Über Barrieren, Prüfungen und neugierige Entdecker

Es ist nicht nur der Atlantik, der eine Barriere für die vier jungen südamerikanischen Menschen auf dem Weg zur Erfüllung ihres Lebenstraumes darstellte. Nach dem Abschied aus ihrem Heimatland Mexiko und der Überquerung des, Ozeans steht ihnen die bis dato härteste Prüfungen ihres Lebens bevor. Das Erlernen einer der schwierigsten Sprachen der Welt: Deutsch.

Karina Anabel Alonso Vera, Manuel Paz Montesinos, Miguel Angel Cacho Diaz und Jorge Rios Fak - vier junge Ärzt*innen der Fachbereiche Allgemeinmedizin, Orthopädie und Kinder- und Jugendmedizin - sind über ein Rekrutierungsprojekt der Bundesagentur für Arbeit nach Sachsen-Anhalt gekommen. Dies alles geschah in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, dem Auswärtigen Amt und Qualifizierungsnetzwerken. Ziel ist die Erlangung ihrer Approbation und die weitere Ausbildung zum Fachärzt*in. Ein Krankenhaus spielt dabei eine ganz besondere Rolle – das AMEOS Klinikum Halberstadt. Unter Regie des Krankenhausdirektors Frank Kühl steht ein ganzes Team an Fachkräften bereit, den zukünftigen Fachärzt*innen optimale Einstiegsbedingungen zu bieten. Im Vorfeld mussten jedoch einige Probleme gelöst werden.

„So war es nicht ganz einfach, eine passende und vollmöblierte Wohnung für unsere mexikanischen Kolleg*innen zu finden. Dafür haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt und eine Vielzahl an Gesprächen mit Vermieter*innen und Wohnungsbaugesellschaften geführt“, so der Krankenhausdirektor. Damit nicht genug. Neben den Hospitationen in den Krankenhäusern wurden die Ärzt*innen auch in die Arbeit der Feuerwehr Halberstadt eingeführt. „Es war für alle vier eine beeindruckende Erfahrung, eine Übung zu erleben, bei der eingeklemmte Unfallopfer aus dem Fahrzeugen geborgen wurden“, so Frank Kühl, der selbst in der Feuerwehr aktiv ist.

„Wir wollen hier arbeiten, wohnen und den Patient*innen hier in der Region helfen“, sagte der Allgemeinmediziner Manuel Paz Montesinos in einem Interview gegenüber der amima-Redaktion und fügt hinzu: „Wir planen natürlich auch, den Harz kennenzulernen und Theater zu besuchen. Das Wichtigste für uns ist aber, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und uns hier aktiv zu integrieren. Und genau dafür müssen wir fleissig Deutsch lernen und parallel ein immenses Paket an Hospitationen abarbeiten. Eine tolle Herausforderung für uns.“

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Text: Katharina Fleischer

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