20.08.2021  | AMEOS Klinikum Haldensleben

Psychische Erkrankungen durch Corona: Neues Therapieangebot

Das AMEOS Klinikum Haldensleben hat ein neues Therapieangebot für Menschen geschaffen, die eine psychische Erkrankung im Zusammenhang mit Covid-19 entwickelt haben. Dabei handelt es sich um Angsterkrankungen, Depressionen oder auch Erschöpfungsphänomene. Die Ursachen können in einer Corona- oder Long-Covid-Erkrankung liegen oder durch die allgemeine Belastungssituation hervorgerufen werden.

Betroffenen steht das Therapieangebot in der Psychiatrischen Tagesklinik in Oschersleben und der Tagesklinik am AMEOS Klinikum Haldensleben als teilstationäres Angebot zur Verfügung. Bei Bedarf kann die Behandlung auch als stationärer Aufenthalt im AMEOS Klinikum Haldensleben durchgeführt werden.

 „Unser Ziel ist, dass sich die Patient*innen in allen Lebensbereichen wieder frei bewegen können“, sagt Dr. med. Andrea-Ulrike Jendrny, leitende Oberärztin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Sie leitet die Tageskliniken in Haldensleben und Oschersleben, in denen Erkrankte das neue Angebot teilstationär nutzen können. Die Behandlungsmethoden reichen von Einzel- oder Gruppengesprächen über Bewegungsangebote bis zu Naturerlebnispädagogik. „Wir bieten den Patient*innen ein sehr breites Spektrum an Behandlungsmethoden an“, so Dr. Jendrny weiter. „Welches Angebot individuell in Frage kommt, hängt von der Belastbarkeit der einzelnen Person ab“, ergänzt sie. Häufig müsse bei den Patient*innen vor allem an der Akzeptanz der Erkrankung gearbeitet werden, um perspektivisch eine Verbesserung erreichen zu können.

„Wir haben im Lauf der Corona-Pandemie, sowohl in Verbindung mit einer Erkrankung, aber auch durch die allgemeine Situation, verstärkt psychische Störbilder bei einigen Patient*innen beobachtet“, berichtet Dr. med. Ulrich Sandmann, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am AMEOS Klinikum Haldensleben. „Das war für uns der Anlass, ein eigenständiges Therapieangebot speziell für Menschen mit einer psychischen Erkrankung im Kontext von Corona zu entwickeln“, erläutert Dr. Sandmann diesen Schritt.

AMEOS Ost verbindet die 18 AMEOS Einrichtungen an zehn Standorten in Sachsen-Anhalt mit insgesamt 1.900 Betten bzw. Behandlungsplätzen. Mit rund 4.000 Mitarbeitenden zählen wir zu den größten Arbeitgebern der Region.

AMEOS sichert die Gesundheitsversorgung in den Regionen: An über 50 Standorten in unseren Krankenhäusern, Poliklinika, Reha-, Pflege- und Eingliederungseinrichtungen sind wir Vorreiter in Medizin, Pflege und Betreuung. Rund 16.000 Mitarbeitende kümmern sich jährlich um das Wohlergehen von über einer halben Million Menschen. Denn für AMEOS gilt: vor allem Gesundheit.