Hygiene im Fokus der AMEOS Gruppe

Bereits heute erfüllen alle AMEOS Klinika die bundesweit geforderten Hygienestandards für 2019 personell und qualitativ vollständig. Für die AMEOS Region Ost sind zudem die im Bereich der Krankenhaushygiene zuständigen Mitarbeitenden seit Oktober 2016 in einer eigenen Abteilung zusammengeführt worden. In diesem Zusammenhang wurden u.a. auch Prozesse standortübergreifend überprüft und Hygienemassnahmen sowie die mikrobiologische Diagnostik vereinheitlicht.

Das zentrale Problem im Hinblick auf Hygiene und Infektionen im Krankenhaus sind und bleiben antibiotikaresistente Erreger. Um diesem Aspekt nachhaltig und präventiv durch eine rationale Antibiotikaverordnungspraxis in Verbindung mit den empfohlenen Hygienemassnahmen und dem Screening auf multiresistente Erreger gerecht zu werden, veranstaltet die AMEOS Gruppe als erster privater Gesundheitsversorger in 2017 einen eigenen Antibiotic-Stewardship (ABS) Expertenkurs nach dem Curriculum der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI). Hier werden Ärzte aus allen Fachrichtungen zum verantwortungsvollen und zielgerichteten Umgang mit Antibiotika ausgebildet. Damit kann die klinische Versorgung von Patienten mit Infektionskrankheiten in den AMEOS Klinika nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft sichergestellt werden.

Neben einer permanenten Schulung der Mitarbeitenden und Aufklärung der Patienten bildet AMEOS eigene Hygienebeauftragte in der Pflege aus. Diese unterstützen die Hygienefachkräfte bei der Umsetzung der Hygienemassnahmen im klinischen Alltag. Die letzte Weiterbildungsmassnahme hierzu, bei der insgesamt 21 Pflegekräfte ausgebildet worden sind, endete im Januar 2017. Der nächste Kurs hat im April 2017 begonnen.

In der immer wieder öffentlichkeitswirksam geführten Diskussion um „mangelhafte“ Krankenhaushygiene sollte jedoch bedacht werden, dass die Mehrzahl der im Krankenhaus nachgewiesenen multiresistenten Erreger „mitgebracht“ werden. Konkret sind dies die Patienten und Angehörigen oft selbst. Zudem werden Krankenhausinfektionen vorwiegend durch die den Patienten bereits kolonisierende körpereigene Bakterienflora verursacht und nur selten durch Übertragung von exogenen Erregern. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts können selbst unter optimalen Bedingungen nur etwa ein Drittel der Infektionen, die im Krankenhaus erworben werden, verhindert werden. Häufig wird ausserdem nicht zwischen einer (nur isolationspflichtigen) Kolonisation und einer (isolations- und behandlungsbedürftigen) Infektion unterschieden. Die Berichterstattung zu diesem Thema dramatisiert die Lage oftmals.

Die AMEOS Einrichtungen haben diese Themen im Blick und notwendigen Prozesse und Hygienemassnahmen implementiert, um das Risiko für unsere Patienten zu minimieren. Eine stetige interne und externe Qualitätssicherung unterstützt dieses Anliegen.

Ansprechpartner

Michael Glas
Dr. Michael Glas

Leiter Infektiologie und Hygienemanagement

KH Labor 

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