Narkose - die unterschiedlichen Formen

Wir führen an unseren Standorten alle gängigen Narkoseverfahren durch und wenden sämtliche modernen und innovativen Anästhesie- und Überwachungstechniken an, um Ihre Operationen und diagnostischen Eingriffe sicher und schmerzfrei zu ermöglichen.

Wach oder schlafend – in jedem Fall sicher!

Grundsätzlich können wir zwischen zwei großen Anästhesietechniken unterscheiden:

  • Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) und
  • Regionalanästhesie (Betäubung einzelner Körperregionen)

Darüber hinaus gibt es noch weitere Techniken. Die beiden großen Narkoseverfahren lassen sich jeweils wieder in viele Varianten unterteilen.

Egal für welches grundlegende Verfahren Sie sich im Gespräch mit Ihrem Anästhesisten entscheiden, Sie können sicher sein, dass jeder in unseren Klinika sein Bestes gibt, um Ihnen die Zeit in der Sie von uns betreut werden unter den gegebenen Umständen so angenehm wie möglich zu gestalten.

Die Periduralanästhesie (PDA)

Die Periduralanästhesie (PDA)

Die Periduralanästhesie ermöglicht Schmerzfreiheit für alle Eingriffe unterhalb der Schlüsselbeine an Oberkörper, Bauch, Becken, Unterleib und Beinen. Unter örtlicher Betäubung wird zunächst mittels einer Hohlnadel ein sehr dünner Kunststoffschlauch (Periduralkatheter) zwischen zwei Wirbel in den Periduralraum bis in die Nähe der Rückenmarkshaut (Dura mater) eingeführt. In diesem Periduralraum befinden sich die Nervenwurzeln der abgehenden Rückenmarksnerven, die es zu betäuben gilt. Die Hohlnadel wird wieder entfernt, der Periduralkatheter bleibt an dieser Stelle, über ihn wird dann das Lokalanästhetikum gegeben. Das Betäubungsmittel wirkt nach etwa 15 Minuten. Für länger dauernde Eingriffe und/oder eine anschließende Schmerzbehandlung können über diesen Periduralkatheter fortlaufend Medikamente gegeben werden.

Die Spinalanästhesie

Die Spinalanästhesie

Die sogenannte Spinalanästhesie ermöglicht schmerzfreie Eingriffe am Unterbauch, im Beckenbereich und an den Beinen. Bei einer Spinalanästhesie in Seitenlage ist es auch möglich, nur ein einzelnes Bein zu betäuben. Nach einer örtlichen Betäubung führt der Anästhesist eine dünne Nadel in den Rücken ein – und zwar in einen Zwischenwirbelraum der unteren Lendenwirbelsäule. Im Unterschied zur Periduralanästhesie bleibt die Nadel nicht im Periduralraum (hier befinden sich die Nervenwurzeln) sondern dringt durch die Rückenmarkshaut (Dura Mater) in den Liquorraum ein. In diesen mit Nervenflüssigkeit gefüllten Raum der Lendenwirbelsäule spritzt der Anästhesist dann ein örtliches Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum). Das Betäubungsmittel wirkt sehr schnell und hält in seiner Wirkung drei bis vier Stunden an.

Regionalanästhesie

Regionalanästhesie

So viel Narkose wie nötig und so wenig wie möglich - es muss nicht immer eine Allgemeinanästhesie sein. Viele verschiedene Operationen werden heutzutage in regionaler Anästhesie durchgeführt. Bei einer Regionalanästhesie spritzt der Anästhesist spezielle Medikamente in die Nähe relevanter Nerven. Dadurch wird die Schmerzweiterleitung vom Operationsgebiet zum zentralen Nervensystem blockiert. Die Verfahren sind sehr sicher und bieten Ihnen ein Höchstmaß an Komfort. Alle Regionalanästhesie-Verfahren lassen sich mit einer Sedierung, also einem leichten Schlaf mit erhaltener Eigenatmung, kombinieren.