Alkoholabhängigkeit

Eine Abhängigkeit von Alkohol ergreift oft schleichend und über Jahre hinweg von den Betroffenen Besitz. Die Entstehung der Alkoholabhängigkeit verläuft immer individuell und wird oft lange nicht als solche erkannt oder verleugnet. Die Ursachen sind vielfältig: das Zusammenspiel psychischer, sozialer, körperlicher und biografischer Faktoren spielt dabei eine große Rolle. Von einer Alkoholabhängigkeit spricht man, wenn drei oder mehr dieser sechs Diagnosekriterien mindestens einen Monat lang gleichzeitig vorliegen:

  • starker Wunsch oder Zwang, Alkohol zu trinken
  • Schwierigkeiten, den Alkoholkonsum zu kontrollieren,
  • anhaltender Alkoholkonsum trotz schädlicher Folgen.
  • der Alkoholkonsum ist wichtiger als andere Aktivitäten und Verpflichtungen,
  • Toleranzerhöhung. Mit der Zeit muss die Menge erhöht werden, um die gleiche Wirkung zu erzielen
  • körperliche Entzugssymptome, wenn kein oder weniger Alkohol getrunken wird

Unser Behandlungsangebot

Wir bieten mit der niederschwelligen Qualifizierten Entzugsbehandlung Plus (QE-Plus) ein umfassendes Behandlungsangebot, das deutlich über eine qualifizierte Entzug hinausgeht. Basis der Behandlung bildet eine ausführliche Diagnostik der Abhängigkeitserkrankung sowie der somatischen Begleit- und Folgekrankheiten. Darüber hinaus erfolgt eine gezielte Psychodiagnostik, denn oft liegt gleichzeitig eine andere psychische Störung vor (z. B. Depression).

Neben der medikamentengestützten körperlichen Entgiftung steht der konsequente Aufbau von Abstinenz-, Behandlungs- und Therapiemotivation im Rahmen psychotherapeutischer Gruppen sowie von Einzelgesprächen zur Perspektiventwicklung und Neuorientierung.

Darüber hinaus besteht die Wahlmöglichkeit zwischen ambulanter, teilstationärer und stationärer Entzugsbehandlung.

Nach Abschluss der Qualifizierten  Entzugsbehandlung besteht die Möglichkeit zur  Weiterbehandlung in der fachärztlich geleiteten Suchtambulanz (z.B. medikamentöse Rückfallprophylaxe durch Antabus®) oder bei einer zusätzlichen psychischen Erkrankung (wie z. B. Depression) in unserer suchtmedizinischen Tagesklinik. Darüber hinaus kann ggf. die nahtlose Übermittlung in eine medizinische Rehabilitation vorbereitet werden.

Eine Aufnahme ist jederzeit möglich.

Suchtmedizinisches Zentrum

Anmeldung/ Aufnahme

 +49 541 313 400