Unfall- und orthopädische Chirurgie

Die Klinik für Unfall- und Orthopädische Chirurgie ist mit 40 Betten ausgestattet. Zum Leistungsspektrum gehören neben der spezialisierten Versorgung verunfallter Patienten im Rahmen der Akuttraumatologie zahlreiche orthopädische Eingriffe sowie die operative und nicht-operative Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule. Schwerpunkte liegen in der Endoprothetik, der Schulterchirurgie, der Kniechirurgie, der Wirbelsäulenchirurgie sowie der Fuß- und Sprunggelenks-Chirurgie, wobei eine enge Zusammenarbeit mit regional tätigen niedergelassenen Kollegen besteht. Je nach Schweregrad werden die Operationen ambulant oder stationär durchgeführt.

Die Schwerpunkte sind:

Unfallchirurgie

Unfallchirurgie

Im AMEOS Klinikum Haldensleben werden nahezu alle Arten von Verletzungen und chronischen Unfallfolgen bei Erwachsenen und Kindern behandelt. Auch die Versorgung von Schwerverletzten gehört zum Behandlungsspektrum. Die Klinik für Unfall- und Orthopädische Chirurgie ist für das berufsgenossenschaftliche Heilverfahren, also die Behandlung von Arbeitsunfällen, zugelassen einschließlich der Versorgung von Verletzungen nach dem sogenannten Verletzungsartenverfahren. Weiterhin ist die Klinik als zertifiziertes lokales Traumazentrum Bestandteil des Traumanetzwerkes Sachsen-Anhalt Nord.

Die Knochenbruchbehandlung umfasst die konservative und operative Therapie von Frakturen oder Verrenkungen aller Extremitätenabschnitte und der Wirbelsäule:

  • Schlüsselbein- und Schulterblattfrakturen
  • Schultergelenks- und Oberarmfrakturen
  • Ellenbogengelenksfrakturen
  • Unterarmfrakturen
  • Handgelenksfrakturen
  • Frakturen der Handwurzelknochen, der Mittelhandknochen und der Finger
  • Beckenfrakturen
  • Hüft- und Oberschenkelfrakturen
  • Kniegelenksfrakturen
  • Unterschenkelfrakturen
  • Sprunggelenksfrakturen
  • Frakturen der Fußknochen
  • Verrenkungen aller Gelenke des Körpers
  • Frakturen der Wirbelkörper
  • periprothetische Frakturen (Frakturen beim Vorhandensein einer Gelenk-Endoprothese)

Im Falle einer Operation kommen Implantate (Nägel, Platten, Schrauben, Drähte, Gelenkendoprothesen) zur Anwendung, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Bevorzugt werden minimal-invasive, also gewebeschonende Operationsverfahren, bei denen die Metalle zur Knochenstabilisierung lediglich über kleine Schnitte eingebracht werden. Technisch perfekt ausgestattete Operationssäle und modernste Instrumente und Implantate sowie die hohe Qualifikation der Ärzte gewährleisten ein optimales Behandlungsergebnis.

Auch die Entfernung der Implantate nach erfolgreicher Heilung gehört zum Repertoire. In der Regel erfolgt diese Metallentfernung als ambulanter Eingriff.

Sollte es nach einem Unfall zu einer Fehlheilung der Knochen gekommen sein, können folgende Operationen durchgeführt werden:

  • Korrektur der Knochenachse und -länge bei Fehlstellungen und Verkürzungen
  • Knochenstabilisierung nach ausbleibender Frakturheilung (Pseudarthrose)
  • Eingriffe bei Knochenentzündung (Osteitis, Osteomyelitis)
Bereich Gelenkchirurgie / Endoprothetik Hüft- und Kniegelenk

Bereich Gelenkchirurgie / Endoprothetik Hüft- und Kniegelenk

Leitung: OA Dr. N. Waldschick

Jährlich werden im AMEOS Klinikum Haldensleben mehr als 200 Kunstgelenke an Hüft- und Kniegelenk implantiert. Hierbei stehen modernste Implantate für jede Art von Gelenkerkrankung zur Verfügung. Auch Wechsel-Operationen, also der Austausch von nach Jahren gelockerten oder abgenutzten Endoprothesen, gehören zum Standardrepertoire. Folgende Verfahren werden angeboten:

  • Einsetzen einer Hüftgelenks-Endoprothese (mit/ohne Knochenzement)
  • Einsetzen einer Kniegelenks-Prothese als vollständiger Gelenkersatz oder als Teilprothese („Schlittenprothese“)
  • Einsetzen einer Mini-Prothese bei kleinen Knorpeldefekten („HemiCAP“)
  • Ersatz der Kniescheibenrückfläche und der Kniescheibengleitbahn bei isolierter Kniescheibenarthrose
  • Wechseloperationen bei Hüft- und Knie-Endoprothesen (bei Lockerungen, Prothesen-Abnutzung, Entzündung)
  • Entfernung von Verkalkungen nach Hüft-Prothesen-Implantation
  • Gelenkmobilisierung nach Endoprothesen-Operation
Bereich Schulter- und Ellenbogenchirurgie

Bereich Schulter- und Ellenbogenchirurgie

Leitung: OA Dr. T. Schuschke

Schulterchirurgie

Chronische Beschwerden bei zahlreichen Erkrankungen des Schultergelenkes können nach ausgeschöpfter nicht-operativer Therapie erfolgreich durch einen operativen Eingriff gelindert oder gar beseitigt werden. Aber auch nach Verletzungen sind Operationen am Schultergelenk oftmals ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Folgende Verfahren werden in unserer Klinik angeboten:

  • Einsetzen eines künstlichen Schultergelenkes bei Schulter-Arthrose, Oberarmkopf-Nekrose und bei Frakturen des Oberarmkopfes (mit/ohne Knochenzement)
  • Einsetzen einer inversen Schulterprothese bei Arthrose und gleichzeitiger Zerstörung der Rotatorenmanschette
  • Einsetzen eines knochensparenden Oberflächenersatzes (Schulterkappe, Kurzschaftprothese) am Oberarmkopf
  • Schultergelenk-Arthroskopie (Gelenkspiegelung)
  • Operation bei Schulter-Engpass-Syndrom (Impingement-Syndrom, Schleimbeutel-Entzündung)
  • Operation bei Arthrose des Schultereckgelenkes
  • Rekonstruktion von Rissen der Schultersehnen durch Unfall oder Abnutzung (Rotatorenmanschette)
  • Operation bei Kalkschulter
  • Operation bei akuter oder chronischer Schulter-Instabilität (akute oder wiederkehrende Schulterverrenkung)
  • Operation bei akuter oder chronischer Verrenkung des Schultereckgelenks (arthroskopisch oder offen)
Ellenbogenchirurgie

Folgende Operationen werden bei unfall- oder abnutzungsbedingten Verschleißerscheinungen oder anderen Erkrankungen des Ellenbogengelenkes angeboten:

  • Operation bei Nerveneinengung (Sulcus ulnaris-Syndrom)
  • Operation bei Tennis-Arm (Epicondylitis)
  • Einsetzen einer Endoprothese bei Schäden am Speichenkopf
  • Einsetzen einer Totalendoprothese des Ellenbogengelenkes bei Arthrose oder schweren Frakturen
  • Operation bei akuter/chronischer Instabilität
  • Entfernung freier Gelenkkörper
  • Operation bei Schleimbeutelentzündung
Bereich Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

Bereich Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

Leitung: Dr. A. Krohn

Schmerzen im Bereich des Sprunggelenkes und des Fußes haben vielfältige Ursachen. Hier spielen meist Störungen der Bandführung, Knorpelabnutzung oder Fehlstellungen der Knochen eine Rolle. Folgende Operationen werden bei unfall- oder abnutzungsbedingten Verschleißerscheinungen oder anderen Erkrankungen des Sprunggelenkes und des Fußes angeboten:

  • Sprunggelenksspiegelung (Arthroskopie)
  • Operation bei akuten/chronischen Bandinstabilitäten
  • Versteifungsoperation bei schwerer Arthrose
  • Operation bei Hallux valgus und Hallux ridigus
  • Operation bei Krallenzehen und Hammerzehen
  • Operation bei Mittelfußschmerz (Metatarsalgie)
  • Operation bei Haglund-Exostose
  • Einsetzen eines Kunstgelenkes am Großzehengrundgelenk
  • Operation bei Nerveneinengung (Tarsaltunnel-Syndrom)
  • Operation bei chronischen Sehnenentzündungen
  • Operation bei Morton-Neurom

 

Bereich Wirbelsäulenchirurgie

Bereich Wirbelsäulenchirurgie

Leitung: OA Dr. J. Marggraff

Rückenschmerzen sind oft durch Veränderungen der Bandscheiben, der Nervenwurzeln und der Wirbelgelenke bedingt. Nach Ausschöpfung der ambulanten Behandlungsmöglichkeiten kann eine stationäre Komplextherapie in unserem Hause zu einer Linderung der Beschwerden beitragen. Diese umfasst eine spezielle Physiotherapie, kombiniert mit einer Optimierung des Schmerzmitteleinsatzes und minimalinvasiven Maßnahmen an den Nervenwurzeln und den Wirbelgelenken (Injektionen, Facettendenervierung, Radiofrequenztherapie, PDI). Zum operativen Behandlungsspektrum der Wirbelsäulenchirurgie zählen:

  • Disketomie bei lumbalem Bandscheibenvorfall auch mehrsegmental
  • Dekompression des Spinalkanals bei Stenosen auch mehrsegmental
  • Spondylodesen bei Instabilität mono- und bisegmental lumbal, lumbosacral
  • Cage oder Prothesenimplantation bei cervikalem Bandscheibenvorfall
  • Implantation von Schmerzpumpen und Neurostimulatoren
  • periphere Engpasssyndrome (Carpaltunnel, Tarsaltunnel, Sulcus nervi ulnaris, Loge de Gyon)
  • minimalinvasive Schmerztherapie der gesamten Wirbelsäule (Facettendenervierung, PRT, PDI, Infiltration ISG) 

Die Wirbelsäulenoperationen erfolgen nahezu ausnahmslos minimalinvasiv und werden teilweise in Zusammenarbeit mit der Praxis für Neurochirurgie Magdeburg, Dr. R. Minda, Dr. M. Prüßing und Frau Dr. C. Pleifert, durchgeführt.

Bereich Sportverletzungen / Kniegelenkschirurgie

Bereich Sportverletzungen / Kniegelenkschirurgie

Leitung: Oberarzt Dr. med. T. Schuschke

Bei akuten Verletzungen und chronischen Unfallfolgen im Bereich des Kniegelenks gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten, mit denen die Funktion des Gelenkes wiederhergestellt werden kann. Wir bieten folgende operative Verfahren an:

  • Kniegelenk-Arthroskopie (Gelenkspiegelung)
  • Meniskus-Naht bei frischer Meniskusverletzung
  • Meniskus-Teilentfernung
  • vordere Kreuzband-Ersatzplastik
  • Knorpelersatz-Operationen (Knorpelverpflanzung)
  • Bandnaht und Bandrekonstruktion

Bei unfallunabhängigen Kniebeschwerden sowie der anlagebedingten Kniescheibenverrenkung werden folgende Operationen durchgeführt:

  • arthroskopische Knorpeltherapie
  • Zügelungs-Operation der Kniescheibe
  • Versetzung des Kniescheibenansatzes am Schienbein (Medialisierung)
  • Sehnenplastik mit körpereigener Sehne (MPFL-Plastik)

Weitere Eingriffe sind:

  • Ganglion-Entfernung
  • Entfernung Kniekehlen-Zyste
  • Nervendekompression

 

Den Informationsflyerder Klinik finden Sie hier als PDF im Download.

Ansprechpartner

Rüdiger Löwenthal
Dr. med. Rüdiger Löwenthal

Chefarzt

Klinik für Unfall- und orthopädische Chirurgie

Weiterbildungsbefugnisse:
30 Monate FA Orthopädie und Unfallchirurgie
24 Monate Basisweiterbildung Chirurgie
24 Monate Zusatzbezeichnung Spezielle Unfallchirurgie

 +49 (0)3904 474182

  +49 (0)3904 474270

 koea.uhw(at)haldensleben.ameos.de

Stand: Februar 2017