05.05.2021  | AMEOS Klinikum Haldensleben

AMEOS informiert zum internationalen Tag der Händehygiene

Der internationale Tag der Händehygiene am 5. Mai gewinnt in Zeiten der Pandemie an Bedeutung. Zum Schutz vor Infektionserkrankungen gehört die Händehygiene zu den wichtigsten Maßnahmen, nicht nur in medizinischen Bereichen. Die AMEOS Gruppe beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Händehygiene.

Wie wasche ich meine Hände richtig und wann ist es besonders wichtig?
Wichtig ist, ausreichend Seife und ausreichend fließendes Wasser zu verwenden, um die Hände ca.30 Sekunden waschen zu können. Als Hilfsmittel zur Einschätzung der Zeit kann man das Lied Happy birthday zweimal singen.

Das Robert Koch Institut, die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und –prävention, empfiehlt (Quelle: www.infektionsschutz.de/haendewaschen.html), dass die Hände regelmäßig im Alltag gewaschen werden sollten, insbesondere aber in den folgenden Situationen: 

Immer nach…

  • dem nach Hause kommen
  • dem Besuch der Toilette
  • dem Wechseln von Windeln oder wenn Sie Ihrem Kind nach dem Toilettengang bei der Reinigung geholfen haben
  • dem Naseputzen, Husten oder Niesen
  • dem Kontakt mit Abfällen
  • dem Kontakt mit Tieren, Tierfutter oder tierischem Abfall

Immer vor…

  • den Mahlzeiten
  • dem Hantieren mit Medikamenten oder Kosmetika

Immer vor und nach…

  • der Zubereitung von Speisen sowie öfter zwischendurch, besonders wenn Sie rohes Fleisch verarbeitet haben
  • dem Kontakt mit Kranken
  • der Behandlung von Wunden

Was bedeutet das Händewaschen als Schutz vor Ansteckung (Covid-19 und andere Krankheiten)?
Krankheitserreger finden sich überall im Alltag, etwa auf Türklinken, an Einkaufswagen, Spülschwämmen oder Spielzeug. Die Übertragung erfolgt zumeist über die Hände, sie sind damit das Übertragungsmittel Nummer 1. Das richtige Händewaschen senkt in jedem Fall das Infektionsrisiko.

Wie sauber werden Hände eigentlich?
Eine Keimfreiheit kann auf der Haut niemals erzielt werden. Durch das Händewaschen/Desinfektion wird aber eine Keimreduktion erreicht. Unsere „persönlichen“ und auch überlebenswichtigen Keime bilden sich immer wieder nach.
Bis zu zwei Kilo Keime tragen wir normalerweise an und in unserem gesamten Körper, z.B. auf der Haut und im Darm.

Wie bringe ich Kindern das richtige Händewaschen bei?
Kindern erschließt sich der Sinn des Händewaschens sicher nicht auf Anhieb. Daher ist eine stetige Erinnerung sinnvoll. Um es den Kindern mit etwas mehr Spaß zu vermitteln, können zum Beispiel  bestimmte kindgerechte Seifenspender verwendet werden. Um die Dauer des Händewaschens zu üben, kann ebenfalls das Lied Happy birthday gesungen werden.

Spielt die Art der Seife eine Rolle für die Hygiene?
Für den Infektionsschutz spielt die Art der Seife keine bedeutende Rolle.
Zum Schutz der Haut sollte man aber darauf achten, dass der Seife so wenige Zusätze wie möglich beigefügt sind. Wichtig ist auch, die Seifenreste gut abzuspülen und die Hände anschließend gründlich abzutrocknen. Tipp: In öffentlichen Bereichen sollten dafür, wenn möglich, Papierhandtücher/Einmalhandtücher verwendet werden.

Wie wichtig ist die Desinfektion zusätzlich zum Händewaschen? Stimmt das Vorurteil/die Sorge mancher Menschen, dass Hygienelösungen die Haut schädigen?
In Pandemien kann es notwendig sein, dass vermehrt Handdesinfektionsmittel eingesetzt wird. Besonders in Situationen in denen das Händewaschen nicht durchgeführt werden kann, z.B. vor dem Betreten von öffentlichen Einrichtungen wie Supermärkten, ist die Handdesinfektion sinnvoll.
Um Hautirritationen vorzubeugen, sollte das Handdesinfektionsmittel aber nur in bestimmten Situationen eingesetzt werden.

Zum Schutz der Haut empfiehlt es sich die Hände regelmäßig einzucremen.
In allen medizinischen und veterinär medizinischen Einrichtungen ist der Einsatz von Handdesinfektionsmitteln vorgeschrieben.
Im persönlichen und privaten Umfeld ist eine Händedesinfektion nicht notwendig. Gründliches Händewaschen ist hier völlig ausreichend.