16.06.2016  | AMEOS Institut Nord

Mit Dr. Heiner Garg (FDP) in der Diskussion

Dr. Heiner Garg, MdL und Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP Schleswig-Holstein, besuchte das AMEOS Institut Nord, um über die Neuregelung der Pflegeberufe zu diskutieren.

 

Schon heute sind Pflegekräfte in Heimen und Krankenhäusern gefragte Fachkräfte. Besonders in der Altenpflege ist der gestiegene Bedarf an gut ausgebildetem Personal deutlich spürbar. Die Bundesregierung hat mit der Reform der Pflegeberufe ab 2018 eine einheitliche Ausbildung für alle Pflegebereiche vorgesehen. So soll künftig die Ausbildung zur „Pflegefachfrau“ oder zum „Pflegefachmann“ übergreifende Qualifikationen vermitteln. Auszubildende in Pflegeberufen werden sich am Anfang ihrer Ausbildung dann nicht mehr entscheiden müssen, ob sie sich in der Krankenpflege, Kinderkrankenpflege oder der Altenpflege spezialisieren.

 

Angeregt diskutierte Dr. Garg die bevorstehende Reform mit Vertretern des AMEOS Institut Nord sowie Andreas Tüting, Krankenhausdirektor der AMEOS Klinika in Holstein und Theresia Kleikamp, Direktorin der Pflegehäuser der AMEOS Pflege in Holstein. „Ich sehe einen hohen Reformbedarf im Rahmen der gesetzlichen Regelungen der Pflegeausbildungen, setze mich jedoch dafür ein, dass die  geplante generalistische Ausbildung wesentliche Grundzüge des Berufsbildes Altenpflege weiterhin beinhaltet. Man löst die Probleme nicht, indem man die Berufsbezeichnung Altenpfleger/-in abschafft “, sagte Dr. Garg. Es ist mir ein Anliegen, dass der Beruf der Altenpfleger/-in attraktiver wird, damit sich wieder mehr Menschen für diesen Beruf entscheiden. Dies könne man erreichen, indem z.B. Personalschlüssel verbessert und flexiblere Arbeitszeitmodelle angeboten werden, ist sich auch Theresia Kleikamp sicher.

 

Einig waren sich die Teilnehmer, dass es wichtig ist, die unterschiedlichen Bedarfe der zu pflegenden Menschen zu kennen. Mit diesem Wissen könnte dann ein Netzwerk aus akademischen und examinierten Pflege- und Betreuungskräften aufgebaut werden, um die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Eine sinnvolle Maßnahme, da der Pflegebedarf des Einzelnen sich geändert hat. Beispielsweise wird in Pflegeheimen immer mehr medizinische Pflege erbracht, da dort häufig chronisch oder mehrfach Erkrankte versorgt werden. In Krankenhäusern müssen zunehmend ältere, mehrfach kranke Menschen gepflegt werden.

 

„Ich habe als Gesundheits- und Krankenpfleger einen zukunftssicheren Beruf gesucht und gefunden“, ist sich Sven Bertelson, Auszubildender am AMEOS Institut Nord sicher, und Tatiana Ruiz Camisón ergänzt: „Für mich ist die Ausbildung als Altenpflegerin genau richtig, denn ich möchte ältere Menschen langfristiger begleiten“. Im Rahmen des Projektes „MobiPro-EU“ macht die Spanierin eine Ausbildung zur Altenpflegerin am AMEOS Institut Nord.

 

Welche Wünsche er an die Politik hätte, wollte Dr. Garg zum Schluss des Gespräches von Heino Esmann, Leiter des AMEOS Institut Nord, wissen. „Es wäre wünschenswert, wenn der Abschluss der Ausbildung, ähnlich wie in vielen anderen Berufen, mit der Fachhochschulreife gleichgesetzt wäre“, führt er aus und ergänzt: „Zudem werden wir oftmals von jungen Menschen angesprochen, die sich für einen Pflegeberuf interessieren, die aber die Zugangsvoraussetzungen für eine Ausbildung, z.B. aufgrund der fehlenden schulischen Qualifikation, nicht erfüllen. Für diese Auszubildenden würden wir gern – neben dem Einstieg als Altenpflegehelfer – zukünftig auch eine generalistische Pflegeassistenzausbildung anbieten können“.

 

Das Institut Nord steht für hochwertige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Angebote richten sich an Auszubildende in der Alten-, Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Ergotherapie. Ein akademischer Abschluss ist über ein berufsbegleitendes Studium möglich. Das Institut Nord bietet Qualifizierungsangebote sowie umfangreiche Weiterbildungsangebote.