AMEOS IT goes healthy

Folgt man den Gesundheitsberichten der Kostenträger zählen bundesweit vor allem Muskel-Skelett-Erkrankungen (diagnose- und altersabhängige durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit ca. 16 bis 25 Tage), Herz-Kreislauf-Erkrankungen (diagnose- und altersabhängige durchschnittliche Arbeits-unfähigkeit  ca. 7 bis 22 Tage), psychische Alterationen (diagnoseabhängige durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit ca. 20 bis 40 Tage) sowie Atemwegserkrankungen (diagnoseabhängige durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit ca. 7 bis 14 Tagen) bundesweit zu den Hauptdiagnosen von Arbeitsunfähigkeit. 

Die Rückmeldungen der letzten Mitarbeitendenbefragung der AMEOS Gruppe haben gezeigt, dass das Thema Gesundheit am Arbeitsplatz durchaus eine wichtige Rolle spielt.  Auf Grundlage dessen und den Gesundheitsberichten hat sich der Fachbereich IT der AMEOS Gruppe dem Thema der Prävention und des Betrieblichen Gesundheitsmanagments angenommen. Katrin Weinhold, Direktorin des Fachbereichs IT, Nadine Henke, Koordinatorin des BGMs (Betrieblichen Gesundheitsmanagements) sowie der Fachberater für Prävention und Rehabilitation, Dipl. Med. Olaf Haberecht erarbeiteten in  Zusammenarbeit mit Renè Bethke von der AOK Sachsen Anhalt, eine Strategie unter dem Slogan "IT goes healthy". 

Den Auftakt einer ganzen Maßnahmenreihe bildete das Atherosklerose Screening mit dem boso ABI System am 27. November 2019 am Hallenser Standort, an dem mehr als die Hälfte der Mitarbeitenden teilnahmen. Atheroskerose ist eine stark verbeitete Erkrankung der Blutgefässe. Hierbei lagern sich Cholesterinester und andere Fette in der inneren Wandschicht arterieller Gefässe an. Oftmals betrifft es die Herzkranzgefässe oder auch die grossen Beinarterien. Mit Hilfe des Arm–Bein–Index (ABI) wird eine einfache Diagnostik angeboten, die eine erste Aussage zum Risiko der Atherosklerose und möglicher  Folgeerkrankungen bietet und die Mitarbeitenden für dieses Thema sensibilisiert. Im anschließenden Fachvortrag wurden gezielt auf Atherosklerose, Risikofaktoren und Folgen eingegangen und offene Fragen aufgegriffen.

Man entschied sich für diese Art von gesundheitsförderliche Massnahme, da die Alterstruktur sowie die damit korrelierenden Gesundheitsprobleme vor allem im Bundesland Sachsen.Anhalt zu einer Vielzahl an Herz-Kreislauf-Erkranungen führt. Das Risikoscreening zum Gefässstatus bildet laut Katrin Weinhold.jedoch nur die Erstanalyse, auf die weitere Massnahmen 2020 folgen sollen. Zu den Folgemaßnahmen 2020 zählen beispielsweise ein individueller PhysioCheck ergänzt um eine Analyse des persönlichen Sitzverhaltens, die Durchführung von Multiplikatorenschulungen im Bereich der Arbeitsergonomie einschließlich verhältnispräventiver Ansätze, die Anwendung der Kenkou-App zur persönlichen Stressbewältigung, eine HRV-Messung mittels Cardioscan oder bedarfsgerechte Gesundheitssportangebote.

"Damit setzen wir nicht nur die gruppenweite BGM Vision „Bleib Gesund Mensch!“ aktiv um, sondern möchten gezielt die Gesundheit und Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden sowie die Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeber stärken" so Katrin Weinhold. 

Sie selbst sehe sich auch in einer Vorbildfunktion für ihre Mitarbeitenden und versuche stetig ihre Fügrungskräfte dazu zu animieren, zum Beispiel Treffen statt dem Fahrstuhl zu nehmen oder gemeinsam im Team gesund zu essen. Jedoch soll vor allem auch die Prävention im Vordergrund stehen. 

 

 

 

   

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