Ästhetische Chirurgie

Der Blick in den Spiegel ist für viele Menschen ein Blick auf ihr Selbstbewusstsein, auf ihre Akzeptanz im Freundeskreis, auf Ihren Erfolg am Arbeitsplatz. Auffällige Befunde wie z.B. abstehende Ohren, Reiterhosen, Hautschädigungen oder Fettpolster können Grund sein, um sich in seiner Haut nicht wohl zu fühlen. Wer ästhetisch-plastischen Chirurg*innen aufsucht, ist in der Regel nicht krank, sondern unzufrieden mit seinem Aussehen. Diese Unzufriedenheit kann jedoch in mangelndes Selbstvertrauen, Minderwertigkeitsgefühle und depressive Stimmungsbilder mit Schwierigkeiten der Alltagsbewältigung umschlagen. Moderne Operationsmethoden erlauben heute Korrekturen an fast jedem Körperteil. Die häufigsten Eingriffe werden aber nach wie vor an Brust, Ohr und Nase vorgenommen.

Vor dem Eingriff – die Beratung

Bedingt durch die Fülle der operativen Möglichkeiten ist die Beratung der Patient*innen heute eine Kernaufgabe der ästhetisch-plastischen Chirurg*innen. Da prinzipiell jeder Eingriff Risiken mit sich bringt, müssen die Patient*innen genau über die Erfolgsaussichten und möglichen Komplikationen aufgeklärt werden. Nur wenn die Patient*innen mit realistischen Erwartungen in den OP-Saal gehen, kann der Eingriff zu einem besseren Körpergefühl führen.

Ziel ästhetisch-plastischer Operationen ist eine Harmonisierung der äußeren Erscheinung. Die Korrektur abstehender Ohren, zu großer Brüste oder tiefer Falten steht im Vordergrund. Seriöse Chirurg*innen lehnen den Wunsch nach reinen Lifestyle-Operationen wie „Katzenaugen“, Prominenten-Nasen oder grotesk großen Brüsten ab.

Ästhetisch-plastische Eingriffe werden heute nach Möglichkeit minimalinvasiv, mit kleinen oder wenig sichtbaren Narben vorgenommen. Die Kosten einer ästhetisch-plastischen Operation werden in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen. An möglichen Folgekosten im Falle medizinischer Komplikationen kann die Krankenversicherung die Patient*innen finanziell beteiligen.

Bruststraffung / Mastopexie

Bruststraffung / Mastopexie

Sind die Brüste unterschiedlich angelegt oder hat sich die Form nach Gewichtsabnahme oder Schwangerschaft verändert, kann die Form korrigiert werden. Viele Patientinnen stellen sich mit dem Wunsch der Vergrößerung vor. Bringt man die Brust in Form, stellen sie fest, dass nur das Absinken mit der Formveränderung störend war.

Bei der Bruststraffung, auch Mastopexie genannt, wird nur die Form der Brüste angepasst. Brustdrüsengewebe und Fett werden nicht entfernt. Die Größe bleibt erhalten

Es sind unterschiedliche Schnittvariationen und damit Narbenverläufe möglich. Es gibt 3 wesentliche Verfahren. Beim „T-Verfahren“ sieht die Narbe wie ein umgekehrtes T aus. Sie läuft um den Brustwarzenhof, geht in der Mitte vertikal nach unten zur Umschlagsfalte und hat dort einen zusätzlichen queren Verlauf. Das „i-Verfahren“ verzichtet auf die quere Narbe in der Brustumschlagsfalte. Bei der periareoläre Pexie, auch Donut-Technik, wird eine Narbe nur um den Brustwarzenhof gelegt. Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach dem Ausmaß der notwendigen Straffung und der Größe der Brust.

Die meist zu tief liegenden Brustwarzenvorhöfe müssen häufig an einer neuen, weiter oben gelegen Position eingesetzt werden. Sie bleiben im Gewebeverbund, sodass sich die Sensibilität und Berührungsempfindlichkeit fast immer erhalten lässt. Die Symmetrie wird immer im OP überprüft und ggf. direkt optimiert.

Wir nähen mit auflösenden Fäden. Ein manchmal schmerzhaftes Entfernen des Nahtmaterials kann so vermieden werden. Für den Eingriff wird ein stationärer Aufenthalt fast nie notwendig. Ein stützender BH soll 6 Wochen getragen werden. Form und Narbe lassen sich so verbessern.

Bauchstraffung / Abdominoplastik

Bauchstraffung / Abdominoplastik

Durch eine Schwangerschaft oder Übergewicht kommt es zur Überdehnung des Bauchgewebes. Die Elastizität des Gewebes geht verloren. Die Haut und das Unterhautfettgewebe am Bauch können sich dann nicht mehr vollständig zurückbilden. Es kommt zu einem Überschuss. Dieser kann dann eine Falte oder sogar einen Überhang am unteren Bauch, zum Schamhügel hin, bilden. In der Umschlagsfalte kommt es dann immer wieder durch Schweißbildung zu schmerzhaften Entzündungen. Diese sind können nur schlecht behandelt werden und kehren gerade im Sommer immer wieder. Auch reibt der Überschuss mechanisch in der Bekleidung. Gelegentlich sind die beiden geraden Bauchmuskeln (Rectusmuskeln) auseinandergewichen. Ein Schwäche mit einer Vorwölbung bis zur Fehlhaltungen der Wirbelsäule können die Folgen sein.

Bei einer Abdominoplastik oder Bauchdeckenstraffung wird das Bauchgewebe mit der Haut gelöst und der Überschuss von unten her entfernt. Der Bauchnabel muss dabei an seine alte Position zurück versetzt werden. Sind die Bauchmuskeln auseinander gewichen, können diese wieder durch eine Naht vereint, in ihre alte Position gebracht und damit gestrafft werden. Ein Bauchwandbruch würde natürlich gleich mit versorgt.

Die Narbe kommt oberhalb des Schamhügels quer zu liegen. Meist kann eine Kaiserschnittnarbe integriert werden. Gelegentlich wird noch eine kurze vertikale Narbe in der Mitte des Unterbauches notwendig, sodass dann das Bild eines „Ankers“ entsteht.

Wir nähen mit auflösenden Fäden. Ein manchmal schmerzhaftes Entfernen des Nahtmaterials wird so vermieden. Für den Eingriff wird ein stationärer Aufenthalt von ca. 3 - 4 Tagen notwendig. Die Entlassung richtet sich nach der Verweildauer der einliegenden Drainagen. Ein Stützmieder - dieses wird von uns bereits angepasst und angelegt - soll 6 Wochen getragen werden. In diesem Zeitraum sind schweres Heben und Bauchpressen zu vermeiden, um eine gelegte Muskelnaht nicht wieder auszureißen. Leichte berufliche Tätigkeiten können aber schon häufig nach ca. 3 Wochen wieder begonnen werden.

Brustverkleinerung / Mammareduktion

Brustverkleinerung / Mammareduktion

Ist die Brust zu groß, leiden die Patientinnen an dem Gewicht, welches im wahrsten Sinne Schulter und Rücken belastet. Typische Beschwerden sind Schmerzen im Rücken, Hals, Nacken und an den Schultern. Manchmal kommt es sogar zum Kopfschmerz aufgrund einer Fehlhaltung. Gelegentlich ist sogar die Brust aufgrund des Eigengewichtes stark empfindlich. Sogar Fehlhaltungen können die Folge sein.

Bei der Brustverkleinerung, auch Mammareduktion genannt, wird die Größe der Brüste reduziert und die Form angepasst. Es sind unterschiedliche Schnittvariationen und damit Narbenverläufe möglich. Die beiden häufigsten sind das „T-Verfahren“ und das „i-Verfahren“. Dabei wird Brustdrüsengewebe und Fett aus der jeweiligen Brust bis zum Erreichen der Zielgröße entfernt. Die meist zu tief liegenden Brustwarzenvorhöfe müssen dann an einer neuen, weiter oben gelegen Position eingesetzt werden. Sie bleiben im Gewebeverbund, sodass sich die Sensibilität und Berührungsempfindlichkeit fast immer erhalten lässt. Die Symmetrie wird immer im OP überprüft und ggf. direkt optimiert.

Wir nähen mit sich auflösenden Fäden. Ein manchmal schmerzhaftes Entfernen des Nahtmaterials kann so vermieden werden. Für den Eingriff wird ein stationärer Aufenthalt von ca. 2 – 3 Tagen notwendig. Ein Stütz-BH - dieser wird von uns bereits angepasst und angelegt - soll 6 Wochen getragen werden. Form und Narbe lassen sich so verbessern.

Lipödem

Lipödem

Das Lipödem ist eine häufige Erkrankung. Jede zehnte Frau leidet an ihr. Betroffen sind die Beine, weniger häufige auch die Arme. Meist findet sich eine Überbetonung der unteren Körperhälfte. Auch schlanke  Patientinnen können betroffen sein. Ein zu hohes Körpergewicht scheint somit nicht die Ursache sein.

Durch den vermehrten Austritt von Körperwasser aus dem Gefäßsystem ins Gewebe wird der physiologische Abtransport überlastet. Aus dem Überschuss resultiert ein Rückstau und damit eine schmerzhafte Schwellung des Fettgewebes. Das Krankheitsbild ist nicht komplett verstanden. Eine ursächliche Therapie exisitiert insofern nicht. Kompressionstherapie und Lymphdrainage können Linderung bringen.

Zur dauerhaften Entlastung kann das geschwollene Fettgewebe durch eine Fettsaugung oder auch Liposuction entfernt werden. Durch großflächige Volumenreduktion wird Druck aus dem Gewebe genommen. Das Verfahren sollte möglichst schonend sein, um die Blut- und Lymphgefäße nicht weiter zu schädigen und damit das System zu belasten.

Ein solch besonders schonendes und dadurch modernes Verfahren stellt die wasserstrahlassistierte Fettsaugung (WAL) dar. Durch einen feinen Wasserstrahl, abgegeben direkt aus der Absaugkanüle, werden Fettzellen aus dem Gewebeverbund gelöst. Die Blutgefäße ziehen sich unter dem Strahl zusammen, sodass eine Schädigung zusätzlich verringert wird. Im Gegensatz zu den ursprünglichen Verfahren können mit der WAL große Menge in einer Sitzung abgesaugt werden. Wurde früher die kritische Menge ab 4 - 5 Liter angegeben, können mit der WAL durchaus bis zu 8 - 10 Liter in einer Sitzung entfernt werden. Die Menge der Eingriffe lässt sich so deutlich reduzieren.

Bei älteren Verfahren wird das Fettgewebe mit einer speziellen Flüssigkeit infiltriert. Diese Lösung zur Vorbereitung des Fettgewebes wird Tumeneszenzlösung genannt. Sie sollte ca. 40 bis 60 Minuten vor der eigentlichen Saugung im Gewebe wirken. Bei der WAL entfällt diese Einwirkzeit. Die Operation wird deutlich kürzer und verträglicher. Auch wird nur noch ein wesentlich geringeres Volumen der Tumeneszenz benötigt, sodass sich die Flüssigkeitsbelastung der Körpers reduzieren lässt. Das Risiko einer Komplikation wird dadurch erheblich verringert.

In der Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie im AMEOS Klinikum Mitte Bremerhaven nutzen wird das sehr gute Gerät Body-jet Evo der Firma humanmed. Dieses Gerät zur WAL erlaubt die schonende und gleichzeitig präzise Liposuction großer Fettmengen.

Liposuction

Liposuction

Fett hat viele Aufgaben im Körper. Neben der Energiespeicherung, Isolierung und Hormonproduktion hat es eine Funktion als Polster und Verschiebeschicht. Die Verteilung des Fettgewebes im Körper bestimmt  unsere Kontur. Die Form und damit das Erscheinungsbild kann durch die Fettsaugung oder auch Liposuction modelliert und definiert werden. Man nennt es auch Liposculptur.

Bei einer Fettsaugung wird das Fettgewebe mit einer speziellen Flüssigkeit über kleine Stichkanäle (etwa 3 - 4 mm) infiltriert. Diese Lösung zur Vorbereitung des Fettgewebes wird Tumeneszenzlösung genannt. Sie sollte ca. 40 bis 60 Minuten vor der eigentlichen Saugung im Gewebe wirken. Über die gleichen Kanäle kann dann mit feinen Kanülen das Fettgewebe über mehrere Ebenen gleichmäßig abgesaugt werden. Die Kanülen sind zwischen 2 mm und 5 mm stark.

Das Verfahren sollte möglichst schonend sein, um die Hautnerven, Blut- und Lymphgefäße nicht zu schädigen. Ein solch besonders schonendes und dadurch modernes Verfahren stellt die wasserstrahlassistierte Fettsaugung (WAL) dar. Durch einen feinen Wasserstrahl, abgegeben direkt an der Spitze der Absaugkanüle, werden Fettzellen aus dem Gewebeverbund gelöst. Die Blutgefäße ziehen sich unter dem Strahl zusammen, sodass eine Schädigung zusätzlich verringert wird. Im Gegensatz zu den ursprünglichen Verfahren wird nur eine geringe Menge Tumeneszenz gebraucht. Die abzusaugende Stelle behält deswegen ihre ursprüngliche Kontur. Hierdurch lassen sich einzelne Regionen in der Operation wesentlich besser beurteilen. Diese Körperformung durch WAL wird auch Aquashape genannt. Das Operationsergebnis kann schon während des Eingriffs eingeschätzt werden. Dellen und Unregelmäßigkeiten lassen sich besser vermeiden.

Weitere Vorteile sind die fehlende Einwirkzeit für die Tumeneszenz. Die Operation wird kürzer und verträglicher. Die Flüssigkeitsbelastung des Körpers ist reduziert. Das Risiko einer Komplikation wird dadurch erheblich verringert.

In der Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie im AMEOS Klinikum Mitte Bremerhaven nutzen wird das sehr gute Gerät Body-jet Evo der Firma humanmed. Dieses Gerät zur WAL erlaubt die schonende und gleichzeitig präzise Liposuction kleiner und großer Fettmengen.

Oberlidstraffung / Blepharoplastik

Oberlidstraffung / Blepharoplastik

Bei einem Überschuss der Oberlidweichteile können diese auf dem Liddeckel aufliegen. Mitunter wird er sogar komplett durch die Lidhaut überragt. Es entsteht ein müdes und abgeschlagenes Erscheinungsbild. Manchmal ist das Sehfeld nach seitlich-oben zusätzlich begrenzt. Man spricht dann von einem Scheuklappenphänomen. Dieses lässt sich mit einer Sehfeldmessung (Goldmann-Perimetrie) nachweisen.

Neben der überschüssigen Haut liegt häufig auch eine überdehnte Komponente des flächigen Augenschließmuskels vor. Gelegentlich kommen noch darunter liegende, nach außen drückende Fettanteile hinzu.

Bei der Blepharoplastik, also der Oberlidstraffung, werden die überschüssige Haut und ‒ falls notwendig ‒ die nicht benötigte Anteile eines überdehnten Muskels und Fettgewebes entfernt.

Die notwendigen Narben liegen in der Lidfalte und sind hinterher nicht zu erkennen. Grundsätzlich kann der Eingriff in Narkose oder örtlicher Betäubung stattfinden. Vorzuziehen ist die leichte Kurznarkose, da bei der örtlichen Betäubung das Gewebe durch die Spritze aufquillt. Der Überschuss kann dann deutlich schlechter eingeschätzt werden. Eine optimale bedarfsorientierte Entfernung wird schwieriger. Anhaltende Schwellungen nach der Operation sind zudem häufiger zu beobachten.

Wir operieren gleichzeitig beide Lider in einer Sitzung.

Die Patienten werden ambulant behandelt und dürfen nach der Operation direkt wieder nach Hause abgeholt werden. Das Nahtmaterial wird nach 5 Tagen entfernt.

Unterlidstraffung

Unterlidstraffung

Bei einem Überschuss der Unterlidweichteile könne diese nach unten hängen. Diese häufig als Tränensäcke bezeichnete Veränderung erweckt einen müden und abgeschlagenen Ausdruck.

Ursachen gibt es verschiedene und müssen deswegen differenziert behandelt werden. Neben einer überschüssigen Haut kann der flächige Augenschließmuskels überdehnt sein. Manchmal hat der „Halteapparat“ des Lides oder die bindegewebliche Begrenzung der Augenhöhle an Spannung verloren. Das dahinter liegende Fettgewebe drückt dann nach unten und außen.

Bei der Blepharoplastik des Unterlides wird die überschüssige Haut nur sparsam entfernt. Häufig muss das Lid durch eine zusätzliche Fixierung des Gewebes am Knochen oder der Knochenhaut nach oben stabilisiert werden. Die unschöne, harte untere Begrenzung der Tränensäcke bedarf manchmal einer Unterpolsterung mit eigenem Fettgewebe. Die ursprünglich harte Kante lässt sich so verwischen.

Die notwendigen Narben liegen direkt unter der Lidkante oder in der Schleimhaut im Unterlid. Sie sind in der dünnen Haut schon nach kurzer Zeit nicht mehr zu erkennen. Der Eingriff sollte in leichter Kurznarkose stattfinden. Anfängliche Schwellungen sind normal und meist nach etwa zwei Wochen verschwunden.

Wir operieren beide Lider gleichzeitig in einer Sitzung.

Die Patienten werden ambulant behandelt und dürfen nach der Operation direkt wieder nach Hause abgeholt werden. Auf Wunsch ist auch eine Übernachtung möglich. Das Nahtmaterial wird nach 5 Tagen entfernt.

Segelohren und abstehende Ohren / Anlegen der Ohren (Otoplastik)

Segelohren und abstehende Ohren / Anlegen der Ohren (Otoplastik)

Bei Kindern beginnt die Selbstwahrnehmung um das 6. Lebensjahr herum. Zu diesem Zeitpunkt können im sozialen Umfeld, z.B. auch in der Schule, Auffälligkeiten wahrgenommen werden. Hänseleien sind gelegentlich die Folge. Auffällige Ohren können ein Grund sein. Bis zum 12. Lebensjahr wird eine Korrektur in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Später wird es zumeist eine Eigenleistung.

Der Eindruck abstehender Ohren kann durch verschiedene Dinge verursacht sein und muss deswegen genau analysiert und differenziert behandelt werden.

  1. Die Ohren können in einem ausgeprägten Winkel am Kopf ansetzen. Bis zu 90° sind möglich. Die Form der Ohren ist dabei normal. Mit der Ohrrotation werden die Ohren angelegt und dieser Winkel verkleinert.
  2. Bei der häufigen Anthelixhypoplasie ist der Ohrwulst oder auch Bogenwulst im oberen Teil des Ohres gering oder nicht angelegt. Dabei steht dann nur ein Anteil des Ohres im falschen Winkel zum restlichen Ohr. Vielen Patienten ist diese Variante nicht bewusst. Mit der Anthelixplastik wird der fehlende Wulst durch Faltung des Ohrknorpels rekonstruiert. Das Ohr nimmt die erwünschte normale Form ein.
  3. Die etwas seltenere Conchahyperplasie stellt eine zu starke Anlage der eigentlichen „Ohrmuschel“ dar. Hierbei ist der zentralere Teil des Ohres, in welchen der äußere Gehörgang mündet, zu groß angelegt. Bei der Conchaplastik wird eine Scheibe dieser zentralen Muschel entfernt. Der äußere Rahmen des Ohres wird dann mit der Muschel durch Nähte wieder vereint. Durch diese Verkleinerung wird die angestrebte Form rekonstruiert.

Bei der Otoplastik liegt die Narbe zumeist hinter dem Ohr und damit im versteckten Bereich. Die äußeren Fäden werden nach 5 bis 7 Tagen gezogen. Ein Verband ist für diesen Zeitraum notwendig. Wir empfehlen dann meist noch ein Stirnband für etwa 6 Wochen zur Nacht und bei Kontaktmöglichkeit (z.B. Sport) am Tag. Die neue Position des Ohres, welche durch die tiefen Fäden gehalten wird, soll so bis zur endgültigen Stabilisierung gesichert werden.

Der Eingriff findet in Kurznarkose statt. Die Patienten werden ambulant behandelt und dürfen nach der Operation direkt wieder nach Hause abgeholt werden. Auf Wunsch ist auch eine Übernachtung möglich.