Allgemeines

Jedes Jahr muss ca. 70.000 Bundesbürgern mitgeteilt werden, dass sie an einem Darmkrebs erkrankt sind, zur Zeit sterben jährlich noch 30.000 dieser Patienten an diesem Tumor.
Mit einer Optimierung der Betreuung der Patienten von der Aufklärung über die Vorsorge und Behandlung bis hin zur Nachsorge will auch das Schönebecker Klinikum helfen, die Prognose der Erkrankten zu verbessern.
Um alle Interessierten über die Krankheit besser aufzuklären, informieren wir in regelmäßigen Veranstaltungen über das persönliche Risiko für die Entstehung von Dickdarmtumoren. Dabei kann man erfahren, dass regelmäßige Bewegung nicht nur dem Kreislaufsystem zugute kommt, sondern damit auch einem bösartigen Tumor vorgebeugt werden kann. Welche Rolle spielen Obst und Gemüse zur Vermeidung von Darmkrebs, wann ist eine Vererbung wahrscheinlich, wie wird operiert, welche Wirkungen und Nebenwirkungen hat eigentlich die Chemotherapie und wann ist ein künstlicher Darmausgang notwendig sind nur einige Fragen, die im Rahmen von Informationsveranstaltungen beantwortet werden.  

Die interdisziplinäre Tumorkonferenz  zur Festlegung des Behandlungskonzeptes bei bösartigen Erkrankungen findet unter Beteiligung von  Viszeralchirurgen, Gastroenterologen, Onkologen, Strahlentherapeuten und Radiologen jeden Dienstag um 14.30 Uhr statt.

Hier besteht auch für die niedergelassenen Kollegen die Möglichkeit, nach vorheriger Anmeldung über das Sekretariat des Darmkrebszentrums (Telefon +49 3928 64 1101) Fälle zur Besprechung einzubringen.

Vorsorge

Vorsorge

Die bewährte Vorsorge wie die Bestimmung von Blut im Stuhl und vor allem die Darmspiegelung mit einem flexiblen Gerät wird gemeinsam mit Ihren Hausärzten und auch dem Spezialisten
Dr. med. F. Ahrend in Schönebeck weiter intensiviert.

Bei der „Koloskopie“ wird der Darm mit einem flexiblen Schlauch gründlich und vollständig untersucht. Wucherungen der Schleimhaut – Polypen – werden dabei gleich mit entfernt, wenn sie nicht zu tief ausgedehnt wachsen. Aus den meist gutartigen Polypen kann sonst der Darmkrebs entstehen. Allerdings dauert dieser Prozess mindestens 5 bis 10 Jahre. Obwohl Polypen in jedem Alter im Darm entstehen können, erhöht sich ab dem 40. Lebensjahr das Risiko für diese Wucherungen deutlich, vom 50. Lebensjahr an steigt dann auch das Krebsrisiko. Da die Heilungschancen für Darmkrebs im Frühstadium sehr gut sind, setzt hier die Vorsorge an, damit möglichst in frühen Stadien die Behandlung begonnen werden kann.

Behandlung

Behandlung

Im Falle eines bösartigen Darmtumors wird die gesamte Behandlungskette unter Einbeziehung aller Beteiligten optimiert.
Dazu werden wöchentliche Zusammenkünfte so genannte Tumorkonferenzen durchgeführt, in die alle Betreuenden wie Diagnostiker aus der Niederlassung und dem Klinikum, die Chirurgen, die Strahlentherapeuten der Magdeburger Uniklinik und auch die für eine eventuelle Chemotherapie verantwortlichen Ärzte der Inneren Klinik eingebunden sind. So wird für jeden Patienten eine auf ihn und den Tumor maßgeschneiderte Behandlung eingeleitet.
Fast immer ist dabei die Operation in einer erfahrenen Klinik wie der Chirurgie in unserem Haus die tragende Säule der Behandlung.
Bei weniger in die Tiefe wachsendem Krebs kann sie allein schon ausreichend sein. Eine Chemotherapie sollte sich bei größerer Ausdehnung oder auch dem Nachweis sehr aggressiver Zellen im Tumor anschließen. Oft ist sie sogar ambulant in unserer Tagesklinik oder bei dem mit uns zusammenarbeitenden niedergelassenen Onkologen Dr. med. Machura möglich.

Die Bestrahlungstherapie ist vor allem für den Mastdarmkrebs entscheidend. Vor einem chirurgischen Eingriff eingesetzt kann dadurch in bestimmten Stadien der Operationserfolg und natürlich auch das Gesamtergebnis verbessert werden. Häufig wird diese Behandlung mit einer Chemotherapie kombiniert. Haben die Untersuchungen ergeben, dass der Darmkrebs bereits Metastasen in anderen Organen hervorgerufen hat, liegt leider schon ein fortgeschrittenes Stadium vor. Je nach Ausmaß sind aber doch noch Heilungschancen gegeben. Die dann beste Behandlungsmethode wird dann für jeden individuellen Patienten  im Rahmen der Tumorkonferenzen festgelegt.

Klinische Studienmöglichkeit

Ferner besteht unter bestimmten Voraussetzungen für unsere Patienten des Darmzentrums die Möglichkeit in klinische Studien eingeschlossen zu werden (AIO KRK 0207 Phase III Studie) beim metastasierten KRK, ML21520 (NIS beim metastasierten kolorektalen Karzinom), NIS zur Effizienz von Erbitox (Cetuximab) First-line Therapie metastasiertes KRK mit Wildtyp-KRAS-GEN.

Betreuung danach

Betreuung danach

Durch  die Organisation der Nachbetreuung in Zusammenarbeit mit Ihren Hausärzten, dem niedergelassenen Onkologen Dr. med. Machura und unseren Kooperationspartnern wird gewährleistet, dass die Nachsorge wie von den Fachgesellschaften empfohlen abläuft und auf ein erneutes Krebswachstum oder Komplikationen sofort reagiert werden kann.   

Bereits zu Beginn der Behandlung ist der Kontakt zu Selbsthilfegruppen  möglich, die nicht nur über die Probleme im Umgang mit einem künstlichen Darmausgang informieren, sondern gemeinsam mit den Mitarbeitern der  Fürsorge Hilfe und Unterstützung bei der Lösung von Problemen anbieten.   

Die organisatorischen Fäden bei der Optimierung der Betreuung halten die Kliniken für Chirurgie und Innere Medizin unseres Klinikums Schönebeck vertreten durch die beiden Chefärzte in den Händen. Aktuelle Empfehlungen und Leitlinien von Expertengremien sowie neueste wissenschaftliche Erkenntnisse stellen dabei die Grundlage für die Planung und Durchführung der Behandlung dar mit dem Ziel, die Sterblichkeit an Darmkrebs zu senken. 

Ansprechpartner

Ansprechpartner

Der zentrale Ansprechpunkt ist die Koordinationsstelle des Darmzentrums im Klinikum im Chefarztsekretariat der Klinik für Chirurgie,

Mail: darmzentrum.chir@schoenebeck.ameos.de


Anschrift Koordinationsstelle:             
Darmzentrum
AMEOS Klinikum Schönebeck
Klinik für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie
Köthener Str. 13

Chefarztsekretariat Klinik für Chirurgie
Annett Kroon
Tel:  +49 3928 64- 1101
Fax: +49 3928 64- 1108   

Unsere Darmsprechstunde in der Not- und Unfallaufnahme:           

Montag bis Donnerstag
13.00 Uhr – 15.00 Uhr
Tel: +49 3928 64 1020   

Ansprechpartner für studienrelevante Fragen:
Frau Dipl.- Med. Annette Schmalenberger
Hausärztliche Internistin, Außenstelle AMEOS Poliklinikum Schönebeck (MVZ)
- Haematologie, Onkologie, Palliativmedizin

  • Dienstag     10.00 – 18.00 Uhr
  • Mittwoch      nach Vereinbarung
  • Donnerstag   8.00 – 15.00 Uhr  

und nach Vereinbarung unter: Tel. +49 3928 64 2251

Hier finden Sie unseren Informationsflyer sowie unsere Informationsmappe als PDF zum Download.