07.04.2017  | AMEOS Klinikum Hameln

Bei Depression: Let’s talk!

Hameln, 7. April 2017. Am heutigen Freitag ist Weltgesundheitstag. Dieser Tag steht unter dem Motto: „Depression, let’s talk“, um über das Krankheitsbild der Depression und deren Behandlungsmethoden aufzuklären. Immerhin gehört die Depression zu den ältesten Krankheiten der Menschheit. In einer Studie des Robert Koch-Instituts gibt etwa jeder zwölfte Erwachsene in Deutschland an, unter einer depressiven Symptomatik zu leiden. Bundesweit sind innerhalb eines Jahres rund 5,3 Millionen Menschen davon betroffen. Doch was tun, wenn die grauen Wolken sich am eigenen Horizont zu einem Gewitter zusammenballen?

Im AMEOS Klinikum Hameln wird depressiven Menschen geholfen. Das Klinikum bietet unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten an: vom vollstationären Krankenhausaufenthalt über den teilstationären Bereich hinzu Psychiatrischen Institutsambulanzen ist das Spektrum breitgefächert. Welche Behandlungsform die Passende ist, wird mit dem Patienten gemeinsam besprochen. „Eine gute Zusammenarbeit mit unseren Patienten ist von Anfang an relevant. Der Standort in Hameln ist für viele Menschen mit depressiven Erkrankungen in der Region Hameln-Pyrmont eine wichtige Anlaufstelle“, erklärt Dr. med. Alexander Pain, Chefarzt des AMEOS Klinikums Hameln. „Eine Aufklärung über Depression ist sehr wichtig. Auch wenn Depressionen in der Bevölkerung heute kein Tabu mehr sind, fällt der Umgang damit immer noch schwer. Viele Menschen gehen mit einer Depression nicht so offen um wie mit einer körperlichen Krankheit. Sie gilt immer noch als Schwäche, gerade in der Arbeitswelt. Wer an einer Depression leidet, ist nicht bloß traurig und kann sich nicht einfach zusammenreißen. Depressive brauchen professionelle Hilfe. Jeder sollte wissen, dass psychische Krankheiten in der Regel gut behandelbar sind“, berichtet Dr. med. Alexander Pain weiter.

Menschen ab dem Kindesalter können im AMEOS Klinikum Hameln behandelt werden. Das Klinikum selbst stellt Behandlungsangebote für Erwachsene ab 18 Jahren. Zudem hat die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des AMEOS Klinikums Hildesheim in Hameln eine Außenstelle. Dort werden Kinder und Jugendliche in einer Psychiatrischen Institutsambulanz sowie einer Tagesklinik behandelt.

Wie äußert sich eine Depression?

Eine Depression hat viele Gesichter und tritt in unterschiedlicher Dauer und Intensität auf. Sie unterscheidet sich auch zwischen den Geschlechtern. Nach dem internationalen Klassifizierungssystem ICD-10GM wird eine Depression festgestellt, wenn mindestens zwei der folgenden Hauptsymptome und zwei Nebensymptome mindestens zwei Wochen vorliegen. Zu den Hauptsymptomen zählen demnach eine fast ununterbrochene depressive, bedrückte Stimmung, der Verlust von Freude und Interessen sowie verminderter Antrieb oder erhöhte Ermüdbarkeit. Es gibt allerdings viele Nebensymptome, wie beispielsweise ein vermindertes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle, Störung der Konzentration und Aufmerksamkeit sowie eine negative Sicht auf sich selbst und die Zukunft bis zu Selbstmordgedanken. Auch Schlafstörungen und Appetitverlust können ein Indiz für eine Depression sein. Zudem können körperliche Beschwerden wie beispielsweise Magen-Darm-Probleme, Schmerzen, Schwindel oder Luftnot Ausdruck einer Depression sein. Der wichtigste Faktor bei der Diagnose einer Depression ist das Gespräch mit den Patienten.