Kontinenzzentrum

Inkontinenz ist eine Erkrankung, die auch als Blasen-, Darm- oder Beckenbodenschwäche bekannt ist. In Deutschland gibt es über fünf Millionen Betroffene beiderlei Geschlechts, die an unwillkürlichen Harn- oder Stuhlabgang bzw. allgemeinen Beckenbodenproblemen leiden und dadurch in ihrem Alltagsleben und ihrer Lebensqualität stark beeinträchtigt sind. Schließmuskelschwäche mit Harninkontinenz und Inkontinenz ist gesellschaftlich noch immer ein Tabuthema - aber bei weitem kein Einzelschicksal.

Um unseren Patienten bestmöglich helfen zu können, bieten wir ein breites Spektrum an Diagnostik, Therapie und Vorsorge auf dem höchsten medizinischen Niveau an. Durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit aller beteiligten Kliniken und Abteilungen werden eine schnelle Diagnose ermöglicht und die Wege verkürzt.

Vielleicht betrifft dieses Problem auch Sie selbst, ohne dass Sie bislang dieses Tabuthema angesprochen und Hilfe gesucht haben. Wir möchten Sie dazu ermutigen, denn die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und in hohem Maße Erfolg versprechend.

Wenn Sie ungewollten Harn- oder Stuhlverlust bemerken bzw. ständigen Harn- oder Stuhldrang verspüren, dann wenden Sie sich vertrauensvoll an uns!

 

Ihr Team vom AMEOS Kontinenzzentrum Aschersleben
Kontakt und Terminvereinbarung

Kontakt und Terminvereinbarung

Kontakt und Terminvereinbarung:
Tel.: +49 (0)3473 97-4240
E-Mail: kontinenzzentrum@aschersleben.ameos.de

Leistungsspektrum

Leistungsspektrum

  • Beratung, Untersuchung und Behandlung von Patienten, die unter Blasen-, Darm- sowie Beckenbodenfunktionsstörungen leiden
  • Angebot interdisziplinär durchgeführter Operationen
  • Zusammenarbeit mit anderen Kliniken und Abteilungen
  • Öffentliche Aufklärungsarbeit, Durchführung von Informationsveranstaltungen
  • Fort- und Weiterbildung
  • Beteiligung an Forschungsarbeiten
  • Regelmäßige interdisziplinäre Fallbesprechungen
Sprechstunden

Sprechstunden

Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Chefarztsprechstunde, Donnerstag: 8.00 Uhr - 12.00 Uhr

Urodynamik-Sprechstunde
Montag: 8.00 Uhr - 12.00 Uhr

Urologie und Kinderurologie
Montag - Freitag: 8.00 Uhr - 12.00 Uhr

Urodynamik-Sprechstunde Urologie 
nach Absprache auf Überweisung vom FA für Urologie

Proktologie
Donnerstag: 8.00 Uhr - 12.00 Uhr

Formen der Harninkontinenz

Formen der Harninkontinenz

Stress- oder Belastungs-Inkontinenz

Ärzte unterscheiden verschiedene Erscheinungsformen der Harninkontinenz. Bei der „Stress- oder Belastungs-Inkontinenz“ können Betroffene durch eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur und des Schließmuskels der Harnblase den Urin bei körperlicher Belastung (Husten, Niesen, Heben) nicht mehr halten. Die Störung wird in verschiedene Grade eingeteilt: Von Urinverlust mit wenigen Tropfen bis zum völligem Kontrollverlust über die Harnblase. Diese Störung betrifft insbesondere Frauen, z.B. nach vielen Geburten, schwerer körperlicher Arbeit im Leben oder nach Unterleibsoperationen. Aber auch Männer können von diesem Problem betroffen sein, etwa nach Operationen an der Prostata.

Drang-Inkontinenz

Die „Drang-Inkontinenz“ oder „Reizblase“ äußert sich demgegenüber durch häufigen, starken oder quälenden Harndrang. Patienten müssen in diesem Fall sehr häufig für geringe Urinmengen zur Toilette. Die „Drang-Inkontinenz“ tritt häufig in Verbindung mit anderen Erkrankungen, wie z.B. der Parkinson`schen Erkrankung, nach Schlaganfällen oder Bestrahlungen im Unterleib, auf. Diese Form der Inkontinenz kann bei Männern wie bei Frauen gleichermaßen auftreten.

Überlauf-Inkontinenz und Reflex-Inkontinenz

Seltenere Formen der Inkontinenz sind die sogenannte „Überlauf-Inkontinenz“, die – insbesondere bei Männern – aufgrund von Prostataerkrankungen oder nach Operationen im Becken, wie z.B. Dickdarmoperationen, auftreten kann und die „Reflex-Inkontinenz“, die sich vor allem bei querschnittsgelähmten Patienten findet.

Diagnostik

Diagnostik

Die Ursachen von Harninkontinenz können sehr vielfältig sein. Inkontinenz tritt häufig infolge oder im Verlauf anderer Erkrankungen auf. Vor einer Behandlung ist es daher erforderlich, die Ursachen exakt zu ermitteln, um Ihnen als Patient die geeignete Therapie anbieten zu können. Die gezielte Diagnostik umfasst neben der körperlichen Untersuchung die Ultraschalldiagnostik, die Spiegelung der Harnblase, die durch biegsame Endoskope mittlerweile schmerzfrei durchgeführt werden kann und die Blasendruckmessung (Urodynamik). Durch die ausführliche Auswertung dieser Untersuchungsmethoden kann der urologische Facharzt exakt die Form der Inkontinenz und die zugrunde liegenden Ursachen ermitteln und Ihnen als Patient gezielt die richtige und erfolgreiche Therapie vorschlagen.

Beteiligte Kliniken und Abteilungen

Beteiligte Kliniken und Abteilungen

Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft
Ansprechpartner: Ltd. Oberärztin Dr. med. Katrin Getzlaff

Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie
Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft
Ansprechpartner: Oberarzt Dr. med. Iven Orlamünde

Klinik für Urologie und Kinderurologie
Ansprechpartner: Chefarzt Dr. med. Matthias Samtleben

Klinik für Innere Medizin/Geriatrie
Ansprechpartner: Chefarzt Peter Schmiedel

Zentrum für Altersmedizin
Ansprechpartner: Chefarzt Dr. med. Ralf Rehwinkel

Physiotherapie
Ansprechpartnerin: Helga Müller