Endoprothetikzentrum

In unserem EndoProthetikZentrum (EPZ) erfolgt die Versorgung von unter Gelenkverschleiß (Arthrose) leidenden Patienten mit Kunstgelenken. Durch den Ersatz von geschädigten Gelenken sollen Schmerzfreiheit sowie eine Verbesserung von Beweglichkeit und Lebensqualität bei den betroffenen Patienten erreicht werden. Bei Knochenbrüchen, insbesondere im Bereich des Hüftgelenkes, geht es vor allem um die rasche Wiederherstellung der Geh- und Belastungsfähigkeit des Verletzten.

Zertifizierte EndoProthetikZentren sollen nachweislich die Durchführung von qualitätsfördernden Behandlungselementen sicherstellen. Der Zertifizierungsprozess überprüft die Erfüllung der medizinischen Standards rund um die Behandlung unter Einbeziehung aller beteiligten Berufsgruppen. Hierzu gehören: Niedergelassene Orthopäden, Röntgenärzte, Narkoseärzte, Krankengymnasten, Pflegefachkräfte, OP-Pflegefachkräfte, Narkose-Pflegefachkräfte, Sanitätshaus, Sozialdienst und Entlassungsmanagement und das Reha-Zentrum Oberhausen.

In unserem EndoProthetikZentrum werden zementfreie und teilzementierte Hüftgelenksprothesen nach aktuellem medizinischen Standard implantiert. Darüber hinaus erfolgt das Einsetzen künstlicher Kniegelenke unter Anwendung eines Navigationssystems, um die Genauigkeit der Implantatposition zu verbessern. Zu den regelhaft durchgeführten Eingriffen gehören auch Wechseloperationen von Hüft- und Knieprothesen. Alle Prothesen werden mit einer digitalen Software geplant.

Die Versorgung mit Endoprothesen endet bei uns nicht mit der Entlassung nach einer Operation – wir bieten unseren Patienten eine anschließende Rehabilitation im Reha-Zentrum Oberhausen an, dass sich direkt bei uns am Haus befindet. Und um den Behandlungserfolg zu gewährleisten, besteht während dieser Zeit auch weiterhin Kontakt zu den Hauptoperateuren.

Zentrumsleitung

Zentrumsleitung

Dr. med. Michael Strelow
Dr. med. Michael Strelow

Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Leiter des EndoProthetikZentrums
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Spezielle Unfallchirurgie

 +49 208 695-232

  +49 208 695-5709

 unfallchirurgie.stc(at)ob.ameos.de

Kooperationspartner

Kooperationspartner

Interne Kooperationspartner im AMEOS Klinikum St. Clemens:

  • Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin; Chefärztin Dr. med. Elke Fortkamp-Schneider
  • Klinik für Allgemein-, Viszeral– und Gefäßchirurgie; Leiter Gefäßchirurgie Dr. med. Zahi Saleh
  • Klinik für Geriatrie (internistische Versorgung); Chefarzt Dr. med. Hans-Martin Frühauf
  • Sozialdienst und Entlassungsmanagement: Frau Britta Angerstein, Frau Kathrin Köhler, Frau Margit Gall

Externe Kooperationspartner des AMEOS Klinikums St. Clemens:

  • RIO Radiologie Institut Oberhausen; Konventionelle Radiologie, CT, MRT & Nuklearmedizin
  • AMEOS Reha Zentrum Oberhausen; Stationäre Physiotherapie/Ergotherapie, ambulante Rehabilitation
  • Sanitätshaus STRAUBE; Technische Orthopädie und Hilfsmittelversorgung
  • MVZ Labor Münster, Dr. Löer, Prof. Cullen und Kollegen GbR
  • Pathologie MVZ Institut für klinische Genetik, Pathologie und Zytologie; Dr. med. Gyulay, Dr. med. Nemesszeghy
  • Strahlentherapie borad Gemeinschaftspraxis Bottrop; Dr. med. György Lövey
  • Universitätsklinikum Bonn; Endoprothetikzentrum der Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie; Univ.-Prof. Dr. med. D.C. Wirtz

Niedergelassene Kooperationspartner:

Zur Qualitätsoptimierung kooperiert das EPZ mit erfahrenen niedergelassenen Fachärzten für Orthopädie, somit ist auch nach dem stationären Aufenthalt eine optimale Versorgung der Patienten gewährleistet.

  • Praxis Drs. med. Thomas Krock / Jian Wang
    Eugen-zur-Nieden-Ring 1, 46145 Oberhausen
    Telefon: 0208 69977
     
  • Praxis Guido Hoppe
    Bahnhofstraße 64, 46145 Oberhausen
    Telefon: 0208 633672
Qualitätsindikatoren

Qualitätsindikatoren

Im Rahmen unseres EndoProthetikZentrums sind wir verpflichtet, diverse Qualitätsindikatoren nach Vorgabe der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie einzuhalten und kontinuierlich zu kontrollieren. Folgende Qualitätsindikatoren sind für uns relevant:

  • Erfüllung der Mindest-Operationszahlen zur Sicherung der Qualität
  • Vorhalten von mindestens 2 Hauptoperateuren, welche mindestens 50 bzw. 100 Operationen pro Jahr durchführen müssen
  • Jeder Patient muss durch einen der Hauptoperateure operiert werden
  • Zu 100% muss prä- und postoperativ eine Röntgenaufnahme zur Diagnosesicherung und Implantationsqualität erstellt werden
  • Es muss zu 100% eine präoperative Prothesenplanung durch die Operateure erfolgen
  • Überwachung von aufgetretenen Infektionen nach der Operation
  • Überprüfung der Implantatlage anhand von Winkeln und weiteren Messparametern
  • Registrierung und Bewertung von Komplikation nach der Operation
  • Jährliche Überwachung der Patientenzufriedenheit
  • Teilnahme am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) Link

Diese und noch weitere Qualitätsindikatoren werden jährlich erfasst und umfassend ausgewertet. Auf Basis der Auswertung und dem Vergleich mit anderen Zentren werden Auffälligkeiten sofort behoben. Die ständige Verbesserung der Zentren durch die Überprüfung der Qualitätsindikatoren führt automatisch zu mehr Qualität in der Versorgung der Patienten und somit auch zu mehr Patientensicherheit. Unsere guten Ergebnisse werden nicht nur intern, sondern auch extern durch die bundesweiten Auswertungen der externen Qualitätssicherung erfasst und ausgewertet.

Wartezeitenerhebung

Wartezeitenerhebung

Die Patienten müssen im Durchschnitt nur knapp 10 Tage auf einen Sprechstundentermin warten, innerhalb der Sprechstunde beträgt die Wartezeit ca. 15 Minuten.

Indikationsbesprechung

Indikationsbesprechung

Alle Patienten, die zur Operation vorgesehen sind, werden in der sogenannten Indikationsbesprechung mit allen Unterlagen und Röntgenbildern vorgestellt, um in jedem Einzelfall kritisch zu überprüfen, ob die Operation und das vorgesehene Verfahren wirklich gerechtfertigt sind.

Außerdem wird vor Aufnahme des Patienten hierbei das diagnostische und therapeutische Vorgehen festgelegt. Durch dieses Vorgehen sollen unnötige Operationen vermieden werden und durch die Besprechung im Team soll sichergestellt werden, dass alle therapeutischen Möglichkeiten mitbedacht werden.

Elektronische Prothesenplanung

Elektronische Prothesenplanung

Im EndoProthetikZentrum besteht die Verpflichtung zu 100% alle Prothesen vor der Operation anhand der Röntgenbilder zu planen. Dies erfolgt mit einer speziellen Software. Dadurch soll die Präzision des Einsatzes von Hüft- oder Knieprothesen deutlich verbessert werden.

Hüfte

Hüfte

Arthrose

Aufgrund der zunehmenden Alterung unserer Gesellschaft gehören Verschleißerkrankungen zu den häufigsten Gelenkbeschwerden. Sie führen früher oder später dazu, dass die Bewegungen schwerfälliger werden, Gelenke schmerzen und die Beschwerden mitunter unerträglich werden. Zeigen die konservativen Behandlungsformen hier keine Linderung mehr, ist es oftmals notwendig, das verschlissene Gelenk durch ein Kunstgelenk zu ersetzen.

Abhängig vom Lebensalter kommt es früher oder später zu Verschleißvorgängen. Die Knorpelschicht des Hüftgelenks wird abgerieben und dadurch dünner. Der unter dem Knorpel gelegene Knochen wird vermehrter mechanischer Beanspruchung ausgesetzt und reagiert mit einer Verdichtung seiner Binnenstruktur. Im weiteren Verlauf wird das Gelenk verformt und der Knochen wird löcherig. Um die Druckauffangzone zu verbreitern, baut der Körper Knochenmaterial an, mit dem die Hüftpfanne verbreitert wird. Der Hüftkopf weist dann keine Kugelform mehr auf. Aufgrund einer weiter alternden Gesellschaft und höheren Leistungsansprüchen hat die Abnutzung der Gelenke deutlich zugenommen, so dass immer häufiger künstliche Gelenke eingesetzt werden müssen. Das Ungleichgewicht zwischen der individuellen Knorpelqualität (Veranlagung) und der individuellen Belastung des Knorpels führt zur Arthrose. Begünstigend sind Anlagestörungen und Fehlstellungen der Gelenke (X- oder O-Beine, Hüftdysplasie), Überlastungen durch erhöhtes Körpergewicht, Beruf und Sport sowie Unfallfolgen und Erkrankungen, die den Knorpel schädigen wie Rheuma, Gicht, Entzündungen u. ä.

Es kommt zu Anlaufschmerzen und Schmerzen nach längerer Belastung, später auch zu Ruheschmerzen. Wenn die konservativen Maßnahmen wie Physiotherapie, Schmerzmedikamente, Gelenkspülungen, Einspritzung von Medikamenten und Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln nicht mehr helfen und der Leidensdruck zu groß wird, ist die Indikation zum Gelenksersatz gegeben.

Hüftgelenkersatz

Die Implantation eines künstlichen Hüftgelenks zählt zu den häufigsten orthopädischen Eingriffen. Je nach Alter des Patienten und der zugrundeliegenden Erkrankung kommen dabei ganz unterschiedliche Prothesenmodelle und Gleitpaarungen (Keramik/Kunststoff/Metall) zum Einsatz. Welche Prothesenauswahl die richtige ist, ist individuell sehr unterschiedlich und wird von uns ausführlich mit den Betroffenen unter Berücksichtigung aller individuellen Parameter besprochen. Bei jüngeren Patienten ohne gravierende Fehlstellungen sind besonders schonende Implantate, sogenannte Kurzschaftprothesen, zu empfehlen. Sie bieten den Vorteil, dass zum Einsetzen weniger Knochensubstanz am Schenkelhals entfernt werden muss und der Einsatz somit schonender gelingt. Die Verankerung erfolgt meistens zementfrei, in Einzelfällen kann je nach Knochenqualität eine Teil- oder Totalzementierung erforderlich sein. Ebenso entscheidend für die Prothesenplanung ist die Gleitpaarung, also das Material der gelenkflächenbildenden Teile. Sie wird in der Regel in Abhängigkeit vom Patientenalter gewählt.

Das künstliche Hüftgelenk besteht aus einer Hüftpfanne und dem Hüftschaft, auf den ein Kugelkopf aufgesteckt wird, der sich in der Pfanne bewegt. Die Pfanne wird in den Beckenknochen eingeschlagen und kann zur Sicherheit mit Schrauben fixiert werden.

In den Oberschenkelschaft wird in Abhängigkeit von der Knochenqualität ein zementfreier oder zementierter Prothesenschaft eingesetzt, als Hüftkopf kommen Keramik- Metallimplantate zum Einsatz.

Frühmobilisation und Rehabilitation nach Hüft-OP

Die frühzeitige Mobilisation ist das wichtigste Element der Nachbehandlung. Wenn möglich, setzt sich der Patient schon am ersten Tag nach der Operation auf die Bettkante und geht unter Anleitung eines Physiotherapeuten die ersten Schritte. Dazu kommen aktive und passive Bewegungsübungen im Bett, auch unter Einsatz einer sogenannten Motorschiene. Die Krankengymnastik wird während des gesamten stationären Aufenthaltes fortgesetzt. Die Patienten lernen, sicher an Unterarmgehstützen zu gehen und Treppen zu steigen. Die Prothese ist in der Regel sofort voll belastbar.

Nach Entlassung aus der stationären Behandlung erfolgt normalerweise eine mindestens dreiwöchige Anschlussheilbehandlung im AMEOS Reha Zentrum Oberhausen oder in einer geeigneten Rehabilitationsklinik.

Knie

Knie

Arthrose

Aufgrund der zunehmenden Alterung unserer Gesellschaft gehören Verschleißerkrankungen zu den häufigsten Gelenkbeschwerden. Sie führen früher oder später dazu, dass die Bewegungen schwerfälliger werden, Gelenke schmerzen und die Beschwerden mitunter unerträglich werden. Zeigen die konservativen Behandlungsformen hier keine Linderung mehr, ist es oftmals notwendig, das verschlissene Gelenk durch ein Kunstgelenk zu ersetzen.

Abhängig vom Lebensalter kommt es früher oder später zu Verschleißvorgängen. Die Knorpelschicht des Kniegelenks wird abgerieben und dadurch dünner. Der unter dem Knorpel gelegene Knochen wird vermehrter mechanischer Beanspruchung ausgesetzt und reagiert mit einer Verdichtung seiner Binnenstruktur. Im weiteren Verlauf wird das Gelenk verformt und der Knochen wird löcherig. Um die Druckauffangzone zu verbreitern, baut der Körper Knochenmaterial an. Aufgrund einer weiter alternden Gesellschaft und höheren Leistungsansprüchen hat die Abnutzung der Gelenke deutlich zugenommen, so dass immer häufiger künstliche Gelenke eingesetzt werden müssen. Das Ungleichgewicht zwischen der individuellen Knorpelqualität (Veranlagung) und der individuellen Belastung des Knorpels führt zur Arthrose. Begünstigend sind Anlagestörungen und Fehlstellungen der Gelenke (X- oder O-Beine), Überlastungen durch erhöhtes Körpergewicht, Beruf und Sport, Unfallfolgen und Erkrankungen, die den Knorpel schädigen wie Rheuma, Gicht, Entzündungen u. ä.

Es kommt zu Anlaufschmerzen und Schmerzen nach längerer Belastung, später auch zu Ruheschmerzen. Wenn die konservativen Maßnahmen wie Physiotherapie, Schmerzmedikamente, Gelenkspülungen, Einspritzung von Medikamenten und Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln nicht mehr helfen und der Leidensdruck zu groß wird, ist die Indikation zum Gelenksersatz gegeben.

Kniegelenkersatz

Das Kniegelenk ist das größte Gelenk im menschlichen Körper. Bei hochgradigen, schmerzhaften, degenerativen Veränderungen kann die Beweglichkeit meist nur noch durch Implantation eines künstlichen Kniegelenkes wieder hergestellt werden.

Dabei ist je nach individuellem Befund genau zu prüfen, ob ein Teilgelenk- oder ein vollständiger Gelenkersatz notwendig ist. Es werden navigierte, zementierte oder teilzementierte Oberflächenersatzprothesen eingesetzt. Je nach Befund wird ein Kniescheibenrückflächenersatz durchgeführt. Bei komplexen Kniedeformitäten, Achsenabweichung mit Knochenteilverlust oder bei ausgedehnter Osteoporose kommen ergänzende Prothesenmodule in angepasster Höhe und Form zur Anwendung.
Es handelt sich bei der Knieendoprothese um einen Oberflächenersatz, das heißt es wird nur der verschlissene Anteil erneuert. Das bedeutet, dass der oberflächlich zerstörte Knorpel und Knochen am Oberschenkel (Femur) und Unterschenkel (Tibia) entfernt und jeweils durch einen Metallüberzug ersetzt wird. Mit einem kleinen Schaft oder Stiften erfolgt die Verankerung im Knochen. Dabei wird in der Regel antibiotikahaltiger Knochenzement verwendet. Um die Reibung zwischen Ober- und Unterschenkelprothesenteil möglichst gering zu halten, wird ein Kunststoffinlay als Gleitlager eingefügt.

Je nach Stabilität des Knies und Ausdehnung des Schadens stehen verschiedene Implantate zur Auswahl:

  • ungekoppelt bei stabilem Knie
  • stabilisierend bei Schaden des hinteren Kreuzbandes
  • teilgekoppelt bei Seitenbandinstabilität
  • achsgeführt bei hochgradiger Kapsel-Bandzerstörung.


Knie-Navigation

Alle Knieprothesen werden vor der Operation anhand der Röntgenbilder digital geplant, während der Operation erfolgt die Anwendung eines Navigationssystems, um eine präzise Beinachse zu erreichen. Dadurch soll eine möglichst gleichmäßige Belastung der Prothesenkomponenten und ein bestmögliches funktionelles Resultat erzielt werden.
Das Navigationssystem besteht aus einem Kamerasystem und einem Rechner, mit optischen Sensoren werden Operationsinstrumente und Schablonen am Knochen ausgerichtet und fixiert, bevor die Knochensägeschnitte durchgeführt werden. Am Oberschenkel und am Schienbein werden die verschlissenen Knorpel-/Knochenanteile möglichst sparsam entfernt, hierfür müssen die Sägeschnitte so ausgerichtet werden, dass sich danach eine normale Beinachse ergibt, X-oder O-Bein-Fehlstellungen werden auf diese Weise korrigiert.

Frühmobilisation und Rehabilitation nach Knie-OP

Die frühzeitige Mobilisation ist das wichtigste Element der Nachbehandlung. Wenn möglich, setzt sich der Patient schon am ersten Tag nach der Operation auf die Bettkante und geht unter Anleitung eines Physiotherapeuten die ersten Schritte. Dazu kommen aktive und passive Bewegungsübungen im Bett, auch unter Einsatz einer sogenannten Motorschiene. Die Krankengymnastik wird während des gesamten stationären Aufenthaltes fortgesetzt. Die Patienten lernen, sicher an Unterarmgehstützen zu gehen und Treppen zu steigen. Die Prothese ist in der Regel sofort voll belastbar.

Nach Entlassung aus der stationären Behandlung erfolgt normalerweise eine mindestens dreiwöchige Anschlussheilbehandlung im Reha Zentrum Oberhausen (RZO) oder in einer geeigneten Rehabilitationsklinik.

Prothesenwechsel

Prothesenwechsel

Wann und wie?

Prothesenwechsel erfolgen bei Lockerungen, Materialversagen, Infektionen und Prothesenausbrüchen. Die Indikation zum Prothesen-Wechsel sollte nur nach ausführlicher Diagnostik und Durchsicht aller Befunde von einem erfahrenen Operateur erfolgen. Da der Wechsel der Prothese in der Regel schwieriger ist als die Erstimplantation, bedarf es neben der operativen Erfahrung einer sorgfältigen Planung und Auswahl der geeigneten Revisionsimplantate. Wir führen alle Revisionsoperationen vom Austausch einzelner Komponenten bis hin zum kompletten Austausch der gesamten Prothese in ein- oder zweizeitigem Wechsel durch. Für Wechseloperationen mit Knochendefekten stehen auch sehr lange Schäfte und modernste modulare Systeme nach dem „Baukastenprinzip“ zur Verfügung.
Bei Infektionsnachweis (in der Regel durch Bakterien) muss die Revision meist zweizeitig durchgeführt werden. In der ersten OP wird das Implantat komplett entfernt, das Knochenlager gereinigt und ein Platzhalter aus antibiotikahaltigem Knochenzement an die Stelle der Prothese implantiert. Nach sicherer Ausheilung der Infektion kann in einem zweiten Eingriff ca. 8- 12 Wochen danach die Revisionsprothese eingesetzt werden.

Frühmobilisation und Rehabilitation nach Prothesenwechsel

Die frühzeitige Mobilisation ist das wichtigste Element der Nachbehandlung. Wenn möglich, setzt sich der Patient schon am ersten Tag nach der Operation auf die Bettkante und geht unter Anleitung eines Physiotherapeuten die ersten Schritte. Dazu kommen aktive und passive Bewegungsübungen im Bett, auch unter Einsatz einer sogenannten Motorschiene. Die Krankengymnastik wird während des gesamten stationären Aufenthaltes fortgesetzt. Die Patienten lernen, sicher an Unterarmgehstützen zu gehen und Treppen zu steigen. Die Belastbarkeit der Prothese hängt vom Versorgungstyp ab, bei stabilen Versorgungen ist die Prothese in der Regel sofort voll belastbar, bei komplizierten Wechseln ist unter Umständen eine Entlastung oder Teilbelastung für 6 bis 12 Wochen erforderlich.

Nach Entlassung aus der stationären Behandlung erfolgt normalerweise eine mindestens dreiwöchige Anschlussheilbehandlung im AMEOS Reha Zentrum Oberhausen (RZO) oder in einer geeigneten Rehabilitationsklinik.

Fraktur

Fraktur

Endoprothesen nach Oberschenkelhalsbruch

Im EndoProthetikZentrum erfolgen auch prothetische Versorgungen von Oberschenkelhalsbrüchen mit Hüft-Teil- oder Total-Endoprothesen.

Der Oberschenkelhalsbruch gehört zu den häufigsten Knochenbrüchen des höheren Lebensalters, der Anteil beträgt über 50% an den hüftnahen Oberschenkelbrüchen. Es handelt sich, nach wie vor, um eine sehr schwere Verletzung mit hoher Komplikationsquote und Sterblichkeit. Es ist daher wichtig, die Patienten frühzeitig, das heißt innerhalb von maximal 48 Stunden operativ zu versorgen. Durch die prothetische Versorgung wird eine Frühmobilisation mit Vollbelastung überhaupt erst möglich. Hierdurch kann nachweislich die Komplikationsrate und Sterblichkeit gesenkt werden. Durch die frühe Vollbelastung haben die Patienten die Chance, ihre frühere Mobilität zurückzuerlangen. Die Versorgung der Oberschenkelhalsbrüche erfolgt im Rahmen des EPZ und des zertifizierten Zentrums für Alterstraumatologie (ZAT) in Zusammenarbeit mit der geriatrischen Abteilung am AMEOS Klinikum St. Clemens. In die Behandlung eingebunden sind außerdem die anästhesiologische Abteilung, der Sozialdienst, die Physiotherapie, die Ergotherapie. Das gehört zum Konzept der ganzheitlichen Versorgung der oft mehrfach schwer erkrankten Patienten.

Frühmobilisation und Rehabilitation nach Oberschenkelhalsbruch

Die frühzeitige Mobilisation ist das wichtigste Element der Nachbehandlung. Wenn möglich, setzt sich der Patient schon am ersten Tag nach der Operation auf die Bettkante und geht unter Anleitung eines Physiotherapeuten die ersten Schritte. Dazu kommen aktive und passive Bewegungsübungen im Bett, auch unter Einsatz einer sogenannten Motorschiene. Die Krankengymnastik wird während des gesamten stationären Aufenthaltes fortgesetzt. Die Patienten lernen, sicher an Unterarmgehstützen zu gehen und Treppen zu steigen. Die Prothese ist in der Regel sofort voll belastbar. Den Patienten wird die Möglichkeit einer hausinternen geriatrischen Frührehabilitation angeboten, außerdem besteht die Möglichkeit nach Entlassung aus der stationären Behandlung eine Weiterbehandlung in der geriatrischen Tagesklinik durchzuführen. Nach Entlassung kann danach zusätzlich noch eine mindestens dreiwöchige Anschlussheilbehandlung im AMEOS Reha Zentrum Oberhausen (RZO) oder in einer geeigneten Rehabilitationsklinik erfolgen.

Hauptoperateure

Hauptoperateure

Ärztliche Leitung und Hauptoperateur:

Dr. med. Michael Strelow
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, spezielle Unfallchirurgie

Zentrumskoordinator und Hauptoperateur:

Dr. med. Christoph Berndt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, spezielle Unfallchirurgie

In EndoProthetikZentren werden besondere Anforderungen an die Operateure gestellt, wenn sie die Bezeichnung „Hauptoperateur“ tragen wollen. Damit soll sichergestellt werden, dass nur Ärzte endoprothetische Operationen durchführen, die über eine besondere Fachexpertise verfügen. Die ausgewiesene Fachexpertise ist an festgelegte Kriterien gebunden. So müssen Hauptoperateure Fachärzte einer der folgenden Fachrichtungen sein:

  • Facharzt für Orthopädie
  • Facharzt für Chirurgie mit Schwerpunktbezeichnung Unfallchirurgie
  • Facharzt für Chirurgie (alte WBO vor 2003)
  • Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Diese Qualifikation der Hauptoperateure muss in einer Überprüfung nachgewiesen werden.

Ein weiteres Kriterium für die Fachexpertise stellt die durchgeführte Anzahl an endoprothetischen Operationen dar, denn je mehr Erfahrung ein Operateur auf seinem Fachgebiet hat, desto sicherer führt er seine Operationen durch. Jeder Hauptoperateur muss mindestens 50 endoprothetische Versorgungen am Hüft - und/oder Kniegelenk (einschließlich Wechseloperationen) pro Jahr am EndoProthetikZentrum nachweisen und zwar jeweils rückwirkend für die vergangenen zwei Jahre. Der Nachweis erfolgt durch Vorlage der OP – Berichte und wird im Rahmen einer externen Kontrolle überprüft.