21.06.2016

Jugendsozialarbeiter zu Gast

Mehr als 20 Jugendsozialarbeiter, die an Grund-, Mittel- und Berufsschulen sowie Förderschulzentren im Landkreis Passau arbeiten, informierten sich im AMEOS Reha Klinikum Inntal und AMEOS Klinikum Inntal über die medizinisch-therapeutischen Versorgungsmöglichkeiten von psychisch erkrankten Jugendlichen. Die Jugendsozialarbeiter sind in ihrer Beratungsarbeit insbesondere mit Verhaltensauffälligkeiten, Aufmerksamkeits-, Angst-, Zwangs-, Ess- und emotionalen Störungen der Schüler  konfrontiert, ebenso mit ADHS- und ADS-Syndromen.

Krankenhausdirektorin Mag. Stefanie Bauer stellte in ihrer einführenden Präsentation insbesondere die Behandlungsangebote und -schwerpunkte und die Therapiemöglichkeiten im AMEOS Reha Klinikum Inntal vor. Die Ärzte- und Therapeutenteams sind hier auf die rehabilitative, nachhaltige und ganzheitliche Behandlung bei psychosomatischen Erkrankungen spezialisiert. Dazu zählen insbesondere Angststörungen, Depressionen, Burn-Out und Erschöpfungszustände, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen (Borderline), Schmerzstörungen, transkulturelle Psychotherapie und Traumatherapie.

Dr. med. univ. Margarete Liebmann, Leitende Oberärztin im AMEOS Klinikum Inntal, vermittelte den Jugendsozialarbeitern insbesondere Verhaltenstipps aus der therapeutischen Arbeit, welche die Kommunikation mit verhaltensauffälligen Schülern erleichtern kann. Schwerpunktthemen waren: Welche Vorgehensweise wirkt bei verhaltensauffälligen Jugendlichen deeskalierend, welche Lernmethoden und Rahmenbedingungen unterstützen Schüler mit ADHS und ADS und welche Verhaltensregeln gelten in der Beziehung mit jungen Menschen, die Bindungsstörungen haben? Die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie ging in ihrem Vortrag auch auf das spezielle Angebot der Eltern-Kind.

 

Akutstation im AMEOS Klinikum Inntal ein. Es bietet als eine der wenigen akutpsychosomatischen Kliniken in Deutschland die stationäre Behandlung von Eltern und Kindern gleichermaßen an. Sowohl die Kinder als auch die Eltern können je nach Indikation als Patienten wie auch als Begleitpersonen aufgenommen werden. Im Fokus der Arbeit steht der Patient mit seinen engsten Bezugspersonen, weshalb die psychotherapeutische Behandlung des Patienten soweit wie möglich unter Einbeziehung der Familie erfolgt.

 

Dr. Margarete Liebmann, die auch das AMEOS Ausbildungsinstitut für tiefenpsychologische Psychotherapie (AISPT) in Simbach/ Inn  leitet, bietet für Lehrer, Sozialarbeiter u. andere unterrichtende und beratende Berufsgruppen auch spezielle Workshops und Schulungen an, um schwierige Situationen besser bewältigen zu können. Die Teilnehmer der Veranstaltung hat ihre praxisorientierte Vortragsweise überzeugt und entsprechend intensiv war auch die Nachfrage nach Vorträgen für die jeweiligen Schulen.   

 

Zum Abschluss der Veranstaltung  gab es unter der Leitung von Pflegedirektor Walter Unterhuber eine Führung durch die beiden Kliniken.