05.07.2019  | AMEOS Klinikum Aschersleben

Puppendoktorsprechstunde

„Was hat er denn? Einen gebrochenes Bein, na dann legen wir mal einen Verband an“, sagte Puppendoktorin „Pille“ tröstend zu dem kleinen Jungen, der eben sein Plüschtier mit besorgtem Blick auf den Behandlungstisch gelegt hatte. Der Teddy bekam eine Bandage und ein Pflaster und der Kleine strahlte. „Ganz viele Plüschtiere hatten heute schon Kopfweh, Arm- oder Beinbrüche, Schnittverletzungen und auch Bauchschmerzen. Alles Krankheiten, die die meisten Kinder von sich kennen“, zählte Schwester Bärbel auf, was sich Kinder an Beschwerden ausgedacht hatten.

 

Es wurden mehrere Stationen vom Team der Kinderklinik vorbereitet, an denen die kleinen Plüschpatienten gewogen, vermessen und nach deren Befinden befragt wurden. „In erster Linie geht es natürlich darum, den Kindern die Angst vor dem Krankenhaus zu nehmen“, so Stationsleitung der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Wencke Haase. Dabei hilft auch, dass sie auf spielerische Art mit den verschiedenen Instrumenten – zum Beispiel mit dem Spatel zur Rachen- und Mandeluntersuchung oder dem Stethoskop zum Abhorchen – vertraut gemacht werden.

 

Auch das Thema Prophylaxe nimmt schon immer großen Raum bei der Klinik ein. So wird auch über Bewegung und gesunde Ernährung informiert. „In so einem Rahmen kommen wir leichter an die Kinder heran“, erklärte Schwester Wencke, die darauf verwies, dass gerade bei Kindern Vorsorge und Prävention besonders wichtig sind. Die Kinder waren konzentriert bei der Sache, reden den „erkrankten“ Plüschtieren gut zu und lauschten gebannt den Worten der Schwestern und der Ärztin.