeitig über Depressionen, Begleiterscheinungen und nicht zuletzt Therapien auf. 

Essen auf Rädern

Essen auf Rädern

Bereits seit 2006 beliefert das Küchenteam des AMEOS Klinikums Bad Aussee die Einrichtung der Gemeinde Bad Aussee "Essen auf Rädern" mit bis zu 40 Mittagessen täglich. Die Einrichtung selbst besteht bereits seit mehr als 30 Jahren. 

"Alle Gerichte werden vom AMEOS Küchenteam täglich frisch gekocht, eine Vorabproduktion gibt es nicht. Wir verwenden ausschliesslich hochwertige Lebensmittel und Produkte aus der Region", erklärt Küchenchef Michael Frauendienst. 

Zur Auswahl stehen täglich vier verschiedene Kostformen, die verzehrfertig in Warmhalteboxen geliefert werden. Das Essen auf Rädern gibt es täglich, auch an Sonn- und Feiertagen. 

Unterstützung der regionalen Landwirtschaft

Unterstützung der regionalen Landwirtschaft

Milch und Naturjoghurts gibt es im AMEOS Klinikum Bad Aussee und im AMEOS Privatklinikum Bad Aussee seit 2015 ausschliesslich von regionalen Milchbauern.

Die Belieferung durch zwei Ausseer Familienbetriebe umfasst mit durchschnittlich rund 150 Liter Milch und circa 70 bis 80 Kilogramm Naturjoghurt pro Woche ein Jahresvolumen von bis zu 8.000 Liter beziehungsweise 4.000 Kilogramm. Das entspricht der Jahresleistung einer Kuh!

"Damit die Produkte für unsere Patienten immer topfrisch sind, können wir unser Kontingent je nach aktuellem Bedarf in kleinen Mengen abrufen. Die Rahmenbedingungen sind ideal, denn die Höfe der beiden Milchbauern liegen in unmittelbarer Nähe unserer Klinika", erklärt Küchenchef Michael Frauendienst.

Das Frischesiegel ist bei den hochwertigen Eiweissträgern, die als Quelle für Kalzium und die Vitamine A, B2 und B12 gelten, ganz besonders wichtig. Auch bei anderen Milchprodukten sowie bei Fleisch, Gemüse und weiteren Lebensmitteln wird grosser Wert darauf gelegt, bei österreichischen Betrieben einzukaufen. Die einheimischen Lebensmittel kommen bei den Patienten sehr gut an.

"Wir liefern damit eine hervorragende Qualität und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur Erhaltung der örtlichen Landwirtschaft", begründet Regionalgeschäftsführer Rudolf Schnauhuber das Engagement für regionale Produkte.