08.10.2016

Zehn Jahre Erfolgsgeschichte

Über zwei Tage waren das AMEOS Klinikum Bad Aussee und das AMEOS Privatklinikum Bad Aussee Gastgeber für ein  internationales Fachpublikum der Psychosomatik, Psychotherapie und Psychiatrie. Rund 180 Teilnehmer trafen sich zu diesem besonderen Anlass und folgten im Rahmen des Jubiläumssymposiums den Vorträgen hochkarätiger Referenten. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des steirischen Landeshauptmannes Hermann Schützenhöfer.

 

Eröffnung mit Rückschau und Ausblick

Eröffnet wurde das Symposium durch die Festrede des Ärztlichen Direktors Univ. Doz. Prim. Prof. Dr. Marius Nickel. Er betonte in seiner Eröffnungsrede: “Alles was wir geleistet haben, haben wir der Leistung des gesamten Team sowie dem Vertrauen unserer Patienten und zuweisenden Kolleginnen und Kollegen zu verdanken.“

Einen visionären und ebenso wertschätzenden Blick auf den Standort präsentierte der Vorstandsvorsitzende der AMEOS Gruppe Dr. Axel Paeger in seiner Ansprache. Der Klinikstandort Bad Aussee habe sich in den vergangenen zehn Jahren trotz schwieriger Rahmenbedingungen im Gesundheitssystem als tragfähig und zukunftsorientiert erwiesen. Das Angebot der Schwerpunktausrichtung Psychosomatik erfuhr und erfährt eine enorme Nachfrage: „Wir feiern heute nicht nur zehn  Jahre Klinikumsstandort Bad Aussee, wir feiern vor allem zehn Jahre Pionierarbeit. Wir haben in diesen zehn Jahren eine 90-prozentige Akzeptanz für die Psychosomatik erreicht und befinden uns auf der Zielgeraden zu 100 Prozent.“ Dr. Axel Paeger (CEO) und Vorstandsmitglied Dr. Andreas Hartung (COO) zeigten in ihren Ansprachen darüber hinaus die Wichtigkeit kooperativer Führungsstile auf. Kompetenzbündelung und Erfahrungskonzentration tragen nach der Unternehmensphilosophie der AMEOS Gruppe  dazu bei, Klinikstandorte zukunftsorientiert zu betreiben und die Balance von fachlicher Kompetenz, Menschlichkeit und  finanzieller Sicherheit zu gewährleisten. Dr. Andreas Hartung: „Kleinere Gesundheitseinrichtungen sind heute auf Kooperationen angewiesen. Wenn aus Kooperationen Symbiosen werden, sprechen wir von einem Idealfall.“

Mit einer Rückschau auf die Entwicklung der Psychosomatik in Österreich zeichnete Univ.-Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Kapfhammer, Vorstand der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin an der Medizinischen Universität Graz, den Werdegang dieser speziellen Fachdisziplin dar. Die Spezialisierung auf Psychosomatik, Psychotherapie und Psychiatrie, in Kombination mit einem transkulturellen Therapie Konzept, galt und gilt für die AMEOS Klinika Bad Aussee als herausragendes Alleinstellungsmerkmal. Ebenso zählt das Behandlungsangebot für  Patienten des benachbarten Auslandes im AMEOS Privatklinikum Bad Aussee zu einer Besonderheit.

Rudolf Schnauhuber, Regionalgeschäftsführer AMEOS Süd: „Die AMEOS Klinika Bad Aussee, eingebunden in den Gesundheitspark Bad Aussee, konnten in den letzten zehn Jahren unter Beweis stellen, dass man mit innovativen Ideen und kreativen Ansätzen in der Gesundheitsbranche erfolgreich Geschichte schreiben kann. Durch die Verbindung verschiedener Sektoren, Kostenträger und Gesundheitsanbieter konnten sich die AMEOS Klinika Bad Aussee positiv entwickeln.“

 

Das Angebot für die  Fachbesucher

Bereits  vor der offiziellen Eröffnung des Symposiums fanden Workshops statt, die den Teilnehmern eine intensive Auseinandersetzung mit den angebotenen Vortragsthemen ermöglichten. In den Fachvorträgen standen anschließend Themen wie die Integrative Traumatherapie, besondere Behandlungsansätze bei Depressionen (CBASP) und genderbezogene  Suchtproblematik auf dem Programm. Sämtliche Referenten konnten aus ihrer langjährigen Erfahrung in Praxis, Lehre und Forschung dem Publikum Informationen und Inputs aus allererster Hand bieten.

Angesprochen von diesem Fachsymposium fühlten sich nicht nur Psychiater, Neurologen oder Psychologen, sondern auch vermehrt Ärzte der niedergelassenen Hausarztpraxen.  Ebenso Sozialpädagogen, Psychotherapeuten und Angehörige beratender Berufsgruppen. Die Psychosomatik rückt  zunehmend in den Fokus dieser Arbeitsfelder und das spiegelt sich auch im Bedarf  an Klinikplätzen wider. An beiden Tagen gab es auch jeweils Beiträge zur transkulturellen Psychotherapie. Hier standen vor allem die Kriegsfolgen in Kroatien aus psychotherapeutischer Sicht im Mittelpunkt. Es referierten zu diesem Thema zwei Professoren der Universität Zadar. Durch die internationalen Verbindungen des Ärztlichen Direktors der AMEOS Klinika Bad Aussee, Prof. Marius Nickel, bestehen intensive Kontakte zu den medizinischen Universitäten in Kroatien und Polen.

Bei den angebotenen Klinikführungen hatten die Besucher die Gelegenheit die Einrichtung näher kennenzulernen. Zur Bedeutung des Klinikangebotes und der Möglichkeit eines konzentrierten Fachaustausches erklärt die Direktorin der AMEOS Klinika Bad Aussee Mag. Stefanie Bauer: „Wir sind stolz auf unsere Leistungen und zeigen auch gerne, was wir können. Die professionell aufgestellten Teams der AMEOS Klinika am Standort Bad Aussee sowie die Technik, die Hauswirtschaft, Service, Verwaltung und die Küche arbeiten integrativ zusammen für das Wohl des Patienten - und das bereits seit zehn Jahren. Die Erfahrung zeigt uns, dass es nur gemeinsam geht und dieser Gedanke trägt uns in der täglichen Arbeit. Dank der Unterstützung durch unsere Partner aus Politik, Wirtschaft und nicht zuletzt durch gute Nachbarschaft ist es uns gelungen, der stationären Akutpsychosomatik ein Gesicht zu geben. Daran werden wir festhalten und uns – wie wir es bereits immer getan haben – stetig gemeinsam weiterentwickeln.“

 

Rahmenprogramm für die Gäste

Die Fachbesucher gewannen bei einem regionaltypischen Abendprogramm auch einen Einblick in die Gemütlichkeit und Tradition des Ausseerlandes. Die Erfahrung der letzten zehn  Jahre zeigt, dass sowohl  Patienten des Klinikums als auch Mitarbeiter der überregionalen Netzwerke die Region bei ihren Aufenthalten lieb gewinnen und gerne wiederkommen. Die ursprüngliche Landschaft und das Naturerlebnis im steirischen Salzkammergut stellen für jeden Patienten zusätzlich einen Therapiebaustein dar, welcher sozusagen frei Haus mitgeliefert wird.