Klinischer Ethikrat

Warum gibt es einen Klinischen Ethikrat?

Neben den Entscheidungen und Handlungen im Krankenhaus, die ganz klar durch Wissenschaft oder gesetzliche Vorgaben zu erklären und zu rechtfertigen sind, gibt es viele Aspekte, bei denen man unterschiedlicher Meinung sein kann. In der Medizin ist technisch viel möglich. Es ist allerdings manchmal umstritten, welche Maßnahme angemessen ist.

  • Soll meiner 80-jährigen Mutter wirklich eine Magensonde gelegt werden?
  • Als Ehemann kann ich nicht mehr mit ansehen, dass eine weitere Chemotherapie bei meiner Frau geplant wird, obwohl sie immer schwächer wird.
  • Bei meinem Mann soll die Behandlung eingestellt werden. Das kann ich nicht akzeptieren.
  • Muss ich als Pflegende jede Entscheidung des Arztes widerspruchslos hinnehmen, obwohl ich den Patienten und seine Wünsche vielleicht besser kenne?
  • Als Arzt sehe ich, dass eine Genesung des Patienten eher unwahrscheinlich ist, aber die Angehörigen fordern immer neue Therapien.

Grund für eine Meinungsverschiedenheit kann unter anderem ein unterschiedlicher kultureller, religiöser, weltanschaulicher, sozialer oder Bildungshintergrund der Menschen sein. Die „Moral“ eines Menschen kann sich von den Vorstellungen eines Anderen grundlegend unterscheiden, ohne dass ein ganz klares „Richtig“ oder „Falsch“ existiert.

Wenn Sie als Patient, Angehöriger oder medizinisches bzw. pflegerisches Personal ethische Fragen oder Sorgen haben, dann bieten wir Ihnen Hilfestellungen und Beratung an.

Ansprechpartner und Kontakt

Ansprechpartner und Kontakt

Christian Niesytto
Dr. med. Christian Niesytto

Chefarzt der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin

Nadja Reichau
Nadja Reichau

Assistentin der Krankenhausleitung, Kooperations- und Beschwerdemanagement

 +49 39771 41 685

  +49 39771 41 659

 nrei.verw(at)ueckermuende.ameos.de