16.06.2017  | AMEOS Pflege Meßstetten

Mitglied des Bundestages lädt zum öffentlichen Pflegegipfel nach Meßstetten ein

Thomas Bareiß, Mitglied des Deutschen Bundestages und Bezirksvorsitzender der CDU Württemberg-Hohenzollern hat am 14. Juni Vertreter kommunaler, kirchlicher und privater Pflegeeinrichtungen und interessierte Bürger aus dem Zollernalbkreis zu einem Pflegefachgespräch nach Meßstetten eingeladen. Die Veranstaltung fand im AMEOS Pflegehaus Meßstetten statt.

Nach der Begrüßung durch Cornelia Eppler, Einrichtungsdirektorin der AMEOS Pflegeeinrichtungen in Meßstetten, Winterlingen und Stetten sprach Dr. Georg Nußlein stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU und Gesundheitsexperte aus dem Wahlkreis Neu-Ulm zu aktuellen Herausforderungen in der Pflege. Der demografische und soziale Wandel stellt die Versorgung pflegebedürftiger Menschen im ländlichen Raum vor immer größere Herausforderungen. Immer mehr Menschen sind im Alter auf Pflegeleistungen angewiesen und brauchen eine fachgerechte Pflegebetreuung. Rund um diese Themen und um die notwendige Finanzierung ging es in den Gesprächen auf dem dritten Pflegegipfel in Meßstetten. An der Diskussion waren Frank Schroft, Bürgermeister von Meßstetten, Kreisräte, Ortschaftsräte und Gemeinderäte aber auch zahlreiche Angehörigen von Pflegebedürftigen und Bewohner aus dem AMEOS Pflegehaus in Meßstetten beteiligt.

Die CDU-/CSU-Fraktion habe sich in der jetzigen Koalition durchgesetzt und dafür gesorgt, dass seit Anfang 2015 mehr Geld in den Bereich der Pflege fließt. Dennoch müsse die Verbesserung der Pflege und die Leistungen für Pflegebedürftige gerade vor dem Hintergrund der demografischen Herausforderungen und dem gesteigerten Bedarf an Pflegequalität noch weiter verbessert werden. Die seit Beginn 2017 in Kraft getretenen Gesetzeserneuerungen des Pflegestärkungsgesetzes III aber auch vorausgegangene Gesetzeserneuerungen sollen weitere Verbesserungen bringen. Die Entbürokratisierung in der Pflegedokumentation, der gravierende Fachkräftemangel und die Notwendigkeit der Einführung einer zeitschonenden elektronischen Pflegedokumentation durch IT-gestützte Verfahren wurden mit den Gästen intensiv diskutiert. Seit Jahresanfang werden neben körperlichen auch geistige und seelische Beeinträchtigungen bei der Begutachtung berücksichtigt. Aus drei Pflegestufen sind zum 1. Januar 2017 fünf neue Pflegegrade geworden. Der Vorteil: Die Begutachtung führt zukünftig zu einer genaueren Einstufung und berücksichtigt viel umfassender als bisher die Beeinträchtigungen der Menschen in allen relevanten Lebensbereichen. Besonders positiv sieht Nußlein die geplante Generalisierung der Ausbildung für Krankenschwestern, Altenpflegern und Kinderkrankenschwestern, die künftig die ersten zwei Jahre gemeinsam unterrichtet werden und sich erst im dritten Jahr spezialisieren.

Cornelia Eppler wünscht sich in der Abschlussdiskussion nachhaltige und noch effektivere Lösungen, um eine qualitativ hochwertige Pflege auch zukünftig sicherstellen zu können. „Der Anteil an Pflegebedürftigen wird immer größer, dem entgegensteht, dass immer weniger Nachwuchskräfte für die Pflege verfügbar sind. Auch ist trotz der angekündigten Entbürokratisierung der Pflegedokumentation noch nicht die gewünschte Entlastung eingetreten, die wir uns erhofft hatten“, betont Cornelia Eppler.