Bild des Monats

An dieser Stelle präsentieren wir jeden Monat ausgewählte Kunstwerke von Patienten und Bewohnern, die in den kunst- bzw. ergotherapeutischen Angeboten der AMEOS Einrichtungen entstanden sind. 

- Oktober -

Alesja Kaplunova

AMEOS Klinikum Kiel 3. Preis beim AMEOS Kunstpreis 2018

„Am Anfang ist die Quelle“ 2017

50 x 80 cm Acryl und Buntstift auf Leinwand

Begründung der Jury für die Preisvergabe: „Ein Werk mit grosser Sogwirkung, das den Blick des Betrachters sofort auf sich zieht und ihn direkt emotional anspricht. Dargestellt ist eine unbekleidete weibliche Figur, die sich an einem Baumstamm festhält. Bis auf ihren Hinterkopf, befindet sie sich unter Wasser. Ihre Haare sind oberhalb der Wassergrenze zu erahnen. Die in sich gekehrte Haltung der Frau, fast wie in einem Gebet, strahlt grosse Ruhe aus. Diese wird durch die gedeckten Töne blau und braun noch verstärkt. Die Landschaften links und rechts des Kopfes sind unterschiedlich gemalt. Die linke Seite ist eher malerisch und undefiniert, während sich auf der rechten Seite Lichtreflexe auf der Wasseroberfläche zu spiegeln scheinen. Dadurch entsteht eine irritierende, aber spannende Symmetrie. Das Bild ist sehr berührend, pathetisch und melancholisch. Die Malweise erinnert an Darstellungen von Nymphen und Meereswesen in der Russischen Malerei des 19. Jahrhunderts. Zweifelsohne finden sich hier die Vorbilder für dieses sehr malerische und technisch gut gemachte Werk.“


- September -

D.W.

AMEOS Klinikum für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie Neustadt
Teilnehmer am AMEOS Kunstpreis 2015 und 2018

„Hulk“, 2017

50 x 70 cm
Acryl auf Leinwand

Das von Herrn W. für den AMEOS Kunstpreis-Wettbewerb eingereichte Bild wurde von den Besuchern der Ausstellung im Hans-Ralfs-Haus mit grosser Mehrheit zum Publikumsliebling gewählt. Bereits beim AMEOS Kunstpreis 2015 erhielt das Bild (Dr. Jekyll und Mr. Hyde) von Herrn W. ebenfalls den Publikumspreis.


- August -

Bill Fritze, *1975
Teilnehmer der Kunstwerkstatt Hans-Ralfs-Haus für Kunst und Kultur
AMEOS Eingliederung Neustadt in Holstein

„Sonnenuntergang“, 2018

30 x 40 cm
Wachsstifte auf Papier

„Da ich in meiner Laufbahn viel von Vertrauen, Freiheit sowie Ruhe, Freuen & Standhaftigkeit gelernt habe, viel Erlebnisse und Erfahrungen im Bezug zur Sonne geteilt habe lief mir der typische Strand-Sonnenuntergang über die Leber. Mich freut’s ihn ein Teil meines Lebens zu teilen können. Ich wünsch auch ihnen wogende Eindrücke & das sie an dem Bild auch ihren besonderen Gefallen finden was ich natürlich auch tue.“ Bill Fritze


- Juli -

Sandra Lee, *1982
Kunsttherapie AMEOS Klinikum Osnabrück

„4 Shades of Lee“, 2018, 40 x 120 cm, Acryl auf Leinwand

„Auf keinen Fall Schwäche zeigen! – Immer gut „drauf“ sein. Das war viele Jahre mein Lebensmotto. Dieses Bild wagt einen Blick hinter die Fassade. Ich bin nicht immer fröhlich. Auch Wut, Trauer und Scham gehören zu mir. Und das ist gut so! Dank der Kunsttherapie habe ich gelernt meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen und ihnen ein Gesicht zu geben und dafür bin ich sehr dankbar.“ Sandra Lee

 

 

 


- Juni -

Tobias Herrmann, *1996
Mitglied der Kunstgruppe „Die Alltagsmaler“
Hans-Ralfs-Haus für Kunst und Kultur AMEOS Eingliederung Neustadt in Holstein

„Model“, 2018

40 x 30 cm Buntstift und Filzstift auf Papier

„Ich habe einen Menschen von Herrn Faust gekriegt auf einem Blatt Papier und dann habe ich versucht, den abzuzeichnen, so nach meiner Art. Es war sehr schwer für mich“. Tobias Herrmann

 

 

 


- Mai -

Ahmed Djouah, *1952
Kunsttherapie AMEOS Klinikum Osnabrück

„Entstehung“, 2018

35 x 50 cm Acryl auf Papier

 

 

„Mir ist beim Malen wichtig, dass ich mich entspannen und konzentrieren kann“. Ahmed Djouah

 

 

 


- April -

Susanne Maining, *1971
Mitglied der Kunstgruppe „Die Alltagsmaler“
Hans-Ralfs-Haus für Kunst und Kultur AMEOS Eingliederung Neustadt in Holstein

„Elbphilharmonie“, 2017

48 x 68 cm Acryl auf Papier

 

„Bei einem Besuch in Hamburg hat mich die Elbphilharmonie sehr beeindruckt. Die Idee diese zu malen stand somit fest. Bei einigen Bildern die ich male, nehme ich Fotos als Vorlage. Ich benutze diese solange, bis das Bild anfängt sich zu verselbständigen. Ich löse mich von der Vorlage und das Gemalte bekommt einen ganz eigenen Ausdruck, wie auch die hier die Elphi.“

Susanne Maining

 

 


- März -

Johannes Bull, *1980
Mitglied der Kunstgruppe „Die Alltagsmaler“
Hans-Ralfs-Haus für Kunst und Kultur AMEOS Eingliederung Neustadt in Holstein

„Blume“, 2017

 

80 x 60 cm Öl auf Leinwand

 

 

„Das Bild ist für meine Schwester. Ich habe diese Blume gemalt, da diese Blume ein Ausdruck von guter Laune ist.“

Johannes Bull

 

 


- Februar -

Maik Woloschek, *2006
AMEOS Klinikum Goslar
Kinder- und Jugendpsychiatrie

„Die Wut“, 2017

Ölkreiden, Temperafarben, Tonkarton auf Papier, 59x 42 cm

 

„Die Wut auf dem Bild blutet ein bisschen, weil er sich geprügelt hat. Der lässt sich nichts bieten und kommt schnell stressig drauf, wenn jemand anderes was will. Durch die ganze aufgestaute Energie kann er schweben – deshalb braucht er keine Beine. Wenn meine Wut mal raus darf, dann entspannt es mich.“

Maik Woloschek

 

 


- Januar -

Hüseyin Sengül, *1977
AMEOS Eingliederung Neustadt

„Die Fantasiewelt der Pyramiden“, 2017

Blei- und Filzstift auf Papier, 29,7 x 42 cm

 

„Die Pyramiden erinnern mich an die Versklavung der Hebräer durch die Ägypter. Die Farben sollen ein Sinnbild für den Frieden sein. Links im Bild steht das Wort „Pax“ für Frieden und rechts das Wort „Jachwe“, das hebräische Wort für Gott. Das Malen bringt mir Freude und Entspannung. Ich bin dann mit dem Werk zufrieden, wenn es für mich harmonisch in Farbe und Form erscheint“

Hüseyin Sengül

 

 


- Dezember -

Joanna Meyering, *1974
AMEOS Klinikum Osnabrück / Kunsttherapie

"Ganesha", 2017

Buntstift und Filzstift auf Papier, 70 x 50 cm

"Das ist mein Ganescha, der indische Gott, der alle Ungereimtheiten aus dem Wege räumt. Zu Malen und künstlerisch tätig zu sein bedeutet für mich, meine phantasierte Vorstellung greifbar und fest zu machen und in die reale Welt zu setzen. Meine Ideen kommen mir meistens spontan, sie erscheinen als Traum oder als inneres Bild, und ich versuche das dann mit Buntstiften und Farben auf Papier oder auf Leinwand zu übertragen.“ Joanna Meyering

 

 


- November -

Monika Witt, *1971
AMEOS Klinikum Seepark Geestland

"Der Wellenreiter", 2015

Acryl auf Leinwand, 100cm x 80cm

"Mir kommt es darauf an bei Schwierigkeiten nicht wegzulaufen, sondern mich zum Ausgang treiben zu lassen! Die Welle ist wie ein Tunnel, ein Sog oder auch Druck. Man kann sich bei Gefühlen und Depressionen davon in die Tiefe ziehen lassen oder aber entspannt einsaugen lassen, um am Ende die Übersicht zu bekommen und dann leicht aus dem Sog wieder herauszukommen. Man kann die Gefühle aber auch zulassen, um sie dann zu bearbeiten und zu bewältigen. In meiner Kunst geht es darum, meinem Empfinden und meiner Seele Ausdruck zu verleihen und Stress zu bewältigen. Ich möchte den Betrachter aber auch erfreuen, denn das gibt mir ein Glücksgefühl." Monika Witt

 

 


- Oktober -

Davor Kusanic, * 1974
AMEOS Eingliederung Heiligenhafen

"Zwänge", 2015

Aquarell auf Papier, 60cm x 70cm

„In erster Linie malte ich dieses Bild über meine Krankheit, denn ich habe eine stark ausgeprägte paranoide Zwangsneurose mit phobischen Anteilen. Auf die Idee der verschiedenen Karikaturen kam ich, da ich bei der langen (Zwangsbehandlungsprozedur) in ein gedankliches Wirrwarr gerate, das durch Bewegungsanomalien geprägt ist, darunter zählen auch die Grimassen, die immer da sind. Das Ineinanderschmelzen der Karikaturen im Bild bedeutet so etwas wie Gedankenüberschuss, auch viele negative Gedanken, die sich stark machen, Angstgedanken → es könnte etwas Schlimmes passieren ← die Bewegungsanomalien verursachen. Durchs künstlerische Gestalten bekomme ich innerliche Ruhe und Entspannung, nebenbei höre ich auch gerne Musik und träume. Meine Zwänge werden weniger bis gar nicht, solange ich male.“ Davor Kusanic

 

 


- September -

Marlies Sauer, * 1960
AMEOS Klinikum Seepark Geestland

"Der Knoten", 2015

Blei- und Aquarellstift auf Papier, 29cm x 21cm

„Fragen, auf die ich nicht vorbereitet bin, kann ich nicht gleich beantworten. Mein Kopf ist dann blockiert, die Antworten sind zwar da, schreien in meinem Kopf, aber ich komme nicht dran. DAS ist der Hintergrund zu diesem Bild. Meine Bilder sind 'Sprachrohr' meiner Seele. Ich bin jedesmal selbst erstaunt, was da zum Ausdruck kommt. Auf jeden Fall ist es eine große Erleichterung, wenn das Bild dann fertig ist, weil es sehr viel Energie kostet. Bilder sagen mehr als Worte es je könnten, meine Bilder erzählen meine Geschichte“, Marlies Sauer

 

 


- August -

James Logan *1985
AMEOS Klinikum Dr. Heines Bremen / Kunsttherapie

"Der Stein der Wiederauferstehung", 2015

Acryl auf Leinwand, 50cm x 60cm


„Es gefällt mir, den Tod als eine Person zu sehen, mit der man in Interaktion treten kann. Ich mag es, wenn nur die Form von etwas zu erkennen ist und sie sich vor einem leuchtenden Hintergrund abhebt. Durch die heller werdende Farbe entsteht eine Art Sog im Zentrum des Bildes. Der befriedigende Blick auf das fertige Bild ist der Höhepunkt nach der schaffenden Phase.“ James Logan

 

 


- Juli -

Dieter Bucksch, *1955
AMEOS Klinikum Osnabrück / Kunsttherapie

"Der Treffpunkt", 2017

Pastellkreide auf Papier, 70 x 50 cm

„Meine Kunst, meine Bilder, sollen sein wie ein Fenster in eine andere Welt voll Liebe, Friede, Freude, Glück.“


- Juni -

Karsten Seidlitz, 1974 - 2010
Ehemaliges Mitglied der Kunstgruppe "Die Alltagsmaler"
Hans-Ralfs-Haus für Kunst und Kultur
AMEOS Eingliederung Neustadt in Holstein

"Der Astronaut", 2010

Acrylfarbe auf Leinwand 80 x 80 cm

Karsten Seidlitz verstarb 2010. Im gleichen Jahr wurde sein Bild von den Besuchern der Ausstellung AMEOS Kunstpreis 2010 zum Publikumsliebling gewählt.


- Mai -

Monika Hoffmann, * 1954
AMEOS Klinikum Osnabrück / Kunsttherapie

"Explosion", 2017

Acrylfarbe auf Leinwand 100 x 70 cm

 

 

„Ich habe hier versucht meine innere Anspannung explosionsartig aus mir rauszulassen. Die Kunst bedeutet mir, meine Gefühle, Gedanken und mein Innerstes nach Außen zu bringen.“.“


- April -

Annette Pfannkuchen, * 1966
AMEOS Klinikum Osnabrück / Kunsttherapie

"Frühlingswiese II"

2016 Acrylfarbe auf Papier 50 x 70 cm

 

 

„In der Kunsttherapie wird meine Konzentration gefördert und ich erlebe Ruhe und bin ausgeglichen. Wenn ich versuche Gleichgewicht in die Bilder zu bringen, dann erlebe ich Spass und Freude.“


- März -

Johannes Bull, *1980
AMEOS Eingliederung Neustadt in Holstein

"Der Bitterling und nur der Bitterling"

Entstehungsjahr: 2016
60 x 60 cm
Technik: Öl auf Leinwand


Mitglied der Kunstgruppe „Die Alltagsmaler“ Hans-Ralfs-Haus für Kunst und Kultur.

„Ich habe diesen Fisch gemalt, weil er für mich einfach zu malen war. Das Bild soll ein simples Motiv darstellen; es ist eine klassische Naturstudie im Sinne der Abbildungen in alten Büchern aus der Zeit vor der Fotografie. Ich male gern, weil ich viel zeit dafür habe und vielen Betrachtern gute Laune macht.“

Johannes Bull 

 

 


- Februar -

C. W. *1965

 

AMEOS Eingliederung Sierksdorf

 

 

"Segelboote"

 

2010, 19,5 x 29,5 cm Blei- und Filzstift auf Papier

 

C.W. findet seine Motive in Zeitschriften und Bildbände. Durch Reduktion des Abgebildeten auf Linien und Flächen entstehen seine eigenen Interpretationen. 


- Januar -

Erwin Feldmeier, *1948

AMEOS Klinikum Osnabrück, Ergotherapie

 

"E 37"

Tusche auf Papier

27x35 cm

"Durch meine Kunst bekämpfe ich meine Angst. Meine Motive sind geometrische Elemente, die ich immer in verschiedene Zeichen zusammenstelle. Es tut mir gut, die Zeichen zu kombinieren. Durch meine Kunst versuche ich andere Menschen zu erreichen. E. Feldmeier


2016

- Dezember -

Karl Schrempp, *1960

Teilnehmer der Ergotherapie am AMEOS Klinikum Kaiserstuhl

 

Galaxie, 2015

53 x 71 cm

Aquarell auf Papier

 

„Die Malerei hilft mir, meine Freizeit sinnvoll zu gestalten. Die tollen Rückmeldungen beim AMEOS Kunstpreis motivieren mich und geben mir viel Kraft“.


- November -

Anonym, *1988

AMEOS Klinikum Ueckermünde, Kunsttherapie

"Befreit", 2016

21 x 30 cm, Wassermalfarben, Collage und Mischtechnik

 

Das Bild wurde von einer Patientin mit Migrationshintergrund gemalt, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland lebt und deren Deutschkenntnisse noch eingeschränkt sind. Sie malt in der Kunsttherapie leidenschaftlich gerne Bilder und vergisst dabei Raum und Zeit. Gerade das Malen ermöglicht es ihr ihre Gefühle und Gedanken - unabhängig bestehender Sprachbarrieren - auszudrücken.

"Ich möchte keine Angst mehr haben. Ich möchte, dass die Angst weg geht." (Anonym)


- Oktober -

J.F., *1973

AMEOS Klinikum für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie Neustadt

Schlangenmaul, Acryl und Pastellkreide auf Papier, 40 x 30 cm

"Ein Albumcover der Gruppe "The Killers" mit einer Schlange hat mir sehr gut gefallen. Deshalb habe ich Acryl- und Pastellmalerei verbunden und dieses Bild gemalt." J.F.

 

 


- September -

Big Earl Michaèl, *1959

Mitglied der Kunstgruppe "Die Alltagsmaler" am Hans-Ralfs-Haus für Kunst und Kultur, AMEOS Eingliederung Neustadt

Der magische Kalif, 2016, 35 x 29 cm, Buntstift auf Papier

"Die Inspiration zu diesem Bild bekam ich bei einem Zirkusbesuch. Es ist der Beginn einer Reihe mit Zirkusthemen". (Big Earl Michaèl)


- August -

Hedwig Pohlgeers, *1959

Teilnehmerin der Kunsttherapie am AMEOS Klinikum Osnabrück

Verletzt, 2015, Acryl auf Papier, 70 x 50 cm

"Die Möglichkeit auf ein schönes Leben wird durch tiefe Wunden zerstört, aber die Kunst bzw. die Kunsttherapie gibt mir die Möglichkeit, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen, um sie dann positiv verändern zu können" (Hedwig Pohlgeers)


- Juli -

Susanne Maining, *1971

Mitglied der "Alltagsmaler" des Hans-Ralfs-Hauses für Kunst und Kultur, AMEOS Eingliederung Neustadt

 

Sommer, 2016, Acryl auf Leinwand, 70x70 cm

"Dieses Bild ist in einer Phase von Glück und Freude entstanden. Ich hatte das Bedürfnis Lebensfreude auszudrücken. Ich verbinde mit dem Bild die Balance zwischen positiver Energie, Bewegung, die im Vordergrund zu sehen ist, aber auch Ruhe, 'den Blick schweifen lassen', was im Hintergrund ausgedrückt wird. Ich habe diesem Bild den Titel "Sommer" gegeben, da ich finde, dass hier die Fülle und Reife des Sommers gut zur Geltung kommen." (Susanne Maining)