10.01.2019  | AMEOS Klinikum Aschersleben

Lachgas im Kreißsaal

Die Aussicht auf die baldige Geburt eines Kindes ist für die werdende Mutter meist wunderschön und aufregend zugleich. Die meisten Frauen wünschen sich eine sanfte und natürliche Geburt. Falls schmerzlindernde Maßnahmen nötig werden, sollen sie einen möglichst geringen Einfluss auf den Ablauf der Geburt und vor allem auf das Baby haben.

Nach erfolgreicher Pilotphase bietet die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am AMEOS Klinikum Aschersleben nun auch das schonende Lachgas-Verfahren bei Geburt und anschließenden Eingriffen an. Die Gebärende hat eine Atemmaske, die Zufuhr des Schmerzmittels löst sie über die Einatmung durch die Maske aus. „Wie stark das Mittel wirken soll, beeinflusst die werdende Mutter durch die Tiefe ihrer Atemzüge. Wichtig ist, dass das Lachgas-Sauerstoffgemisch kurz vor dem Höhepunkt einer Wehe eingeatmet wird, da es seine Wirksamkeit sehr schnell entfaltet“ so Dr. med. Behnam Taheri, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am AMEOS Klinikum Aschersleben.

In der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am AMEOS Klinikum Aschersleben steht Gebärenden im Kreißsaal ein weites Spektrum an Möglichkeiten der Schmerzbehandlung zur Verfügung. Dies reicht von Massagen, Aromatherapie und Akupunktur bis hin zu starken Schmerzmitteln wie Opiaten und der Periduralanalgesie (PDA). Daneben ist die Inhalation einer Mischung aus 50% Lachgas und 50% Sauerstoff seit Jahrzehnten in der Geburtshilfe bekannt und in Ländern wie z.B. Großbritanien und Schweden in routinemäßigem Gebrauch.

  Seit 2008 ist diese Gasmischung auch in Deutschland zugelassen. In den deutschen Kreißsälen aber hält es erst langsam Einzug, dabei ist es für viele Frauen, die Angst vor einer PDA haben oder die die Geburt möglichst ohne Narkoseerscheinungen erleben wollen, eine gute Alternative. Die Verwendung des Gasgemisches gilt als ausgesprochen nebenwirkungsarm und auch auf das Baby hat es nach heutigem Stand der Wissenschaft keinen Einfluss.