Weaning-Zentrum

Als Weaning bezeichnet man die spezialisierte Entwöhnung im Anschluss an eine künstliche Beatmung. Rund 20 Prozent aller Patient*innen, die über einen längeren Zeitraum im Rahmen einer intensivmedizinischen Behandlung maschinell beatmet wurden, benötigen in der Folgezeit Unterstützung bei der Wiedererlangung zur eigenen Atemfähigkeit.

Schon wenige Tage einer apparativen Beatmung führen zu einer signifikanten Abnahme der Leistungsfähigkeit der körpereigenen Atemmuskulatur und zu messbaren Abbauprozessen in den Muskelzellen. Auch stark wirksame Schmerzmedikamente können eine Atmungsschwäche begünstigen.

Im Weaning-Zentrum des AMEOS Klinikums Aschersleben sorgt ein interdisziplinäres Team von Team von Ärzt*innen, Pflegefachkräften, Physio- und Logopäd*innen für die optimale Versorgung von Patient*innen, deren eigenständige Atmungsfähigkeit wieder hergestellt werden soll.

Einzelfälle haben erwiesen, dass Weaning auch bei einer sehr langen Beatmungsdauer und im hohen Lebensalter erfolgreich ist.

Ein geringer Teil von Patient*innen benötigt auch nach der stationären Entwöhnungstherapie eine apparativ-unterstützte Beatmung im häuslichen Umfeld. Die Expert*innen des Ascherslebener Weaning-Zentrum bietet für diese Patient*innen eine Beratung an und unterstützt dafür notwendige Maßnahmen. Notwendige Kontrolluntersuchungen zur Einschätzung des weiteren Therapieverlaufs werden durch das Weaning-Zentrum angeboten und sollten mindestens einmal jährlich wahrgenommen werden. 

 

Kontakt

Klaus H. Thomas
Dr. med. Klaus H. Thomas

Chefarzt

Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie
ZB Internistische Intensivmedizin

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 ktho.med(at)aschersleben.ameos.de