Geburt ohne Angst und Schmerzen

Der Geburtsschmerz wird nicht immer gleich empfunden. Ihr Befinden, Ihre Gedanken und Ihre Erwartungen beeinflussen das Schmerzempfinden unter der Geburt. Aus diesem Grunde ist es uns sehr wichtig, eine Atmosphäre zu schaffen, in der Sie und Ihr Kind sich wohl, verstanden, sicher, selbstbestimmt und geborgen fühlen. Es ist bewiesen, dass ein niedriger Adrenalinspiegel gerade in der sogenannten Eröffnungsphase die Geburt sehr erleichtert.

Wohlfühlatmosphäre im Kreißsaal

Wohlfühlatmosphäre im Kreißsaal

Wer den Kreißsaalbereich betritt, lässt die Unruhe des normalen Krankenhausbetriebes hinter sich. Boden-Einbauleuchten werfen ruhiges Licht auf die in warmen Farben getönten Wände. Die warmen Holztöne des Mobiliars bieten eine behagliche Atmosphäre. In der Wartezone befindet sich ein gläserner Fußboden, dessen Quader sich zu einer beleuchteten Blumenwiese zusammensetzen. Die Entbindungsräume sind großzügig angelegt. An den Decken funkeln hunderte kleiner Sterne an einem imaginären Himmel. Jeder Entbindungsraum verfügt über eine separate Dusche und ein WC.

Selbstbestimmung der Gebärenden

Selbstbestimmung der Gebärenden

Eine Geburt wird durch angeborene Instinkte geleitet. Wir möchten Ihnen das Gefühl geben, dass Sie spüren dürfen, was Ihnen „gut tut“. Sie sollen keine Hemmungen haben, laut zu sein, zu atmen, so zu sein wie sie gerade sein wollen, und jede mögliche Körperhaltung einzunehmen, die Ihnen bequem erscheint.

Sie haben die Möglichkeit in jeglicher Position zu entbinden. Ob Sie stehend, hockend, kniend oder im Wasser gebären möchten, bleibt Ihnen überlassen und wir begleiten Sie dabei gerne.

Manche Frauen besitzen die Fähigkeit, sich vor der ganzen Welt „abzuschirmen“. Eine solche Selbstbestimmung – Privacy – ist günstig für den Geburtsverlauf. Hebammen und Ärzte brauchen eine gebärende Frau nicht durch wiederholte vaginale Untersuchungen zu stören. Allein vom Zuhören können wir viel über den Geburtsverlauf erfahren.

Entspannungsbad

Entspannungsbad

Das Eintauchen in ein Becken voll warmen Wassers trägt sehr zur Eröffnung des Muttermundes bei. Obwohl die Kontraktionen im Wasser häufig weniger intensiv und weniger schmerzhaft sind, können Sie spüren, dass sie mehr bewirken.

Das Eintauchen in körperwarmes Wasser senkt drastisch den Adrenalinspiegel. Nicht selten ist nach einem entspannenden Bad der Muttermund vollständig geöffnet.

Wer sich zu einer Wassergeburt entschließt, kann dies in einer Entbindungswanne tun, die von einer warmen Leuchtwand umgeben ist, in der getrockneter Lavendel eingegossen ist.

Durchatmen und Massage

Durchatmen und Massage

In einem Geburtsvorbereitungskurs oder durch eine Anleitung unter der Geburt können Sie Techniken zur Entspannung erlernen und erfahren. Ruhiges und vertrauensvolles „Durchatmen“ stärkt Ihr Körpergefühl und trägt zur Entspannung bei. Bewusste Körperhaltung und -ausrichtung sowie Massage führen zur Entspannung. Der Adrenalinspielgel wird gesenkt.

Homoeopathie/Akupunktur/Akupressur

Homoeopathie/Akupunktur/Akupressur

Homöopathische Mittel („Kügelchen“), Bachblütentherapie, Aromatherapie und Akupunktur sind Mittel aus der Erfahrungsmedizin. Wir setzen sie – wenn Sie dies wünschen - sehr gerne ein, weil wir um Ihre Vorteile und Erfolge wissen.

PDA

PDA

Die Periduralanalgesie hat sich als besonders wirksame und schonende Form der Schmerzlinderung in der Geburtshilfe erwiesen. Unter örtlicher Betäubung wird ein sehr dünner Kunststoffschlauch (Katheter) zwischen zwei Wirbel bis in die Nähe der Rückenmarkshaut (Dura) eingeführt (Periduralraum). Über den Katheter können nach Bedarf wiederholt Schmerzmittel gegeben werden.

Die PDA wird durch den Anästhesisten gelegt. Ein Anästhesist ist 24 h verfügbar.

Zur Anwendung kommen sogenannte Lokalanästhetika (lokale Betäubungsmittel) in Kombination mit stark wirksamen Schmerzmitteln in sehr niedriger Dosierung. Bei guter Schmerzlinderung können Sie so die Beine noch bewegen, sodass Positionswechsel und Gehen mit Hilfe gut möglich sind (Walking-PDA). Über eine programmierte Spritzenpumpe können Sie selbst weitere Gaben des Medikamentes über den Katheter sicher selbst bestimmen (patientenkontrollierte Analgesie).

Unter diesen Bedingungen ist mit einer PDA die Rate an Saugglocken-, Zangen- oder Kaiserschnittentbindungen genauso hoch wie bei einer Geburt ohne PDA. Auch bei einer Muttermundsweite unter 3 cm kann eine PDA gelegt werden, insofern regelmäßige Wehentätigkeit beseht. Eine frühzeite Anlage der PDA kann sinnvoll sein.

Es gibt Kontraindikationen für den Einsatz der PDA. Dies kann z.B. an neurologischen, hämatologischen oder orthopädischen Vorerkrankungen liegen. Aus diesem Grund gibt es die Möglichkeit, sich bereits in der Schwangerschaft in der Klinik für Anästhesiologie vorzustellen.Termine zur Anästhesievorstellung werden über das Sekretariat der Frauenklinik vermittelt.

Allgemeinanalgesie

Allgemeinanalgesie

Bei der Allgemeinanalgesie werden schmerzlindernde Medikamente als Zäpfchen verabreicht oder in die Vene oder in den Muskel gespritzt. Da diese Medikamente Sie und Ihr Baby schläfrig machen können, werden sie vor allem während der frühen Phase der Geburt verwendet. Es handelt sich dabei um seit Jahrzehnten in der Geburtshilfe eingesetzte Medikamente (z.B. kurz wirkende Opioide, krampflösende Substanzen) ohne nachhaltige Nachteile für Mutter und Kind.

Lachgas

Lachgas

Lachgas wird eingeatmet. Es damit sofort verfügbar und schnell wirksam. Das „moderne“ Lachgas wird in einer festen Mischung aus Distickstoffmonoxid und Sauerstoff eingesetzt. Die Analgesie setzt sehr schnell ein und endet nur wenige Atemzüge nach Absetzen der Therapie.

Narkose Kaiserschnitt

Narkose Kaiserschnitt

Ein Kaiserschnitt wird entweder in Regionalanästhesie (Peridural- oder Spinalanästhesie) oder unter Vollnarkose durchgeführt.

Während die Mutter bei der Vollnarkose ohne Bewusstsein ist, bleibt sie bei der regionalen Betäubung wach und kann die Geburt miterleben.

Bei der Spinalanästhesie wird das Betäubungsmittel in den Rückenmarkskanal zwischen die Lendenwirbel gespritzt. Die Einstichstelle wird örtlich betäubt, so dass das Spritzensetzen schmerzlos ist. Der gesamte Unterleib und die Beine werden betäubt und sind für mehrere Stunden schmerzfrei.

Auch bei der PDA wird nur der Unterleib betäubt. Allerdings bleibt ein dünner Schlauch liegen, so dass der Narkosearzt nach Bedarf Narkosemittel geben kann.