Abhängigkeit von illegalen Drogen

Die Abhängigkeit von illegalen Drogen (also Suchtstoffen, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen und dessen Erwerb, Besitz, Abgabe und Verkauf verboten sind) liegt vor, wenn drei oder mehr dieser sechs Diagnosekriterien mindestens einen Monat lang gleichzeitig vorliegen:

  • starker Wunsch oder Zwang, illegale Drogen zu konsumieren,
  • Schwierigkeiten, den Konsum illegaler Drogen zu kontrollieren, 
  • anhaltender Konsum trotz schädlicher Folgen. 
  • der Konsum illegalen Drogen ist wichtiger als andere Aktivitäten und Verpflichtungen, 
  • Toleranzerhöhung. Mit der Zeit muss die Menge erhöht werden, um die gleiche Wirkung zu erzielen
  • körperliche Entzugssymptome, wenn keine oder weniger illegale Drogen konsumiert werden. 

Der oft langjährige Konsum illegaler Drogen führt schwerwiegende soziale und gesundheitliche Folgen mit sich.
Innerhalb der medizinischen Klassifikation werden folgende Substanzklassen unterschieden:

  • Opioide (u. a. Heroin, Codein, andere opiathaltige Mittel)
  • Cannabinoide
  • Kokain 
  • Andere Stimulantien (u .a. Amphetamin, Methamphetamin „Crystal“) 
  • Halluzinogene (u. a. LSD, Mescalin) 

Unser Behandlungsangebot

Wir bieten eine qualifizierte Entzugsbehandlung für Erwachsene und nach Rücksprache in Ausnahmefällen Jugendliche bei einer Abhängigkeitserkrankung von illegalen Drogen an. Außerdem kann die Einstellung auf ein Substitut (z. B. Methadon) und die Entgiftung von Beikonsum während der Substitution durchgeführt werden.
Unser Behandlungskonzept ist ganzheitlich. Neben der medikamentengestützten körperlichen Entgiftung stehen die ausführliche Diagnostik der somatischen Begleit- und Folgekrankheiten sowie eine gezielte Psychodiagnostik. 
Nach Abschluss der Entgiftung besteht die Möglichkeit der Weiterbehandlung in der fachärztlich geleiteten Suchtambulanz. Darüber hinaus kann ggf. die nahtlose Übermittlung in eine medizinische Rehabilitation vorbereitet werden.

Suchtmedizinisches Zentrum

Anmeldung/ Aufnahme

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