Das Hans Ralfs-Haus für Kunst und Kultur ist nach dem schleswig-holsteinischen Maler und Grafiker Hans Ralfs (1883 - 1945) benannt. Dieser zu Unrecht lange Zeit vergessene Künstler hat 17 Jahre lang (1925 bis 1942) in der Fachklinik Neustadt gelebt und gearbeitet.

Der aus Preetz stammende Ralfs studierte an der Weimarer Akademie für Bildende Künste. Nach dem ersten Weltkrieg gehörte er zu den führenden Künstlern Schleswig-Holsteins. So zeigte die Kieler Kunsthalle und der Hamburger Kunstsalon Bode schon ab 1919 Grafiken und Ölgemälde von Hans Ralfs.

"Eigentümlichkeiten seines Charakters" führten dazu, dass er auf behördliche Anordnung wiederholt in die damalige Neustädter Provinzial Heil- und Pflegeanstalt eingewiesen wurde.

In einem ihm eigens zur Verfügung gestellten Atelier innerhalb der Klinik schuf er den Großteil seines umfangreichen Werkes.

 1942 wurde Hans Ralfs gemeinsam mit anderen Patienten der Neustädter Provinzial Heil- und Pflegeanstalt nach Obrawalde/Meseritz verlegt.

Hier starb er 1945 kurz nach der Befreiung durch die Rote Armee.

Hans Ralfs zählt heute zu den bedeutendsten Künstlern der schleswig-holsteinischen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Seine Werke befinden sich in den Sammlungen des NordseeMuseums Husum, der Kieler Kunsthalle, der Landesbibliothek im Kieler Schloss sowie den Landesmuseen Schloss Gottorf in Schleswig.

Darüber hinaus befindet sich ein Großteil seiner Arbeiten in Privatbesitz.