28.03.2020  | AMEOS Reha Klinikum Ratzeburg

Coronakrise in Ratzeburg: Entlastungkrankenhaus im Aufbau

Die AMEOS Einrichtungen Ratzeburg rüsten derzeit Bereiche des AMEOS Reha Klinikums zum Entlastungskrankenhaus um und erweitern die Kapazität der Klinik für Geriatrie. Auf diese Weise entstehen akutklinische Betten für Patient*innen, die u.a. vom DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg übernommen werden können, sobald dort ein erhöhtes Patient*innenaufkommen behandelt werden muss.

„Die Vorbereitungen laufen seit einer Woche auf Hochtouren, ich stehe hierzu in sehr enger Abstimmung mit dem DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg und dem zuständigen Ministerium“ informiert Stephan Freitag, Krankenhausdirektor der AMEOS Einrichtungen Ratzeburg. Es sei von höchster Dringlichkeit, die Behandlungskapazitäten in den Einrichtungen des Gesundheitswesens zu erweitern, um in den Akutkrankenhäusern genügend Betten freizubekommen und dort außerdem auf den Intensivstationen zusätzliche Beatmungsplätzen zu schaffen. Geplant ist, dass bis zum 1. April 2020 in den AMEOS Einrichtungen insgesamt 137 Krankenhausbetten bereitstehen. Um dieses Ziel zu erreichen, stockt auch die Klinik für Geriatrie Ratzeburg bereits die Bettenzahl von bisher 69 stationären Betten auf 87 Betten auf. Somit wäre die Behandlungskapazität für die Akutversorgung in den AMEOS Einrichtungen Ratzeburg nahezu verdoppelt.

Chefärzte, Leitungen der Pflege, Therapie, Hygiene, Reinigung, Technik, Küche, Verwaltung und Betriebsrat gehören einem täglich tagenden Krisenstab an, der die personelle, räumliche und materielle Ausstattung koordiniert. „Das ist eine logistische Herausforderung, die von allen großes persönliches Engagement erfordert. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Mitarbeitenden dafür bedanken“, so Stephan Freitag. Ganz besonders beeindruckt habe ihn außerdem die hohe Bereitschaft vieler Kolleginnen und Kollegen aus allen Berufssparten am Standort Ratzeburg, Teil eines Freiwilligen-Bereitschaftsteams zu werden. Diese außergewöhnliche Krise mobilisiere Menschen zu helfen und zu unterstützen. „Ich sehe darin viel Positives für unsere Gesellschaft“, unterstreicht Freitag.