Gefäßchirurgie

Unser Anspruch ist es, gefäßchirurgische Erkrankungen möglichst früh zu diagnostizieren und optimal zu behandeln. Diagnostik und Therapie orientieren sich dabei stets an den neuesten Erkenntnissen und werden gemeinsam mit Partnern erarbeitet.

Unser Team konzentriert sich daher neben der Patientenversorgung auf die permanente Weiterbildung des Personals sowie auf die aktive Ausbildung junger Mitarbeiter. Unser Bestreben ist, unseren Patienten so wenig wie möglich an Diagnostik und Therapie abzuverlangen, aber so viel wie notwendig, um exakte Diagnosen stellen zu können und effiziente Behandlungen einzuleiten. 

Unser Wunsch ist die umfassende Patientenversorgung mit Blick auf die individuellen Bedürfnisse.

Unsere Vorstellung ist eine optimale Patientenversorgung, bei der unsere Abteilung mit den anderen Fachabteilungen des Klinikums Halberstadt, externen Kooperationspartnern, niedergelassenen Spezialisten, Sozial- und Pflegediensten im Verbund den Hausarzt unterstützt, um eine bestmögliche Betreuung sicherzustellen.

Team

Team

CA Dr. med. Frank Eder
Facharzt für Gefäßchirurgie, endovaskulärer Chirurg

CA Dr. med. Andreas Wurlitzer
Facharzt für Gefäßchirurgie, Viszeral- und Gefäßchirurg

ltd. OA Muath Aldergham
Facharzt für Gefäßchirurgie, endovaskulärer Chirurg

Gefäßchirurgie

Gefäßchirurgie

Die Abteilung Gefäßchirurgie steht unter der fachlichen Leitung von Chefarzt Dr. med. Frank Eder. Der leitende Oberarzt Dr. med. Andreas Lehmann ist Ausbildungsleiter der Gefäßchirurgie und leitet zudem die gefäßchirurgische Ambulanz. Zum Behandlungsspektrum gehören die akuten und chronischen Verschlussprozesse der Arterien, wobei alle Regionen, mit Ausnahme der eine Extrakorporalzirkulation (Herz-Lungen-Maschine) erfordernden Eingriffe an den herznahen Gefäßen behandelt werden.

Schwerpunkte sind periphere arterielle Verschlusskrankheit, die Carotischirurgie (Halsschlagader) und die Behandlung des infrarenalen Aortenaneurysmas (Ausweitung der Bauchschlagader). Das diabetische Fußsyndrom wird gemeinsam mit der Medizinischen Klinik behandelt. Neben der operativen Behandlung kommen im Rahmen der stadiengerechten Therapie der AVK (arterielle Verschlusskrankheit, auch Schaufensterkrankheit genannt) zunehmend auch endovasculäre Verfahren zum Einsatz. Auch die Behandlung des abdominellen Aortenaneurysmas ist endovaskulär möglich.

Endovaskulär bedeutet, dass im Inneren eines Blutgefäßes mit Hilfe von Ballonkathetern oder Stents oder anderen speziellen Kathetersystemen Verschlüsse oder Engstellen (Stenosen) beseitigt werden, wobei der Zugang zum Inneren des Blutgefäßes nicht über die operative Freilegung des Gefäßes über einen Schnitt erfolgt, sondern durch eine Punktion des Gefäßes von außen.
Eingriffe am Venensystem sind auf die Krampfaderchirurgie konzentriert. Aber auch Eingriffe am tiefen Venensystem werden bei entsprechender Indikation angeboten. Hinzu kommen Shuntanlagen für Dialysepatienten und Serviceoperationen wie Port- und Herzschrittmacherimplantationen. Eine schnelle und sichere Diagnostik ist durch die umfangreiche gerätetechnische Ausstattung des Hauses (CT, MRT, DSA, Doppler- und Duplexsonographie) gegeben.

Die ambulante Betreuung gefäßchirurgischer Patienten erfolgt in einer Spezialsprechstunde auf Zuweisung von Chirurgen, Internisten, Orthopäden und Dermatologen, daneben vor- und nachstationär in der Chirurgischen Ambulanz. In der Sprechstunde werden Farbdoppleruntersuchungen durchgeführt, mit denen bereits in einem hohen Prozentsatz Aussagen zur Diagnose und Therapie getroffen werden kann. Die postoperative Nachsorge wird vorwiegend mit farbdopplersonographischen Untersuchungen bewerkstelligt. Das Untersuchungsspektrum erfasst folgende Gebiete:

Doppler-/Farbduplexsonographie:

aller zugänglichen Arterien u.a.
- der hirnzuführenden extrakraniellen supraaortalen hirnzuführenden Arterien
- der Arterien der Arme einschließlich Hohlhandbögen und Fingerarterien
- der Beinarterien einschließlich Ischämieprovokation
- der Nierenarterien
- aller zugänglichen Venen u.a.
- der Venen in Armen und Schultergürtel
- der Venen in Beinen und Bauchraum


Sprechstunde
Tel. +49 (0)3941 64-5325
dienstags von  09:00 – 14:00 Uhr und
freitags von     09:00 – 14:00 Uhr


Aufbau Gefäßzentrum

Die Zukunft der Gefäßchirurgie hängt von Ihrer Fähigkeit zur Kooperation ab. Epidemiologische Daten machen klar, dass Patienten mit Arteriosklerose an Zahl zunehmen, die Zahl der Gefäßmediziner aber abnehmen wird. In den Vereinigten Staaten wird beispielsweise 2015 mit 42 Mio. gefäßkranken Patienten gerechnet. Das bestehende Potential an gefäßchirurgischer Spezialität könnte gerade ausreichen ein Gleichgewicht herzustellen. 2030 wird bei steigenden Zahlen von Patienten auf 70 Mio. und bei sinkender Anzahl von spezialisierten Gefäßmedizinern das Gesundheitssystem überfordert sein.

Neue Techniken, insbesondere die zunehmende Zahl an interventionellen (nicht operative Kathetertechniken) Möglichkeiten, machen die Prognose bezüglich gefäßchirurgischer Maßnahmen schwierig. Schätzungen gehen davon aus, dass operative Maßnahmen in ca. 60 % durch interventionelle Verfahren ersetzt werden können.

Die Klinik bemüht sich zur Zeit, einen Angiologen für die Abt. Innere Medizin zu gewinnen. Mit ihm hätten wir sämtliche Facetten moderner Therapie von Gefäßerkrankungen abgedeckt. Der Angiologe vertritt die medikamentöse Behandlung, der Gefäßchirurg die operative Sanierung und der Radiologe die interventionelle Technik der Ballondilatation und Stenteinlage. Langfristiges Ziel ist es, die Anerkennung als Gefäßzentrum zu erlangen.

Chirurgische Ambulanz

Chirurgische Ambulanz

Die Ambulanz der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie befindet sich in der 3. Etage des Funktionsgebäudes.

Neben dem stationären Bereich bietet die Chirurgische Ambulanz Hilfe bei akuten Erkrankungen. Das Team der Ambulanz steht Patienten Montag bis Freitag von 9:00 bis 14:00 mit Rat und Tat zur Seite.  Zu anderen Zeiten werden die Patienten von uns in der Notaufnahme des Hauses betreut. Für den Notfallbereich stehen Reanimationsräume, sowie Notfall-Operationsräume und ein Gipsraum zur Verfügung.

In der Ambulanz werden Sprechstunden für die vorstationäre und nachstationäre Versorgung von Patienten durchgeführt. Tagesnotfallpatienten werden hier behandelt. Die chirurgischen Spezialsprechstunden finden ebenfalls hier statt.
Vom Team werden auch die ambulanten Operationen organisiert, die über das ambulante Operationszentrum (AOZ) realisiert werden.
Telefonisch erreichen Sie die chirurgische Ambulanz unter der Telefonnummer: 03941 645325.

Die chirurgische Ambulanz ist an jedem Tag mit einem erfahrenen Facharzt oder Oberarzt besetzt. Leitender Arzt der Abteilung ist Herr OA  Dr. med. Scholz (03941 644352). In den Spezialsprechstunden treffen Sie auf die ermächtigten Spezialisten. Im Dienst außerhalb der Sprechstundenzeiten ist der diensthabende Arzt über die Rezeption (03941 64102) erreichbar, ein chirurgischer Oberarzt fungiert im Hintergrunddienst. Zudem ist ein gefäßchirurgischer Rufbereitschaftsdienst eingerichtet.

Die enge Anbindung der Ambulanz an die Funktionsräume ermöglicht die rasche Umsetzung von Untersuchungen durch Sonographie, EKG, Röntgen, Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Farbdopplersonographie,  Echokardiographie.

Die Anmeldung für die Sprechstunden erfolgt über die Telefonnummer: 03941 64 5325.

Sprechzeiten Ambulanz

Sprechzeiten Ambulanz

Allgemeinchirurgische Sprechstunde, Notfallambulanz
Montag bis Freitag 9.00 bis 14.00 Uhr
OA Dr. Scholz
 
Gefäßsprechstunde
Oberarzt Dr. Lehmann
Dienstag   9.00 bis 14.00 Uhr
Freitag      9.00 bis 14.00 Uhr
Überweisung von Dermatologen, niedergelassenen Internisten, Chirurgen und Orthopäden 
 
Sprechstunde für Privatpatienten
Chefarzt Dr. Eder 
nach Vereinbarung
 
Chirurgisches Sekretariat Frau Nitschke 03941 64-2249
Station A4 03941 64 6400
AOZ          03941 64 5109

Ansprechpartner

Frank Eder
Dr. med. Frank Eder

Chefarzt

  +49 3941 64-2346

  +49 3941 64-2200

  fede.chir(at)halberstadt.ameos.de