01.11.2018  | AMEOS Klinikum Aschersleben

Laparoskopie – kleiner Operationszugang, schonender Eingriff

In der Minimal Invasiven Chirurgie (MIC), auch Schlüssellochchirurgie oder laparoskopische Chirurgie genannt, wird im Gegensatz zur offenen Chirurgie nur über kleine Schnitte operiert. Über spezielle Zugänge durch die Bauchdecke werden eine Kamera und lange stabförmige Instrumente in den Bauchraum eingeführt. Das Verfahren ist durch den Verzicht auf große Schnittwunden besonders schonend für den Patienten und führt häufig zur schnelleren Erholung von der Operation.

Die laparoskopischen Operationstechniken haben sich in den letzten Jahren in immer mehr Bereichen durchgesetzt und gewinnen zunehmend an Bedeutung, Verbreitung und Beliebtheit. Für manche Operationen ist die laparoskopische Technik inzwischen schon der etablierte Standard, wie z.B. für die Gallenblasenentfernung, Blinddarmentfernung, Entfernung von Gebärmutter und /oder Eierstöcke sowie auch bei komplizierten Senkungsoperationen. Die Schwierigkeit der laparoskopischen Chirurgie liegt im Erlernen der Operationstechnik, da diese durch den indirekten Zugang und die indirekte Sicht deutlich anspruchsvoller ist als konventionelle offene Verfahren.

Am AMEOS Klinikum Aschersleben gibt es dafür spezielle Workshops. Dr. Behnam Taheri, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Dr. Matthias Samtleben, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie widmeten sich diesem Thema in einen ganztägigen Workshop. Mit der Lübecker Toolbox, einem handlichen und hoch standardisierten Trainingssystem, konnten Fertigkeiten der modernen minimalinvasiven Chirurgie außerhalb des OPs trainiert und gefestigt werden.