15.06.2018  | AMEOS Klinikum Schönebeck

Jeder Dritte hat Veränderungen an der Schilddrüse

Besucher nutzten die Gelegenheit sich über das kleine Organ - Schilddrüse zu informieren

„Die Schilddrüse ist eines der wichtigsten Organe des Körpers“, so begann der Chefarzt Dr. Jens Peter May mit seinen Ausführungen beim Medizinforum im AMEOS Klinikum Schönebeck. Sie produziert Hormone, die fast in jeden Lebensprozess des Körpers eingreifen. Die Schilddrüse ist quasi das Gaspedal für den Motor des Körpers.

Das kleine Organ mit großer Wirkung wiegt bei Frauen gerade einmal ca. 18 und bei Männern ca. 25 Gramm. Tagtäglich ist sie für die Produktion der Hormone verantwortlich. So erfuhren die Besucher durch den Chefarzt der Klinik für Allgemein, Viszeral- und Gefäßchirurgie nicht nur alles rund um die Anatomie und die verschiedenen Symptome einer erkrankten Schilddrüse, sondern auch über die dazugehörigen diagnostischen Behandlungsmöglichkeiten.

Welche Erkrankungen könnten sich hinter welchen Krankheitszeichen verbergen? Hier informierte der Referent seine Gäste unter anderem über die funktionellen Störungen (Über- und Unterfunktion der Schilddrüse). Bei einer Unterfunktion werden in der Schilddrüse zu wenig Schilddrüsenhormone gebildet. Dieser Mangel führt zur Verlangsamung der Körperfunktionen, so dass Betroffene häufig unter Schlaflosigkeit, depressiv betonten Gefühlsschwankungen bis hin zu Durchfall, Herzrhythmusstörungen und Gewichtszunahme klagen.

Bei einer Überfunktion hingegen beschreiben die Patienten eine Gewichtsabnahme, Herzrasen, Zyklusstörungen, Haarausfall bis hin zu einer erhöhten Schweißproduktion. Wann ist ein Besuch beim Arzt notwendig und wie könnte die Therapie aussehen? All das erläuterte der Chefarzt in seinem Vortrag sehr anschaulich. Von der konservativen Therapie, sprich Medikamentengabe und einer evtl. Radiojodtherapie bis hin zum operativen Eingriff. Nach dem Vortrag nutzten die Besucher die Möglichkeit für individuelle Gespräche mit dem Chirurgen.

So konnten zahlreiche Fragen der Anwesenden beantwortet werden. Einige Besucher nutzten im Anschluss auch das Vieraugengespräch.