28.01.2020  | AMEOS Klinikum Ueckermünde

Gedenkstunde für Opfer des Holocaust und der NS-"Euthanasie" in Ueckermünde

Mit einer Gedenkstunde am 27. Januar 2020 erinnerten Mitarbeiter und Bewohner der AMEOS Einrichtungen in Vorpommern, der Behindertenbeirat des Landkreises und der Behindertenverband Ueckermünde an die Menschen, die während der NS-Herrschaft in der Heil- und Pflegeanstalt Ueckermünde gequält, getötet oder zwangssterilisiert wurden.

Es sei wichtig, sagte Heiko Miraß, Staatssekretär für Finanzen, in seiner Gedenkrede, „dass wir uns an diesem Ort an das Schicksal jedes einzelnen Menschen erinnern, an dieses furchtbare Leid, diese furchtbaren Ereignisse.“ Nur so könne es nie wieder passieren, dass jemand verloren ginge. Damit nahm er Bezug auf den Titel des Mahnmals im AMEOS Klinikum Ueckermünde „Verloren sein“, einer Holzstatue, die Anfang der 90iger Jahre vom Bildhauer Sven Domann geschaffen wurde.

Daran erinnerte Barbara Mortensen, Vorsitzende des Behindertenverbandes Ueckermünde, mit  eindringlichen Worten. Sie machte auch auf die heutige Situation behinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt und in der Stadt aufmerksam, wo viele immer noch mit Barrieren zu kämpfen haben. Die Gedenkstunde endete sehr bewegend mit einer Kranzniederlegung, begleitet vom Trompeter Patrick Foy.